Heimatverein Melle besichtigte die Wallfahrtskirche St. Anna in St. Annen
Neben den regelmäßig stattfindenden Vortragsveranstaltungen bietet der Heimatverein Melle e.V. seinen Mitgliedern und interessierten Gästen inzwischen auch verschiedene Besichtigungs- und Führungsformate an. Damit möchte der Verein die Möglichkeit schaffen, besondere Orte, Einrichtungen und kulturhistorisch bedeutsame Zeugnisse in und um Melle aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen.

Nachdem die Heimatfreunde Anfang Juni 2026 dem Artenschutzhaus der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz in Melle-Mitte einen Besuch abgestattet hatten, stand nun ein Ziel mit einem ganz anderen Schwerpunkt auf dem Programm: die historisch bedeutsame Wallfahrtskirche St. Anna in St. Annen.
Die kleine Gruppe wurde dabei von Uwe Hegen begleitet. Als Mitglied des Teams der Meller Stadtführungen verfügt er über umfangreiche Kenntnisse zur Geschichte der Stadt und ihrer Ortsteile und verstand es, die Besonderheiten des Gotteshauses anschaulich und verständlich zu vermitteln. Während der Führung erhielten die Teilnehmer interessante Einblicke in die Geschichte der Kirche, ihre religiöse Bedeutung und ihre Rolle als Wallfahrtsort.
Auch wenn sich zu dem Termin leider nur drei Mitglieder des Heimatvereins eingefunden hatten, entwickelte sich die Führung zu einer informativen und persönlichen Begegnung mit einem bedeutenden Zeugnis der regionalen Kirchen- und Heimatgeschichte. Manfred Schürmann, Andrea Barkmeyer und Jürgen Krämer nutzten die Gelegenheit, gemeinsam mit Uwe Hegen die Geschichte der St.-Anna-Kirche näher zu erkunden.
Gerade die überschaubare Teilnehmerzahl ermöglichte einen intensiven Austausch. Fragen konnten unmittelbar gestellt und einzelne historische Aspekte ausführlicher erläutert werden. Dabei wurde deutlich, dass sich die Bedeutung eines historischen Gotteshauses nicht allein an seinem äußeren Erscheinungsbild festmachen lässt. Vielmehr sind es die mit ihm verbundenen Geschichten, Traditionen und Erinnerungen, die einen solchen Ort zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Identität machen.
Die Wallfahrtskirche St. Anna in St. Annen ist hierfür ein besonders anschauliches Beispiel. Über Generationen hinweg war und ist sie ein Ort des Glaubens, der Begegnung und der Besinnung. Ihre Geschichte ist zugleich ein Teil der Geschichte des Meller Landes. Die Führung machte den Teilnehmern deutlich, wie eng kirchliches Leben, regionale Traditionen und die Entwicklung der örtlichen Gemeinschaft miteinander verbunden sind.
Für den Heimatverein Melle ist das Angebot solcher Besichtigungen eine sinnvolle Ergänzung zu den bisherigen Vereinsaktivitäten. Neben Vorträgen, die vor allem der Vermittlung von Wissen dienen, ermöglichen Führungen vor Ort einen unmittelbaren Zugang zu historischen, kulturellen und naturkundlichen Themen. Die Teilnehmer können dabei selbst sehen, was sonst vielleicht nur aus Büchern oder Berichten bekannt ist, und erhalten zugleich die Möglichkeit, mit fachkundigen Begleitern ins Gespräch zu kommen.
Der Besuch der St.-Anna-Kirche soll daher auch als Anregung verstanden werden, die Veranstaltungsangebote des Heimatvereins künftig weiterhin wahrzunehmen. Denn die nähere Umgebung bietet zahlreiche Orte, deren Geschichte es zu entdecken lohnt. Ob historische Gebäude, Natur- und Kulturlandschaften oder besondere Einrichtungen – viele dieser Ziele erzählen Geschichten, die eng mit der Entwicklung Melles und seiner Ortsteile verbunden sind.
Die Heimatfreunde zeigten sich nach der Führung jedenfalls dankbar für die interessanten Ausführungen von Uwe Hegen. Auch wenn die Teilnehmerzahl diesmal klein war, hat sich der Besuch der Wallfahrtskirche St. Anna als lohnende Fortsetzung der neuen Besichtigungsreihe erwiesen.

