Gebäudeensemble im neugestalteten Grönenbergpark in Melle-Mitte auch in der Saison 2026 ein Anziehungspunkt

Das Grönegau-Museum in Melle-Mitte hat in den ersten Tagen des Wonnemonats Mai einen Saisonauftakt nach Maß erlebt. Strahlender Sonnenschein, stahlblauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen sorgte dafür, dass sich zahlreiche Interessierte von nah und fern in den Museumsgebäuden einfanden, um eine interessante Zeitreise in die Vergangenheit zu erleben. Ein Besuch der imposanten Fachwerkgebäude bietet Jung und Alt nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte und das Alltagsleben vergangener Jahrhunderte, sondern auch ein besonderes Freizeiterlebnis inmitten der idyllischen Atmosphäre des neugestalteten Grönenbergparks.

 

Über den gelungenen Start in die Museums-Saison 2026 freuten sich am Himmelfahrtstag die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle e.V., Sigrid Fischer-Eistert, Heinz Garlich, Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Johannes Muhle, Erwin Niermann, Manfred Schürmann und Bodo Zehm. Sie waren sich einig: „Historische Fachwerkarchitektur, liebevoll präsentierte Exponate und anschauliche Handwerkskunst machen das Museum auch in der Saison 2026 zu einem attraktiven Ausflugsziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Erholungssuchende gleichermaßen. Wer regionale Geschichte lebendig entdecken möchte, findet im Grönegau-Museum beste Gelegenheit dazu.

Ihr Herz schlägt für das Grönegau-Museum: (von links) Christian Hoffmeister, Bodo Zehm, Erwin Niermann, Heinz Garlich (sitzend), Franz Hippe, Manfred Schürmann, Sigrid Fischer-Eistert, Johannes Muhle und Jürgen Krämer. Foto: Niels Wagner

Der aus dem Jahr 1771 stammende Kornspeicher, das erste Museumsgebäude, wurde 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das mehrstöckige Fachwerkhaus befand sich ursprünglich auf dem Hof Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In seinen drei Etagen werden zahlreiche historische Exponate aus den Gemeinden des Altkreises Melle gezeigt – darunter Möbel, Porzellan, Glas, Zinn, Urkunden sowie Objekte zur Vor- und Wirtschaftsgeschichte.

Mit dem sogenannten Kotten erhielt das Museum 1979 ein weiteres bedeutendes Gebäude. Das ehemalige Heuerlingshaus – gebaut anno 1655 in Neuenkirchen – beherbergt heute unter anderem eine vollständig eingerichtete Schmiede sowie Werkstätten des Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherhandwerks. Besondere Aufmerksamkeit zieht im Dielenraum die historische Bockemühle zur Flachsverarbeitung auf sich. Im Dachgeschoss wird zudem anschaulich die traditionelle Leinenherstellung mit funktionstüchtigen Webstühlen dargestellt.

Das aus dem Jahre 1572 stammende Backhaus stand ursprünglich im heutigen Kreis Gütersloh und wurde im Jahre 1988 in den Grönenbergpark umgesetzt. Es ist derzeit verpachtet und daher nicht öffentlich zugänglich.

Die Remise ergänzt seit 1997 das Ensemble der Museumsgebäude. Das im seinerzeit Fachwerkstil neu errichtete Gebäude beherbergt eine Tischlerwerkstatt sowie zahlreiche Geräte aus der forstlichen Waldarbeit und der bäuerlichen Haus- und Gartenwirtschaft.

Mit seiner einzigartigen Verzahnung aus historischer Bausubstanz, lebendig vermittelter Alltagsgeschichte und ehrenamtlichem Engagement ist das Grönegau-Museum weit mehr als ein Ort der Erinnerung: Es ist ein kulturelles Aushängeschild der Stadt Melle und ein bedeutender Bewahrer regionaler Identität im Osnabrücker Land. Generationenübergreifend macht das Museum Geschichte erlebbar und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zur Heimatpflege in der gesamten Region.

Das Grönegau-Museum ist bis Mitte Oktober jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Führungen sind nach Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter https://heimatverein-melle.de  erhältlich