in der Stadt Melle

Kategorie: News

Staub, Spinnengewebe, Wollmäusen & Co. keine Chance gelassen

Traditioneller Frühjahrsputz des Heimatvereins Melle e.V. im Grönegau-Museum – Saisonauftakt am 5. Juni 2021

Wie fast alle kulturellen Einrichtungen leidet auch das Grönegau-Museum in Melle-Mitte unter der Corona-Pandemie. Durch die damit verbundenen Einschränkungen und die zeitweilige Schließung hatte die malerisch im Grönenberggelände gelegene Einrichtung 2020 einen starken Besucherschwund zu verkraften. Kamen im Jahre 2019 noch mehr als 2.000 Interessierte, um sich im weithin bekannten Museums-Ensemble darüber zu informieren, wie die Menschen in der Region vor rund 150 Jahren lebten, waren es im vergangenen Jahr unter dem Eindruck der Krise gerade einmal rund 200 Besucher.

Und dennoch: Angesichts steigender Temperaturen und sinkender Inzidenzzahlen richtet das Leitungsgremium des Heimatvereins Melle e.V. als Träger des Museums seinen Blick nach vorn und führte jetzt seinen traditionellen Frühjahrsputz durch – und zwar eine Woche vor dem Saisonauftakt, der am Samstag, 5. Juni 2021, unter Berücksichtigung der geltenden Corona-Auflagen erfolgen wird.

Staub, Spinnengewebe, Wollmäuse & Co. hatten während des Arbeitseinsatzes keine Chance. Denn die Vorstandsmitglieder Franz Hippe, Jürgen Krämer, Udo Oberschmidt, Günther Plaß und Uwe Plaß sowie die Aufsichtskräfte Heike Dahech, Werner Pottebaum, Uschi Selzhow und Katja Wippermann legten sich kräftig ins Zeug, um den Innenräumen der markanten Fachwerkgebäude unter Einsatz von Besen, Handfegern, Kehrblechen und Hochleistungslüfter neuen Glanz zu verleihen.

Die vier Häuser des Museums, bestehend aus Backhaus, Kotten, Speicher und Remise, stammen aus den Jahren 1572, 1655, 1771 und 1997 und stellen wahre Blickfänge im weitläufigen Grönenbergpark dar. Das Hauptziel des Grönegau-Museums besteht in der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle – insbesondere im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition. Entsprechend vielfältig fallen die Exponate aus, die in den Häusern ansprechend präsentiert werden.

Das erste Museumsgebäude, der Kornspeicher, konnte am 13. September 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei diesem Fachwerkhaus handelt es sich um einen mehrstöckigen Speicher mit reichgeschnitzten Knaggen und Inschriftbalken aus dem Jahre 1771. Dieses Gebäude stand früher auf dem Hofe des Bauern Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In drei Etagen des Speichers sind aus den Gemeinden des Altkreises Melle stammende alte, schöne bäuerliche, bürgerliche und handwerkliche Gegenstände, Zinn, Porzellan, Glas, Möbel, wertvolles Material der Vorgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte, Urkunden, Bilder etc. ausgestellt.

Im Jahre 1979 stellte der Landkreis Osnabrück dem Heimatverein ein weiteres Gebäude, den sogenannt „Kotten“, für Museumszwecke zur Verfügung. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1655 und stand früher auf dem Hofe des Bauern Fritz Hoffmeister in Neuenkirchen und hatte dort lange Zeit als Heuerlingshaus gedient. Am 16. Mai 1979 konnte auch dieses Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kotten beinhaltet insbesondere alte Geräte, bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, die durch Fortschritt der Technik entbehrlich geworden waren. Im Erdgeschoss befinden sich eine komplett eingerichtete Schmiede sowie eine Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherwerkstatt. Ein besonderer Blickfang im Dielenraum ist die zur Flachsverarbeitung benötigte Bockemühle, während im Dachgeschoss die Flachsverarbeitung und Leinenherstellung dargestellt wird – beispielsweise unter Präsentation voll funktionstüchtiger Webstühle.

Das Backhaus, das ebenfalls zum Museumsensemble gehört, wurde bereits anno 1572 errichtet. Es befand sich ursprünglich im Kreis Gütersloh, ehe es im Jahre 1988 abgetragen und im Grönenbergpark wiedererrichtet wurde. Das Haus hat der Heimatverein zurzeit an die Goldschmiedin Birgit von Lindern verpachtet. Im wiederhergestellten Backofen können bei Bedarf Brot und Kuchen gebacken werden.

Im Jahre 1997 erhielt das Grönegau-Museum schließlich die Remise, die seinerzeit im Fachwerkstil neu gebaut wurde. In diesem Gebäude ist eine Tischlerwerkstatt untergebracht, die durch Geräte der forstlichen Waldarbeit ergänzt wird. Darüber hinaus sind dort einige Geräte der bäuerlichen Garten- und Hauswirtschaft zu sehen.

Das Grönegau-Museum ist ab dem 5. Juni 2021 bis Mitte Oktober 2021 samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – und das Ganze bei freiem Eintritt. Spenden sind erwünscht. Führungen werden nach entsprechender Terminabsprache auch außerhalb der Öffnungszeiten angeboten. Nähere Auskünfte gibt es unter der Mobilfunknummer 0172-8606237.

Während des Frühjahrsputzes vor dem historischen Speicher des Grönegau-Museums: (von links) Heike Dahech, Katja Wippermann, Uwe Plaß, Franz Hippe, Werner Pottebaum, Udo Oberschmidt, Günther Plaß, Jürgen Krämer und Uschi Selchow. Foto: Gabriele Niehaus

Als Melle eine Kanone für den Marktplatz erhielt

Fünfter Sonderband des Meller Jahrbuchs mit historischen Beiträgen von Uwe Plaß aus der „Meller Zeitlupe“ des „Meller Kreisblattes“ ist druckfrisch erschienen

Dieses Buch ermöglicht eine interessante Zeitreise in die Geschichte von Melle: Im fünften Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ hat der Historiker und 1. Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, insgesamt 43 Abhandlungen veröffentlicht, die er in den vergangenen Jahren für die „Meller Zeitlupe“ des „Meller Kreisblattes“ und für das Nachrichtenportal noz.de zu Papier gebracht hatte.

Die ersten druckfrisch erschienenen Exemplare des rund 200 Seiten starken Sammelbandes überreichte der Autor jetzt vor dem historischen Rathaus in Melle-Mitte an Bürgermeister Reinhard Scholz, Herausgeber Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt, an den 1. stellvertretenden Vorsitzenden des Heimatvereins Melle, Jürgen Krämer, sowie an den Leiter der Redaktionseinheit „Meller Kreisblatt“/„Wittlager Kreisblatt“, Karsten Grosser.

Das neue Buch ist übrigens die zweite Schrift, in deren Mittelpunkt Abhandlungen aus der „Meller Zeitlupe“ stehen. Als im Spätsommer 2019 der vierte Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ mit historischen Beiträgen erschien, die Uwe Plaß seit dem Jahre 2016 im zweiwöchigen Rhythmus für die Rubrik „Meller Zeitlupe“ der Tageszeitung und des Nachrichtenportals noz.de geschrieben hatte, ahnte noch niemand, dass diese Publikation in der Bevölkerung einen sehr großen Zuspruch erfahren sollte. Von dieser positiven Resonanz ermutigt, trafen Herausgeber, Heimatverein und Stadt zu Beginn dieses Jahres die Entscheidung, einen weiteren Sonderband des Jahrbuches mit entsprechenden Texten herauszubringen. So wie das „Meller Kreisblatt“ seinen Lesern Tag für Tag Aktuelles und Neues aus der Region und aus der weiten Welt vermittelt, kann zu diesem Neuen auch Vergangenes gehören, wie es Uwe Plaß mit seinen Abhandlungen in der „Meller Zeitlupe“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Autor recherchiert im Archiv der Tageszeitung und in weiteren Archiven und tut dabei Neues aus der Vergangenheit auf, um es anschließend in zeitgemäßer Sprache der Leserschaft zu vermitteln.

„Pest-Lepra, Pocken und Cholera – Krankheiten und Seuchen bestimmten den Alltag der Meller Bevölkerung“, „Eine Kanone für den Marktplatz – Melle erhielt ein historisches Beutegeschütz“, „An Peinlichkeit kaum zu überbieten – Als Hermann Göring zum Meller Ehrenbürger wurde“, „Das Lied von der Glocke – Wie Melle ein kleines Wunder erlebte“, „Ein Meller fällt im Vietnamkrieg – Das kurze Leben des Eckhard Brenker“ und „Aus einer spontanen Idee wurde eine Institution – Seit mehr als 90 Jahren beschenkt der Nikolaus die Meller Kinder“ lauten nur einige der mehr als 40 Titel, mit denen die einzelnen Abhandlungen überschrieben sind.

Der fünfte Sonderband des Meller Jahrbuchs ist ab sofort im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1- 3, in der Kretschmann Genuss Company am Markt 5 und im Stadtarchiv am Wallgarten 1 in Melle-Mitte zu einem Preis in Höhe von 18,90 Euro erhältlich

Buchübergabe auf dem Rathausplatz mit (von links) Karsten Grosser, Fritz-Gerd Mittelstädt, Reinhard Scholz, Uwe Plaß und Jürgen Krämer. Foto: Gabriele Niehaus

Heimatverein Melle setzt Videoreihe „Sagen des Grönegaus“ fort

Weitere Filmaufnahmen mit Märchenerzählerin Christa Möller fanden im Speicher des Grönegau-Museums statt

MELLE (jk). Der Projektauftakt erfolgte am Samstag vor dem ersten Advent 2020: Seither hat der Heimatverein Melle e.V. insgesamt 20 „Sagen des Grönegaus“ in Form von Videofilmen dokumentieren lassen. Heute wurden im Speicher des Grönegau-Museums in Melle-Mitte acht weitere Filmbeiträge aufgenommen, die in Kürze ebenfalls auf der Homepage der Heimatfreunde unter https://heimatverein-melle.de veröffentlicht werden sollen.

Als der Heimatverein des Kreises Melle im Jahre 1955 die Grönenberger Heimathefte aus der Taufe hob, standen „Sagen des Grönegaus“ im Mittelpunkt dieser Publikation, die mehr als 50 von Dr. Maria Heilmann, Wilhelm Fredemann und Heinrich Rahe bearbeitete Überlieferungen umfasst. Da die ersten 20 Videobeiträge wie „Die Sage von der Pfaffenkammer und der Rethwwelle“, „Der Teufelsspuk an den Dreieinigkeitsbuchen“ und „Das Kreuz in der Kirche zu Melle“ in der Bevölkerung auf überaus große Resonanz gestoßen sind, beschlossen die Projektinitiatoren Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß, weitere Kurzfilme drehen zu lassen.

Um das Vorhaben realisieren zu können, setzen die drei Vorstandsmitglieder weiterhin auf ein eingespieltes Team: Zum einen auf die Märchenerzählerin Christa Möller aus Altenmelle, die in der Vergangenheit bereits mehrfach für den Heimatverein tätig war; zum anderen auf die Video-Filmerin Nina Schengber aus Melle-Mitte. Im Mittelpunkt der jüngsten Aufnahmen, die heute abermals in historischem Ambiente stattfanden, standen unter anderem die Überlieferungen „Die Sage von der Auburg“, „Der Unglücksring“, „Der tolle Herr“, „Die Sage von der Hasegabelung“ und „Die Sage von der Martmühle“.

Am nächsten Drehtag – vermutlich am Wochenende nach dem Pfingstfest – sollen weitere Sagen wie „Wittekind an der Warmenau“, Wittekinds Rast“, „Das Rüenstück“, „Die Sage von der Wulfterheide in Kerßenbrock“, „Die Engeleiche“ und „Der Schmuggler“ aufgenommen werden. „Wir gehen davon aus, dass auch diese Beiträge von vielen Menschen auf der Internetseite unseres Heimatvereins angeklickt werden“, vermuten Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß. Die drei Vorstandsmitglieder freuen sich, dass das Videoprojekt bislang ein lebhaftes Interesse in der Öffentlichkeit gefunden hat. „Wir wecken damit das Interesse vieler Menschen.“

Übrigens: Wer die „Sagen des Grönegaus“ nachlesen möchte, hat dazu ebenfalls Gelegenheit. So ist das Heft 1 der Grönenberger Heimathefte in einem Nachdruck aus dem Jahre 1987 im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1 – 3 und im Stadtarchiv am Wallgarten 1 in Melle-Mitte erhältlich.

Video-Dreh im Speicher des Grönegau-Museums mit Erzählerin Christa Möller (links) und Filmerin Nina Schengber (rechts). Foto: Jürgen Krämer

Der fünfte Sonderband des Meller Jahrbuchs ist gedruckt

Publikation mit historischen Beiträgen von Uwe Plaß aus der „Meller Zeitlupe“ des „Meller Kreisblattes“ soll kurz vor dem Pfingstfest erscheinen 

Kurz vor dem Pfingstfest soll er erscheinen – der fünfte Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“, den Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt in Zusammenarbeit mit der Stadt Melle und dem Heimatverein Melle herausgibt. Die 200 Seiten starke Publikation umfasst rund 50 historische Beiträge, die der Historiker und Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, in den vergangenen Jahren für die „Meller Zeitlupe“ des „Meller Kreisblattes“ geschrieben hat.

Im Druckhaus Steinbacher in Osnabrück nahmen heute Mittag neben dem Autor Uwe Plaß auch Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt und Stadtsprecher Jürgen Krämer, der zudem stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Melle ist, am Andruck des Buches teil, das in einer Auflage von 400 Exemplaren erscheinen soll. Die weiteren Planungen sehen vor, die mit rund 120 Fotos illustrierte Publikation in den nächsten Tagen in einem Fachbetrieb in Coesfeld binden zu lassen, so dass dem geplanten Erscheinungstermin nichts mehr im Wege stehen dürfte.

 Das neue Buch ist übrigens die zweite Schrift, in deren Mittelpunkt Abhandlungen aus der „Meller Zeitlupe“ stehen. Als im Spätsommer 2019 der erste Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ mit historischen Beiträgen erschien, die Uwe Plaß seit dem Jahre 2016 im zweiwöchigen Rhythmus für die Rubrik „Meller Zeitlupe“ des „Meller Kreisblattes“ verfasste hatte, ahnte noch niemand, dass diese Publikation in der Bevölkerung einen sehr großen Zuspruch erfahren sollte. Von dieser positiven Resonanz ermutigt, trafen Herausgeber, Stadt und Heimatverein zu Beginn dieses Jahres die Entscheidung, einen weiteren Sonderband des Jahrbuches mit entsprechenden Texten herauszubringen.

 So wie das „Meller Kreisblatt“ seinen Lesern Tag für Tag Aktuelles und Neues aus der Region und aus der weiten Welt vermittelt, kann zu diesem Neuen auch Vergangenes gehören, wie es Uwe Plaß mit seinen Abhandlungen in der „Meller Zeitlupe“ eindrucksvoll unter Beweis stellt. Der Autor recherchiert im Archiv der Tageszeitung und tut dabei Neues aus der Vergangenheit auf, um es anschließend in zeitgemäßer Sprache der Leserschaft zu vermitteln. In Kürze wird eine Auswahl dieser Aufsätze in der neuen Publikation nachzulesen sein – im fünften Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“.

 Nach dem Drucktermin soll das neue Buch in Kürze in einem Fachbetrieb in Coesfeld gebunden werden, um danach kurz vor dem Pfingstfest in den Handel zu gelangen.


Freuen sich während des Drucktermins in Osnabrück über das gute Ergebnis: (von links) Michael Steinbacher, Uwe Plaß, Fritz-Gerd Mittelstädt und Jürgen Krämer. Foto: Thomas Asbrock

Sagen des Grönegaus“ als Video im Internet

Heimatverein Melle e.V. startete mit Aufzeichnungen im Grönegau-Museum und im Heimathof – Märchenerzählerin Christa Möller ist mit von der Partie

Als der Heimatverein des Kreises Melle im Jahre 1955 die Grönenberger Heimathefte aus der Taufe hob, standen „Sagen des Grönegaus“ im Mittelpunkt dieser Publikation, die mehr als 50 Überlieferungen auf 48 Seiten umfasst. Ein Teil dieser Sagen soll jetzt auf Initiative der Vorstandsmitglieder Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß auf Videoclips erscheinen – und fortan auf der Homepage der Meller Heimatfreunde zu sehen sein. Der Auftakt der Dreharbeiten mit Märchenerzählerin Christa Möller und Kamerafrau Nina Schengber fand heute im Grönegau-Museum und im Heimathof in Melle-Mitte statt. Ab Samstag, 5. Dezember, kann der erste Beitrag im Internet unter https://heimatverein-melle.de aufgerufen werden. In den darauffolgenden Zeit soll im wöchentlichen Rhythmus jeweils eine weitere Sage dazukommen.

Auftakt des Videoprojektes „Sagen des Grönegaus“ mit (von links) Nina Schengber, Uwe Plaß, Christa Möller, Heinz Garlich und Jürgen Krämer. Foto: Peter Schatte

Als die Jacob Sisters auf dem Markt eine Autogrammstunde gaben

Heimatverein Melle e. V. veröffentlicht weiteren Bildkalender „Historisches aus Melle“ – Vorstand überreicht erstes Exemplar an Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel

„Historisches aus Melle“ lautet der Titel eines Bildkalenders für das Jahr 2021, den der Heimatverein Melle e. V. in Kooperation mit der Kalender-Manufaktur in Verden herausgegeben hat. Das erste druckfrische Exemplar übergaben jetzt die beiden Vorstandsmitglieder Uwe Plaß und Jürgen Krämer an Ortsbürgermeisterin Gerda Hövel. Der Begleiter durch das Jahr, der inzwischen zum dritten Mal erschien, vermittelt einen Eindruck davon, wie sich die Kleinstadt Melle und ihre Umgebung in den 1950-er und 1960-er Jahren präsentierte. Besonderer Blickfang auf der Titelseite: Ein Foto, das die legendären Jacob Sisters im Mai 1969 während einer Autogrammstunde auf dem Markt zeigt.

Nachdem die beiden ersten Ausgaben der Kalender „Historisches aus Melle“ für die Jahre 2019 und 2020 auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen waren, hatte der Heimatverein den Beschluss gefasst, auch für das Jahr 2021 ein solches Druckwerk herauszubringen. Um den Kalender visuell mit Leben zu erfüllen, begaben sich Uwe Plaß und Jürgen Krämer in diesem Sommer im Stadtarchiv auf die Suche nach geeigneten Motiven. Aus Hunderten von Fotografien wählten die beiden Heimatkenner schließlich 13 Aufnahmen aus, die jetzt im neuen Kalender zu sehen sind.

Der Kalender ermöglicht eine optische Zeitreise in die Zeit des sogenannten „Wirtschaftswunders“. Zu sehen sind unter anderem ein Wintermotiv aus dem Kurgarten, der Abtransport von Baumstämmen mittels eines Pferdefuhrwerks an den Fünf Linden, die Zwergenmühle im Meller Märchenwald, ein Blick auf den Stadtkern mit blühenden Obstbäumen, das alte Portal an der Südwand der St.-Matthäus-Kirche, ein Foto vom Festumzug anlässlich des Bezirksturnfestes anno 1957, die Due-Mühle an der Meyer-zum-Gottesberge-Straße, der Tanz um die Erntekrone beim Erntedankfest in Altenmelle, der Meller Bahnhof aus nordöstlicher Richtung und die Plettenberger Straße mit Weihnachtsbeleuchtung.

Der im DIN A-3-Format erschienene Bildkalender ist ab sofort im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“, Plettenberger Straße 1 – 3, 49324 Melle-Mitte, und im Fachgeschäft Hugo Kretschmann Tabakwaren, Markt 5,49324 Melle-Mitte, erhältlich. Er kostet pro Exemplar 19 Euro.

Die Kalender-Manufaktur in Verden an der Aller stellt Bildkalender, Vereinskalender und Firmenkalender her. Den größten Teil machen die Ortskalender mit überwiegend historischen Bildern oder alten Postkartenmotiven aus. Für das Jahr 2020 entstanden unter dem Dach der Manufaktur rund 300 solcher Ortskalender. Die Gestaltung erfolgt stets in enger Abstimmung mit den Ansprechpartnern in den jeweiligen Orten.


Offizielle Übergabe des Kalenders „Historisches aus Melle“ mit (von links) Uwe Plaß, Gerda Hövel und Jürgen Krämer. Foto: Heimatverein Melle / Gabriele Niehaus

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