in der Stadt Melle

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Jenny begeisterte auf Schloss Bruche

Kinder, Eltern und Großeltern nahmen im Rahmen des „Meller Sommers“ vergnügt an interessanter Zeitreise teil

Als ein besonderes Erlebnis für Jung und Alt erwies sich „Jennys sonderbare Zeitreise“ auf Schloss Bruche. Foto: Stadt Melle

Von Dr. Susanne Tauss

Stilecht im leuchtend blauen Rokokokleid, mit Hütchen, frisierter Perücke und ihrem Körbchen voll Überraschungen wachte Jenny von Voigts vor dem Kamin im Saal von Schloss Bruche auf. Sie selbst, immerhin die Tochter des berühmten Justus Möser, genauso wie die Kinder und Erwachsenen staunten nicht schlecht, als sie von einer kleinen schwarzen Katze aufgeweckt wurde: Sie hatte sich tatsächlich in die heutige Zeit verirrt. Ihre Pflegekinder waren fort, denen die 273 Jahre alte Mellerin vorgelesen hatte.

Da machte sie schnell das Beste aus der Situation – während dieser Kinderveranstaltung, die der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. in Kooperation mit der Familie von Bar, der Stadt Melle und dem Heimatverein Melle e.V. im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“ ausrichtete. Mädchen und Jungen waren an diesem späten Nachmittag schließlich genügend da und gewaschen und ordentlich gekleidet schienen sie ihr auch. Außerdem: Vorlesen, Buchstabenspiele und Tiere klappen immer. Auch mutige Freiwillige fanden sich, die in ein Säckchen griffen und daraus schließlich verschiedene Früchte hervorzauberten. Nach vielen heiteren Momenten folgte zur Krönung schließlich ein Märchen. Dass die schon etwas kurzsichtig gewordene, aber muntere Jenny das elektrische Licht auspusten wollte, da sie ja nur Kerzen gewohnt war, blieb eines der vielen Schmankerl, das den Kindern spielerisch den Unterschied zwischen den Zeiten begreiflich machen konnte.

Diese erste öffentliche Veranstaltung im Saal von Bruche nach der Übernahme des Herrenhauses durch Konstantin von Bar belegte einmal mehr, welch wunderbaren Rahmen dieser Ort bietet – und für eine kuriose Zeitreise ins 18. Jahrhundert und zurück allemal. Doch nicht nur er hatte sich tatkräftig für die Veranstaltung eingesetzt – im Hintergrund wirkten auch die Damen und Herren der Meller Kulturverwaltung und Pressestelle ebenso wie der Heimatverein Melle, die den Landschaftsverband Osnabrücker Land als Veranstalter dankenswerter Weise allesamt unterstützten.

Dass der Kutscher, der Jenny längst hätte abholen sollen, sich verspätete, war ihr übrigens ganz recht – so konnte sie etwas länger bleiben und ein weiteres Schläfchen machen. Wer weiß, wie viele Zeitreisen sie noch unternehmen wird, da sie wohl Gefallen daran gefunden hat? Der Beifall auf Bruche ermunterte dazu jedenfalls.

Geldsegen für pfiffiges Schülerinnenprojekt der IGS Melle

Drei Stiftungen fördern das neue Spiel „Meller Entdeckungsreise“ mit 12.500 Euro – Heimatverein Melle e.V. fungiert als Herausgeber

MELLE. Spielerisch die Stadt Melle mit ihren Besonderheiten kennenzulernen – dazu lädt schon bald das Gesellschaftsspiel „Meller Entdeckungsreise“ ein, das von Schülerinnen der Integrierten Gesamtschule (IGS) Melle entwickelt wurde und derzeit auf Initiative des Heimatvereins Melle von professioneller Hand gestaltet wird. Mit rund 24.000 Euro ist das Projekt veranschlagt – und groß war die Freude, als die Heimatfreunde jetzt in der Hauptstelle der Kreissparkasse Melle in Melle-Mitte drei hohe Fördersummen erhielten: 9.000 Euro von der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück, 1.000 Euro von der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Melle und 2.500 Euro von LAUTER – der Stiftung für Kinder, Jugendliche und Familien im Landkreis Osnabrück.

Was hat es mit dem Spiel „Meller Entdeckungsreise“ auf sich? Das Besondere daran ist: Es wurde im vergangenen Jahr nicht von professionellen Spieleentwicklern, sondern von drei Schülerinnen der Integrierten Gesamtschule Melle konzipiert. Finja Gieseking, Emely Panhorst und Sina Radtke, die inzwischen eine andere Schule besucht, heißen die Sechstklässlerinnen, die das neue Brettspiel Anfang Juli 2021 dem damaligen Bürgermeister Reinhard Scholz im Stadthaus in Melle-Mitte präsentierten.

Bei der „Meller Entdeckungsreise“ handelt es sich um ein Würfelspiel, in dessen Fokus die acht Meller Stadtteile stehen. Auf bestimmten Feldern kann man Spielsteine sammeln, die mit Bildern aus den verschiedenen Orten abgeglichen werden. „Den passenden Spielstein zu dem jeweiligen Foto muss man nun zum passenden Stadtteil bringen“, sagte Klassenlehrerin Riemann zur Vorgehensweise. Gewonnen habe derjenige Spieler, der die meisten Spielsteine beziehungsweise Fotos richtig zugeordnet hat.

Während der Vorstellung im Juli 2021 zeigten sich Bürgermeister Reinhard Scholz und Stadtsprecher Jürgen Krämer hellauf begeistert von der Idee. Krämer, zugleich Vertreter der Stadt Melle im Vorstand des Heimatvereins Melle, versprach noch während dieses Präsentationstermins zur Freude der sichtlich überraschten Schülerinnen, aus ihrer Vision ein Projekt des Heimatvereins zu machen – und zwar mit dem Ziel, dem Spiel „Meller Entdeckungsreise“ Marktreife zu verleihen und es danach in den Handel zu bringen.

Mit diesem Vorstoß stieß Krämer im Kreis seiner Vorstandskollegen auf uneingeschränkten Zuspruch – zumal das neue Projekt des Heimatvereins inhaltlich federführend von jungen Menschen umgesetzt wird. Um dem Ganzen einen professionellen Anstrich zu verleihen, stand von vornherein eines fest: Eine Werbeagentur sollte mit der Umsetzung des Vorhabens betraut werden. Am Ende erhielt ein Gestaltungsbüro Vomkiosk aus Melle-Mitte den Zuschlag.

Im Folgenden gab es zwischen den beiden Schülerinnen Finja Gieseking und Emely Panhorst, Lehrerin Nicole Riemann, den Vorstandsmitgliedern Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß vom Heimatverein sowie den Inhabern der Werbeagentur mehrere Zusammenkünfte, um das Projekt weiter anzuschieben und Details abzustimmen. So wurden Spielfiguren entwickelt. Fotos für die Bildkarten ausgewählt, das Format für das Brettspiel festgelegt und ein optisch ansprechendes Layout abgestimmt. Als externer Berater brachte sich zeitweilig auch Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt in das Vorhaben ein.

Das Spiel „Entdeckungsreise Melle“ soll nach den Sommerferien in einer Auflage von 500 Exemplaren zu einem Preis in Höhe von 19,90 Euro erscheinen. Um das Spiel der heimischen Bevölkerung kostengünstig anbieten zu können, ist der Heimatverein auf Fördermittel angewiesen. Denn die Gesamtkosten für die Gestaltung und Herstellung des Spiels belaufen sich auf rund 24.000 Euro. Erschwerend kommen unerwartete Kostensteigerungen beim Material hinzu. So hat sich der Herstellungspreis gegenüber dem ursprünglichen Angebot mittlerweile um 1.800 Euro erhöht. Deshalb ist der Heimatverein Melle dankbar, dass das Projekt „Meller Entdeckungsreise“ von verschiedenen Förderern finanziell unterstützt wird.

In diesen Tagen nun überreichte Sparkassendirektor Frank Finkmann in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück einen Scheck über 9.000 Euro an Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß, die darüber hinaus von Klaus Wienke von der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Melle einen Betrag in Höhe von 1.000 Euro entgegennehmen konnten. Auch Kuratoriumsmitglied Meike Krüger von der LAUTER-Stiftung des Landkreises Osnabrück war nicht mit leeren Händen gekommen. Sie händigte den drei Vorstandsmitgliedern einen Scheck über 2.500 Euro aus.

Freuen sich darüber, dass die Umsetzung des Spiels „Meller Entdeckungsreise“ auf der Zielgeraden ist: (von links) Klaus Wienke, Frank Finkmann, Uwe Plaß, Finja Gieseking, Nicole Riemann, Emely Panhorst, Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Meike Krüger. Foto: Gabriele Niehaus

Öffentliche Anerkennung für drei Meller Impulsgeber im kulturellen Bereich

Fritz-Gerd Mittelstädt, Gaby von Borstel und Peter Eickmeyer vom Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. geehrt

MELLE/RIESTE. Hohe Auszeichnungen für drei Impulsgeber auf kultureller Ebene aus der Stadt Melle: Während des Landschaftstages 2022 des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. (LVO) sind jetzt im Kloster Lage in Rieste das Künstlerpaar Gaby von Borstel und Peter Eickmeyer aus Neuenkirchen mit dem Kunstpreis sowie Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt mit der Auszeichnung des LVO geehrt worden.

Freuen sich an historischer Stätte über den gelungenen Landschaftstag und die damit verbundenen Ehrungen: (von links) Bodo Zehm, Uwe Plaß, Peter Eickmeyer, Gaby von Borstel, Wolfgang Beckermann, Fritz-Gerd Mittelstädt und Jürgen Krämer. Foto: Christian Budde

Der Vorsitzende des Landschaftsverbandes, Wolfgang Beckermann, freute sich, im Namen von LVO-Präsidentin Katharina Pötter und Vizepräsidentin Anna Kebschull, rund 100 geladene Gäste im Innenhof des Klosters zu dieser stilvollen Veranstaltung willkommen heißen zu dürfen.

Dem Künstler-Duo von Borstel/Eickmeyer wurde die Auszeichnung für sein Wirken in einem bislang wenig bekannten Genre, der Graphic Novel, verliehen. Diese außergewöhnliche literarische Gattung repräsentieren die beiden Kreativen weit über die Region und sogar über Deutschland hinaus. Das belegen sowohl ihre Arbeiten zu literarischen Texten wie beispielsweise Erich Remarques „Im Westen nichts Neues“ und zum Staatsmann und Aufklärer Justus Möser. Peter Eickmeyer und Gaby von Borstel haben damit künstlerisch-literarische Projekte von hoher Qualität geschaffen, mit denen sie zugleich eine anregende Form der Vermittlung erreichen. Mit dem Erreichen will sich das Ehepaar allerdings nicht zufrieden geben: Zurzeit arbeitet es an Büchern zu Grimmelshausens „Simplicius Simplicissimus“ und über einen der bedeutendsten deutschen Dichter, Heinrich Heine.

Mit seiner Auszeichnung würdigte der Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V. Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt für sein jahrzehntelanges hohes Engagement für die Regionalkultur des Grönegaues, insbesondere durch die Herausgabe des Meller Jahrbuchs. Denn seit nunmehr 40 Jahren gibt der Geograph den Sammelband „Der Grönegau“ heraus. Was dabei besonders beeindruckt: Die Stadt Melle ist damit die einzige Kommune im Landkreis Osnabrück, die mit einem eigenen Jahrbuch punktet – getragen von ehrenamtlich tätigen Autorinnen und Autoren, die die Publikation zu ihrer ganz persönlichen Sache gemacht haben.

Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Feierstunde zählten unter anderem die Bundestagsabgeordnete Filiz Polat, der stellvertretende Landrat des Landkreises Osnabrück, Werner Lager, der frühere Osnabrücker Landrat Manfred Hugo, der ehemalige Oberbürgermeister und heutige Ehrenbürger der Stadt Osnabrück, Hans-Jürgen Fip, die Bürgermeisterin der Stadt Melle, Jutta Dettmann, und die Meller Kreistagsabgeordnete Christina Tiemann.

In den Reigen der geladenen Gäste reihten sich darüber hinaus Uwe Plaß und Bodo Zehm vom Vorstand des Heimatvereins Melle e. V. sowie Jürgen Krämer als Vorstandsmitglied des Heimatbundes Osnabrücker Land e.V. ein, die als Autoren des Meller Jahrbuchs die Ehrung von Fritz-Gerd Mittelstädt angestoßen und damit ihr ganz persönliches Zeichen enger Verbundenheit mit dem Herausgeber gesetzt hatten.

Dem offiziellen Teil schlossen sich eine Begegnung im Restaurant „Zur alten Küsterei“ und eine Führung durch die Klosterkirche an, geleitet vom Direktor des Diözesanmuseums Osnabrück, Dr. Hermann Queckenstedt.

Den Blick schärfen für Schönheit und Außergewöhnlichkeit im Detail“

Buch „Zwischen Tradition und Moderne – Markante Bauernhöfe im Osnabrücker Land“ offiziell vorgestellt – Auch Objekte aus der Stadt Melle werden in Wort und Bild beschrieben

MELLE/OSNABRÜCKER LAND. „Zwischen Tradition und Moderne – Markante Bauernhöfe im Osnabrücker Land“ lautet der Titel eines Buches, das der Heimatbund Osnabrücker Land e.V. (HBOL) und der Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. (KHBB) herausgegeben haben. Die offizielle Präsentation der Publikation mit fundierten Texten von Jürgen-Eberhard Niewedde und ausdrucksstarken Fotos von Hermann Pentermann erfolgte jetzt im Mühlenkotten auf der Mühleninsel in Venne im Kreis von rund 80 geladenen Gästen.

Dieser neue Band nimmt die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch die parkähnliche Landschaft des Osnabrücker Landes. Teils abgeschirmt durch Bäume und Hecken, teils weithin sichtbar, verbergen sich hier architektonische Schätze, die noch nie zuvor zusammenhängend betrachtet wurden. Es handelt sich hierbei um markante Hofanlagen der Zeit zwischen 1750 und 1950, die aufgrund ihrer bemerkenswerten Bauausführungen besondere Beispiele für das Bauen auf dem Lande sind. Ungewöhnliche Baustile, -arten, -gestaltungen, -ideen und -materialien zeichnen diese bisher kaum beschriebenen Anlagen aus.

Die neue Publikation ist eher als Bildband denn als architekturtheoretische Ausarbeitung konzipiert. Daher wurden in den Texten Fachbegriffe auf ein Minimum beschränkt, dargelegt in einem Glossar. Die Beschreibungen der Architektur dienen hier mehr der Erfassung des Großen und Ganzen und Besonderen als etwa der Einzeldetails. Ziel dieses Buches ist es, das Augenmerk der Leserinnen und Leser auf die so unterschiedlichen Besonderheiten der Höfe im Osnabrücker Land zu richten und den Blick zu schärfen für Schönheit und Außergewöhnlichkeit im Detail, die oftmals zu schnell übersehen werden. Denn: „Man sieht nur, was man weiß“, wusste schon Johann Wolfgang von Goethe

Buchvorstellung auf der Mühleninsel in Venne mit (von links) dem KHBB-Vorsitzenden Franz Buitmann, dem stellvertretenden Landrat Michael Lührmann, Fotograf Hermann Pentermann, Autor Jürgen-Eberhard Niewedde, HBOL-Vorstandsmitglied Jürgen Krämer – zugleich stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Melle e.V. – und dem Architekten Herbert Joachim Graf von Bothmer, der während der Präsentation den Festvortrag hielt. Foto: Peter Schatte

In der druckfrisch erschienen Publikation geht es um 48 ganz unterschiedliche Bauernhöfe, um 48 verschiedene Wege zwischen Konvention und Innovation sowie um 48 Architekturen zwischen Tradition und Moderne. Vorgestellt werden in Wort und Bild anderem um die Höfe Becker (heute Möhlenkamp) in Rieste, Bischof (heute Westhoff) in Eppendorf, Dütemeyer in Hankenberger, Eickhorst in Ebbendorf, Gerwesmann in Glandorf, Gröne in Pente, Grothaus in Haste, Hanfeld in Rulle, Hasemann in Achmer, Holtgreve (heute Bröcker) in Sehlingdorf, Israel (heute Westrup) in Linne, Kasting (heute Hindersmann) in Nemden, Meyer zu Heringdorf in Neuenkirchen (Melle), Kottmann in Kettenkamp, Lührmann in Ohrbeck, Meyer zu Barkhausen (heute Meyer-Bahr) in Bad Essen-Barkhausen, Meyer zu Belm in Belm, Meyer zu Broxten in Broxten, Meyer zu Dahausen (heute Heitz) in Dissen, Meyer zu Essen in Bad Essen, Meyer zu Heringdorf in Melle-Neuenkirchen, Meyer zu Mahlbergen (heute Eickenscheidt) in Malbergen, Meyer zu Mecklendorf in Sudenfeld, Meyer zu Menslage in Menslage, Meyer zu Starten in Westerholte, Mönstermann in Düstrup, Ostenfeld (heute Honerkamp) in Himbergen, Poggemeyer (heute Blumberg) in Buer, Reitemeyer (heute Hegerfeld) in Meyerhöfen, Schmidt in Tütingen, Tölkhaus in Broxten und Welling in Limbergen.

Das rund 130 Seiten umfassende Buch – die ISBN-Nummer lautet 978-3-00-072309-4 – ist in wertiger Aufmachung erschienen und ab sofort im Handel erhältlich. Es kostet 14,90 Euro.

Ein lebendiges Geschichtsbild geschaffen

Bodo Zehms neues Buch „Landschaft erzählt Geschichte – Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“ offiziell vorgestellt

BUER. Landschaft zum Sprechen zu bringen und sie aus dem Blickwinkel der Geschichtsforschung neu zu vermitteln – das gelingt Bodo Zehm mit seinem Buch „Landschaft erzählt Geschichte – Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“.

Die offizielle Vorstellung der Publikation erfolgte jetzt durch den Autor im Beisein der Herausgeber Jürgen Krämer und Uwe Plaß als Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle e.V. vor der malerischen Kulisse der historischen Hustädter Dorfglocke. Mit von der Partie war darüber hinaus der Grafiker Michael Bolmer, der das Werk ansprechend gestaltete. Anlass für die Herausgabe des Buches ist die 800-Jahr-Feier der Bauerschaft Hustädte, die anno 1222 als „Hustede“ erstmalig urkundlich erwähnt wurde.

Bodo Zehm weiß: „Dörfliche Gemeinschaften sind nicht nur zweckorientiert, sondern finden zusammen und entwickeln sich weiter, wenn sie eine gemeinsame Interessenlage und eine gemeinsame Geschichte haben. Im Idealfall bildet beides eine seit langem bestehende Einheit. Reicht die Geschichte dieser Verbindung weit über die bekannten historischen Daten hinaus, wird es meistens noch wohlgefälliger und interessanter – aber für die heutige Generation auch nebulöser, denn es stellt sich die Frage: Wo finden wir die Spuren dieser Geschichte, wenn es um mehr gehen soll als um das Lesen von historischen Dokumenten und um Erzählungen von früher?“

Ein kurzer, aufmerksamer Blick in die Landschaft bringt dazu Erstaunliches zutage. Der Autor zeigt aus Anlass des 800-jährigen Jubiläums der Bauerschaft Hustädte auf, wie es möglich ist, mit Hilfe der Spurensuche in der Landschaft, der Auswertung von historischen Dokumenten und den persönlichen Erinnerungen der Dorfbewohner zu einem lebendigen Geschichtsbild zu kommen, das vor allem den Alltag aus längst vergangenen Zeiten wieder sichtbar werden lässt. Auf diese Weise gelingt es, aus Hustädte, der kleinsten Ortschaft der Stadt Melle mit gerade einmal 119 Einwohnern, ein Dorf mit einer reichen Vergangenheit werden zu lassen – nicht zuletzt als Beispiel für das, was auch in anderen Dörfern im Wiehengebirge und weit darüber hinaus vorstellbar ist.

Die Themen, die im neuen Buch inhaltlich vertieft werden, sind unter anderem:

  • Grenzen in der Landschaft
  • Die Hustädter Else und die Bifurkation
  • Das Hustädter „Schnatsiek“ und das „Rattinghauser Heerlager“
  • Straßen, Brücken und vergessene Wege
  • Die Burg im Borghagen und die Suche nach dem Anfang
  • Landwirtschaft macht Geschichte
  • Bäume erzählen Geschichte
  • Das Dorf plant und baut

Bodo Zehm gelingt es mit dem vorliegenden Werk, einen interessanten inhaltlichen Spannungsbogen aufzubauen, der nicht nur für Leserinnen und Leser aus Hustädte interessant sein dürfte.

Der Autor – geboren in Engter – wohnt seit 1979 in seiner Wahlheimat Hustädte. Er war in der Zeit von 2003 bis 2017 als Leiter der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück tätig. Bodo Zehm hat sich in der Vergangenheit in zahlreichen Beiträgen und Publikationen mit der Archäologie und Geschichte der Kulturlandschaft des Osnabrücker Landes und des Grönegaus befasst. Nun legt er mit dem Buch über Hustädte sein aktuelles Werk vor.

Der im Oldenburger Isensee Verlag erschienene Band „Landschaft erzählt Geschichte – Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“ beeindruckt nicht nur durch seinen Inhalt, sondern auch durch seine aufwändige Aufmachung mit Vierfarbdruck, Festeinband und Fadenheftung. Die Publikation besitzt einen Umfang von 196 Seiten, ist reich illustriert und zum Preis von 19,50 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich (ISBN 978-3-7308-1917-3).

Buchvorstellung vor der Hustädter Dorfglocke mit (von links) Herausgeber Uwe Plaß, Grafiker Michael Bolmer, Autor Bodo Zehm und Herausgeber Jürgen Krämer. Foto: Hermann Pentermann

Buch über Hustädte in Oldenburg gedruckt

Autor, Grafik-Designer und Herausgeber nahmen auf Einladung des Verlegers am Andruck der neuen Publikation teil

MELLE/OLDENBURG. Pünktlich zum großen Jubiläum der Bauerschaft, das am 18. Juni 2022 in offiziellem Rahmen begangen werden soll, wird es erscheinen – das Buch „Landschaft erzählt Geschichte: Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“.

Bestens gelaunt beim Andrucktermin in Oldenburg: (von links) Herausgeber Uwe Plaß, Autor Bodo Zehm, Grafik-Designer Michael Bolmer, Verleger Florian Isensee und Herausgeber Jürgen Krämer. Foto: Isensee Verlag / Miriam Duwe

Auf Einladung von Verleger Florian Isensee wohnten jetzt Autor Bodo Zehm und Grafik-Designer Michael Bolmer sowie die Herausgeber Jürgen Krämer und Uwe Plaß vom Vorstand des Heimatvereins Melle e.V. im renommierten Druck- und Verlagshaus Isensee in Oldenburg dem Andruck der nahezu 200 Seiten umfassenden Publikation bei.

In diesem neuen Buch, das in ehrenamtlicher Arbeit entstand, werden drei maßgebliche Elemente der Geschichtsforschung zusammengeführt: Aus dem Blick in die Landschaft, der Auswertung von historischen Dokumenten und Karten und den persönlichen Erfahrungen der Einwohner gelingt Bodo Zehm ein anschauliches Gesamtbild mit hohem Zeugniswert. Die Publikation informiert nicht nur über die Geschichte Hustädtes, sie soll zugleich eine Anregung für alle Interessierten sein, die sich auch in anderen Regionen rund um Melle auf die Suche nach Spuren aus der Vergangenheit begeben möchten.

Das Buch, das unter dem Dach des Heimatvereins Melle e.V. im Isensee Verlag erscheint, bietet eine hochwertige Ausstattung mit Festeinband, Fadenheftung und Vierfarbdruck. Es besitzt einen Umfang von 196 Seiten und enthält zahlreiche Abbildungen, darunter großformatige Landschaftsfotos, Ausschnitte aus historischen Karten und Geländemodellen und vieles mehr.

Die Publikation „Landschaft erzählt Geschichte: Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“ ist ab Mitte Juni 2022 zu einem Verkaufspreis in Höhe von 19.50 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich (ISBN 978-3-7308-1917-3).

Bei Bestellungen über den Heimatverein Melle e.V. (per E-Mail an info@heimatverein-melle.de) gilt bis zum 18. Juni 2022 ein ermäßigter Vorverkaufspreis in Höhe von 15 Euro (zuzüglich 2,50 Euro Versandkosten).

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Frühjahrsputz im Grönegau-Museum

Mitglieder des Heimatvereins Melle bereiteten Gebäudeensemble für den Saisonauftakt am 7. und 8. Mai 2022 vor

MELLE. Fünf Dinge braucht der Mann, um einen Frühjahrsputz gelingen zu lassen: Besen, Handfeger, Kehrblech, Staubtuch und einen Hochleistungsstaubsauger nahmen an diesem Wochenende Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Udo Oberschmidt, Günther Plaß, Uwe Plaß und Werner Pottebaum vom Heimatverein Melle zur Hand, um die Innenräume des Grönegau-Museums im Grönenbergpark in Melle-Mitte zum bevorstehenden Saisonauftakt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen.

Gemeinsamer Arbeitseinsatz: Zum Frühjahrsputz im Grönegau-Museum trafen sich jetzt (von links) Uwe Plaß, Christian Hoffmeister, Udo Oberschmidt, Günther Plaß, Werner Pottebaum, Franz Hippe und Jürgen Krämer. Foto: Gabriele Niehaus

Am Ende der Aktion stand ein im besten Wortsinn ein besenreines Gebäudeensemble, das am Wochenende, 7. und 8. Mai, nach den dunklen Wintermonaten erstmalig wieder seine Tore öffnet. Die vier Ausstellungsgebäude, bestehend aus Speicher, Kotten, Backhaus und Remise, stammen aus den Jahren 1572, 1655, 1771 und 1997 und stellen Anziehungspunkte im weitläufigen Park dar, der zudem Teiche, ein Damwild-Gehege, eine Minigolfanlage und einen Kinderspielplatz umfasst.

Das Hauptziel des Grönegau-Museums besteht in der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle – insbesondere im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition. Entsprechend vielfältig fallen die Exponate aus, die in den Häusern ansprechend präsentiert werden.

Das erste Museumsgebäude, der Kornspeicher, konnte am 13. September 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei diesem Fachwerkhaus handelt es sich um einen mehrstöckigen Speicher mit reichgeschnitzten Knaggen und Inschriftbalken aus dem Jahre 1771. Dieses Gebäude stand früher auf dem Hofe des Bauern Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In drei Etagen des Speichers sind aus den Gemeinden des Altkreises Melle stammende alte, schöne bäuerliche, bürgerliche und handwerkliche Gegenstände, Zinn, Porzellan, Glas, Möbel, wertvolles Material der Vorgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte, Urkunden, Bilder etc. ausgestellt.

Im Jahre 1979 stellte der Landkreis Osnabrück dem Heimatverein ein weiteres Gebäude, den sogenannt „Kotten“, für Museumszwecke zur Verfügung. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1655 und stand früher auf dem Hofe des Bauern Fritz Hoffmeister in Neuenkirchen und hatte dort lange Zeit als Heuerlingshaus gedient. Am 16. Mai 1979 konnte auch dieses Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kotten beinhaltet insbesondere alte Geräte, bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, die durch Fortschritt der Technik entbehrlich geworden waren. Im Erdgeschoss befinden sich eine komplett eingerichtete Schmiede sowie eine Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherwerkstatt. Ein besonderer Blickfang im Dielenraum ist die zur Flachsverarbeitung benötigte Bockemühle, während im Dachgeschoss die Flachsverarbeitung und Leinenherstellung dargestellt wird – beispielsweise unter Präsentation voll funktionstüchtiger Webstühle.

Das Backhaus, das ebenfalls zum Museumsensemble gehört, wurde bereits anno 1572 errichtet. Es befand sich ursprünglich im Kreis Gütersloh, ehe es im Jahre 1988 abgetragen und im Grönenbergpark wiedererrichtet wurde. Das Haus hat der Heimatverein zurzeit an die Goldschmiedin Birgit von Lindern verpachtet. Im wiederhergestellten Backofen können bei Bedarf Brot und Kuchen gebacken werden.

Im Jahre 1997 erhielt das Grönegau-Museum schließlich die Remise, die seinerzeit im Fachwerkstil neu gebaut wurde. In diesem Gebäude ist eine Tischlerwerkstatt untergebracht, die durch Geräte der forstlichen Waldarbeit ergänzt wird. Darüber hinaus sind dort einige Geräte der bäuerlichen Garten- und Hauswirtschaft zu sehen.

Das Grönegau-Museum ist in diesem Jahr vom zweiten Wochenende im Mai bis Mitte Oktober samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – und zwar bei freiem Eintritt. Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder hier erhältlich

An der Bifurkation steht jetzt ein „Wasserwerk des Waldes“

Heimatverein Melle e.V. pflanzte die Rotbuche als „Baum des Jahres 2022“

70 Jahre „Tag des Baumes“ – dieses Jubiläum nahm der Heimatverein Melle jetzt zum Anlass, auf dem Bifurkationsgelände in Gesmold den „Baum des Jahres 2022“ – eine Rotbuche – zu pflanzen. Musikalisch umrahmt wurde die Aktion, die bei herrlichstem Frühlingswetter im Kreis von rund 50 Interessierten stattfand, von der Jagdhornbläsergruppe Grönegau.

„Es handelt sich bei dieser Rotbuche um den 34. Baum, der auf diesem Areal in die Erde gesetzt wird“, erklärte die Vorsitzende des Kreisverbandes Osnabrück der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW), Regine Herchen, die zu diesem Anlass unter anderem die Baumpaten Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Günther Plaß und Bodo Zehm, den Bundestagsabgeordneten Dr. André Berghegger, Bürgermeisterin Jutta Dettmann, Ortsbürgermeister Michael Weßler und die Geschäftsführerin des SDW-Landesverbandes Niedersachsen, Maren Szymiczek, willkommen hieß. Mit dem „Tag des Baumes“, so die Rednerin weiter, solle „den Menschen der unersetzliche Wert der Bäume für eine intakte Natur bewusst gemacht werden“.

In einen ausführlichen Vortrag ging die Vorsitzende auf die Rotbuche ein, die im Gegensatz zur Blutbuche keine roten, sondern grüne Blätter trägt, als die häufigste Laubbaumart in Deutschland gilt und in der Regel nicht älter als 350 Jahre wird. „Auf die zunehmende Klimaerwärmung reagiert die Buche, deren Anteil in Deutschlands Wäldern etwa 16 Prozent beträgt, mit einer Reduktion der Blattdichte, um die Gefahr eines zu hohen Wasserverlustes durch Verdunstung zu reduzieren“, erläuterte die Vorsitzende. Waldflächen, von denen sich die Fichte jetzt absehbar zurückziehe, seien für die Buche gut geeignet, die als „Wasserwerk des Waldes“ gelte. Denn: „Während in ganzjährig grünen Nadelgehölzen ein erheblicher Teil des Jahresniederschlags in den Nadeln hängen bleibt und dort wieder verdunstet, fließt bei der im Winter kahlen Buche ein Großteil des Niederschlags am glatten Stamm hinunter direkt in den Waldboden““, berichtete Regine Herchen. Werde sie einmal gefällt, so sei die Buche vielseitig einsetzbar. So finde ihr hartes Holz unter anderem Verwendung für den Bau von Massivholzmöbeln, für Fußböden und für Spielzeug.

Nachdem Regine Herchen, Jutta Dettmann, Maren Szymiczek, Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Günther Plaß und Bodo Zehm die Buche gepflanzt hatten, fand an der Grillhüte unweit der Bifurkation auf Einladung des Heimatvereins Gesmold ein geselliges Beisammensein, in dessen Verlauf sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Würstchen vom Grill und kühle Getränke gut munden ließen.

An der Bifurkation steht jetzt ein „Wasserwerk des Waldes“
Sie pflanzten auf dem Bifurkationsgelände den „Baum des Jahres 2022“: (von links) Maren Szymiczek, Franz Hippe, Regine Herchen, Jutta Dettmann, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Bodo Zehm und Günther Plaß. Foto: Gabriele Niehaus

Großformatige Schmucktafel mit allen Titeln des Meller Jahrbuchs für die Stadtbibliothek

Übergabe erfolgte durch den Verein OsnabrückerLandKultur e.V. an die Bibliotheksleitung

Als kürzlich der 40. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ erschien, hatten Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß vom Vorstand des Heimatvereins Melle e.V. eine pfiffige Idee. Sie ließen ein Schmuckblatt gestalten, auf dem nicht nur die Titelseiten aller 40 bisher veröffentlichten Publikationen, sondern auch die Titelansichten der fünf bislang erschienenen Sonderbände zu sehen sind. Hinzu kommt die bereits vorliegende Titelseite des sechsten Sonderbandes, der in diesem Sommer zum 50-jährigen Bestehen der heutigen Flächenstadt Melle nach der kommunalen Gebiets- und Verwaltungsreform in Niedersachsen von 1972 erscheinen wird.

Anna-Margaretha Stascheit, Erdmute Wobker und Jürgen Krämer, ihres Zeichens Vorstandsmitglieder des Vereins OsnabrückerLandKultur e.V., entwickelten diese Idee weiter. Sie ließen eine 1,4 mal 2 Meter große Schmucktafel produzieren, die künftig im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Melle zu sehen sein wird.

Übergabe der großformatigen Jahrbuch-Tafel mit (von links) Erdmute Wobker, Fritz-Gerd Mittelstädt, Jürgen Krämer, Uwe Plaß und Ulrike Koop. Foto: Gabriele Niehaus

Die offizielle Übergabe des großformatigen „Hinguckers“ an Bibliotheksleiterin Dr. Ulrike Koop nahmen jetzt der Vorstandsvorsitzende des Kulturvereins, Jürgen Krämer, und Schatzmeisterin Erdmute Wobker im Beisein des Jahrbuch-Herausgebers Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt und des Heimatvereinsvorsitzenden Uwe Plaß vor.

„Wir freuen uns, dass der Verein OsnabrückerLandKultur seit dem vergangenen Jahr zu den Freunden der Stadtbibliothek Melle zählt und auch mit diesem Geschenk seine enge Verbundenheit mit unserem Haus zum Ausdruck bringt“, erklärte Ulrike Koop. Sie ist sich sicher, dass die große Tafel künftig die interessierten Blicke viele Bibliotheksbesucher auf sich lenken wird.

Das Grönegau-Museum bequem von zu Hause aus besuchen

Heimatverein Melle e.V. präsentiert virtuellen Rundgang durch die wichtigsten Ausstellungsräume des Kottens und des Speichers

Das Grönegau-Museum in Melle-Mitte ganz bequem von zu Hause aus besuchen – diese  Möglichkeit bietet ab sofort ein virtueller Rundgang, den Christian Budde im Auftrag des  Heimatvereins Melle e.V. realisierte. Unter dem Link https://heimatverein-melle.de/virtuellerrundgang-im-gronegau-museum macht dieses innovative Angebot die wichtigsten  Ausstellungsräume des Kottens und des Speichers einer breiten Öffentlichkeit zugänglich –  mit einem kurzen Abstecher in das Backhaus inklusive, in dem sich seit etlichen Jahren die  „Traumschmiede“ befindet.

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, die Digitalisierung in allen  Lebensfeldern voranzutreiben. Im Museumsbereich gibt es noch viel Potential, wie unser neues  Angebot beispielhaft zeigt. Der virtuelle Rundgang ist eine gute und barrierearme Ergänzung des  Präsenzangebots vor Ort, denn er öffnet das Museum für alle Bürgerinnen und Bürger“, erklären  die Vorstandsmitglieder Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß, die das Vorhaben initiierten  und mit Christan Budde von der Budde 3D+Filmproduktion mit Sitz in Lohne einen kompetenten  Partner fanden.

Virtual Reality lautet das Zauberwort, mit dem der virtuelle Rundgang überschrieben ist“, erläutert Budde. Sie stehe für ein innovatives Erlebnis, das ungewohnte Nähe und maximale  Empathie erzeuge. Rund zwei Stunden lang fing der Profi mit seiner hochmodernen 360-Grad-Kamera Impressionen aus den Museumsgebäuden ein. Und war dabei herauskam, das kann sich im besten Wortsinn „sehen lassen“.


Mit einer Kamera, die sechs hochauflösende Objektive besitzt, erfasst Christian Budde auf dem Dachboden des Kottens ein 360-Grad-Panoramabild. Foto: Foto: Jürgen Krämer

Zur Verfahrensweise erklärt Christian Budde: „Mit sechs hochauflösenden Objektiven in einer  Kamera wird ein 360-Grad-Panoramabild erfasst – und diese sechs Einzelbilder werden in der  Nachbearbeitung zu einem Bild zusammengefügt.“ Das fertige Bild, so der Profi weiter, könne  dann am Computer, auf dem Handy oder auch mit der VR-Brille betrachtet werden.

„Besonders bei der Betrachtung mit der VR-Brille kann der Zuschauer immer wieder in die  Vergangenheit reisen. Somit ist diese Darstellung hervorragend als digitales Archiv geeignet“,  sagte Cristian Budde abschließend.

Da das Ensemble des Grönegau-Museums im Grönenbergpark befindet, bot es sich geradezu an, auch diverse Außenaufnahmen anzufertigen. Als besonders spektakulär erweisen sich dabei  Einspielungen aus der Luft, die Christian Budde bereits im Jahre 2019 unter Einsatz einer Video-Drohne aufnahm.

So freuen sich Heinz Garlich, Jürgen Krämer und Uwe Plaß darüber, dass mit dem neuen Projekt  nicht nur eine zukunftsgewandte Imagewerbung für das Grönegau-Museum betrieben wird: „Die  Betrachterinnen und Betrachter gewinnen zudem einen Eindruck davon, wie schön und attraktiv  sich der Grönenbergpark von höherer Warte aus präsentiert – dank wunderbarer Luftbilder, die  Christian Budde mit einer Drohne aufnahm.“

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