in der Stadt Melle

Schlagwort: Grönegau Museum

Frühjahrsputz bei sommerlichen Temperaturen

Heimatverein Melle bereitetet Grönegau-Museum für den Saisonauftakt am 4. und 5. Mai 2024 vor

Beim Frühjahrsputz in Aktion: (von links) Jürgen Krämer, Werner Pottebaum, Uwe Plaß, Stefan Muhle, Günther Plaß und Franz Hippe. Foto: Niels Wagner

MELLE. Sommerliche Temperaturen beim Frühjahrsputz im Grönegau-Museum in Melle-Mitte: Als sich jetzt Aufsichtskräfte und Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle trafen, um das aus vier Fachwerkgebäuden bestehende Museumsensembles zum bevorstehenden Saisonauftakt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, zeigte das Thermometer bemerkenswerte 25 Grad Celsius an. Eine Temperatur, die es in der Vergangenheit bei vergleichbaren Terminen bislang noch nicht gegeben hat. Am Ende der mehrstündigen Aktion freuten sich die ehrenamtlichen Helfer Franz Hippe, Jürgen Krämer, Stefan Muhle, Uwe Plaß, Günther Plaß und Werner Pottebaum über ein besenreines Grönegau-Museum, das am Wochenende, 4. und 5. Mai 2024, nach den dunklen Herbst- und Wintermonaten erstmalig wieder seine Tore öffnen wird.

 

Die vier Ausstellungsgebäude, bestehend aus Speicher, Kotten, Backhaus und Remise, stammen aus den Jahren 1572, 1655, 1771 und 1997. Sie stellen Anziehungspunkte im weitläufigen Grönenbergpark dar, der zudem Teiche, ein Damwild-Gehege, eine Minigolfanlage und einen Kinderspielplatz umfasst. Das Hauptziel des Grönegau-Museums besteht in der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle – insbesondere im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition. Entsprechend vielfältig fallen die Exponate aus, die in den Häusern ansprechend präsentiert werden.

 

Das erste Museumsgebäude, der Kornspeicher, konnte am 13. September 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei diesem Fachwerkhaus handelt es sich um einen mehrstöckigen Speicher mit reichgeschnitzten Knaggen und Inschriftbalken aus dem Jahre 1771. Dieses Gebäude stand früher auf dem Hofe des Bauern Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In drei Etagen des Speichers sind aus den Gemeinden des Altkreises Melle stammende alte, schöne bäuerliche, bürgerliche und handwerkliche Gegenstände, Zinn, Porzellan, Glas, Möbel, wertvolles Material der Vorgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte, Urkunden, Bilder etc. ausgestellt.

 

Im Jahre 1979 stellte der Landkreis Osnabrück dem Heimatverein ein weiteres Gebäude, den sogenannt „Kotten“, für Museumszwecke zur Verfügung. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1655 und stand früher auf dem Hofe des Bauern Fritz Hoffmeister in Neuenkirchen und hatte dort lange Zeit als Heuerlingshaus gedient. Am 16. Mai 1979 konnte auch dieses Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kotten beinhaltet insbesondere alte Geräte, bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, die durch Fortschritt der Technik entbehrlich geworden waren. Im Erdgeschoss befinden sich eine komplett eingerichtete Schmiede sowie eine Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherwerkstatt. Ein besonderer Blickfang im Dielenraum ist die zur Flachsverarbeitung benötigte Bockemühle, während im Dachgeschoss die Flachsverarbeitung und Leinenherstellung dargestellt wird – beispielsweise unter Präsentation voll funktionstüchtiger Webstühle.

 

Das Backhaus, das ebenfalls zum Museumsensemble gehört, wurde bereits anno 1572 errichtet. Es befand sich ursprünglich im Kreis Gütersloh, ehe es im Jahre 1988 abgetragen und im Grönenbergpark wiedererrichtet wurde. Das Haus hat der Heimatverein zurzeit an die Goldschmiedin Birgit von Lindern verpachtet. Im wiederhergestellten Backofen können bei Bedarf Brot und Kuchen gebacken werden.

 

Im Jahre 1997 erhielt das Grönegau-Museum schließlich die Remise, die seinerzeit im Fachwerkstil neu gebaut wurde. In diesem Gebäude ist eine Tischlerwerkstatt untergebracht, die durch Geräte der forstlichen Waldarbeit ergänzt wird. Darüber hinaus sind dort einige Geräte der bäuerlichen Garten- und Hauswirtschaft zu sehen.

 

Das Grönegau-Museum ist in diesem Jahr vom ersten Wochenende im Mai bis Mitte Oktober samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – und zwar bei freiem Eintritt. Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

 

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter https://heimatverein-melle.de erhältlich.

 

Grönegau-Museum öffnet nach dem traditionellen Frühjahrsputz wieder seine Tore

Saisonauftakt am 6. und 7. Mai 2023 – Gebäudeensemble lädt zu interessanter Entdeckungsreise ein

MELLE. Herbstliche Temperaturen beim Frühjahrsputz im Grönegau-Museum im Grönenbergpark in Melle-Mitte: Eine Woche vor dem offiziellen Saisonauftakt haben Heike Dahech, Sigrid Fischer-Eistert, Heinz Garlich, Franz Hippe, Jürgen Krämer, Udo Oberschmidt, Uwe Plaß, Werner Pottebaum, Uschi Selchow und Bodo Zehm vom Heimatverein Melle das vier Fachwerkhäuser umfassende Gebäudeensemble auf Vordermann gebracht und auf diese Weise dafür gesorgt, dass die Ausstellungsgebäude nach dem langen Winter pünktlich am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Mai 2023, jeweils um 1530 Uhr wieder seine Tore für den Publikumsverkehr öffnen können.

Staub, Spinnengewebe, Wollmäuse & Co. hatten während des Arbeitseinsatzes keine Chance. Denn die Heimatfreundinnen und Heimatfreunde legten sich kräftig ins Zeug, um sowohl den Innenräumen der markanten Fachwerkgebäude als auch den Außenbereichen unter Einsatz von Besen, Handfegern, Kehrblechen und einem Hochleistungsstaubsauger neuen Glanz zu verleihen.

Legten sich beim Frühjahrsputz mächtig ins Zeug: (von links) Sigrid Fischer-Eistert, Uschi Selchow, Heike Dahech, Franz Hippe, Bodo Zehm, Jürgen Krämer, Werner Pottebaum, Uwe Plaß, Heinz Garlich und Udo Oberschmidt. Foto: Hermann Pentermann

Das Grönegau-Museum, bestehend aus Speicher, Kotten, Backhaus und Remise, stammen aus den Jahren 1572, 1655, 1771 und 1997 und stellen Anziehungspunkte im weitläufigen Grönenbergpark dar, der zudem Teiche, ein Damwild-Gehege, eine Minigolfanlage und einen Kinderspielplatz umfasst.

Das Hauptziel des Grönegau-Museums besteht in der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle – insbesondere im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition. Aus diesem Grunde reicht die Bandbreite der ausgestellten Objekte von Alltagsgegenständen wie Kleidung, Geschirr und Möbeln bis hin zu Maschinen zur Flachsverarbeitung, einer komplett ausgestatteten Schmiede und einer Tischlerwerkstatt mit Holzbearbeitungsgeräten aus dem Forst.

Das erste Museumsgebäude, der Kornspeicher, konnte am 13. September 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei diesem Fachwerkhaus handelt es sich um einen mehrstöckigen Speicher mit reichgeschnitzten Knaggen und Inschriftbalken aus dem Jahre 1771. Dieses Gebäude stand früher auf dem Hofe des Bauern Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In drei Etagen des Speichers sind aus den Gemeinden des Altkreises Melle stammende alte, schöne bäuerliche, bürgerliche und handwerkliche Gegenstände, Zinn, Porzellan, Glas, Möbel, wertvolles Material der Vorgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte, Urkunden, Bilder etc. ausgestellt.

Im Jahre 1979 stellte der Landkreis Osnabrück dem Heimatverein ein weiteres Gebäude, den sogenannt „Kotten“, für Museumszwecke zur Verfügung. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1655 und stand früher auf dem Hofe des Bauern Fritz Hoffmeister in Neuenkirchen und hatte dort lange Zeit als Heuerlingshaus gedient. Am 16. Mai 1979 konnte auch dieses Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kotten beinhaltet insbesondere alte Geräte, bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, die durch Fortschritt der Technik entbehrlich geworden waren. Im Erdgeschoss befinden sich eine komplett eingerichtete Schmiede sowie eine Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherwerkstatt. Ein besonderer Blickfang im Dielenraum ist die zur Flachsverarbeitung benötigte Bockemühle, während im Dachgeschoss die Flachsverarbeitung und Leinenherstellung dargestellt wird – beispielsweise unter Präsentation voll funktionstüchtiger Webstühle.

Das Backhaus, das ebenfalls zum Museumsensemble gehört, wurde bereits anno 1572 errichtet. Es befand sich ursprünglich im Kreis Gütersloh, ehe es im Jahre 1988 abgetragen und im Grönenbergpark wiedererrichtet wurde. Das Haus hat der Heimatverein gegenwärtig verpachtet. Im wiederhergestellten Backofen können bei Bedarf jederzeit Brot und Kuchen gebacken werden.

Im Jahre 1997 erhielt das Grönegau-Museum schließlich die Remise, die seinerzeit im Fachwerkstil neu gebaut wurde. In diesem Gebäude ist eine Tischlerwerkstatt untergebracht, die durch Geräte der forstlichen Waldarbeit ergänzt wird. Darüber hinaus sind dort einige Geräte der bäuerlichen Garten- und Hauswirtschaft zu sehen.

Das Grönegau-Museum ist in diesem Jahr vom ersten Wochenende im Mai bis Mitte Oktober samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – und zwar bei freiem Eintritt. Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter Grönegau-Museum erhältlich.

Frischer Außenanstrich lässt Wagenremise des Grönegau-Museums in neuem Glanz erstrahlen

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle mit Rückschau, Neuwahlen und Ausblick

MELLE. Der Heimatverein Melle freut sich, dass die Wagenremise des Grönegau-Museums im Grönenbergpark in Melle-Mitte nach einem umfassenden Außenanstrich in neue Glanz erstrahlt. „Wir sind dem städtischen Gebäudemanagement zu großem Dank verpflichtet, dieses Projekt auf den Weg gebracht zu haben“, sagte Vorsitzender Uwe Plaß während der Jahreshauptversammlung, zu der sich rund 25 Mitglieder in der Alten Posthalterei an der Haferstraße in Melle-Mitte eingefunden hatten. Mit der Realisierung des Vorhabens sei der unmittelbare Zugang zu den vier Museumsgebäuden, der Landesturnschule und dem Heimathof optisch deutlich aufgewertet worden.

Sanierte Außenfassade – zufriedene Gesichter: Der Vorstand des Heimatvereins Melle mit (von links) Christian Hoffmeister, Manfred Stönner, Franz Hippe, Bodo Zehm, Uwe Plaß, Günther Plaß, Heinz Garlich, Stefan Muhle und Jürgen Krämer vor der frisch gestrichenen Wagenremise des Grönegau-Museums. Foto: Peter Schatte

„Wir haben in der von der Corona-Pandemie geprägten Zeit zahlreiche Projekte realisiert“, resümierte der Vorsitzende. Zu den Vorhaben, die Plaß in diesem Zusammenhang erwähnte, zählten unter anderem die Fortsetzung der inzwischen rund 60 Einzelbeiträge umfassenden Videoserie „Die Sagen des Grönegaus“ mit der Märchenerzählerin Christa Möller und die Umsetzung des virtuellen Rundgangs durch das Grönegau-Museum – zwei innovative Angebote, die auf der Homepage des Vereins aufgerufen können. Ferner führte der Verein in und im Umfeld der Diedrichsburg in den Meller Bergen die zentrale Veranstaltung der Stadt Melle zum „Tag des offenen Denkmals 2021“ durch und gab in Kooperation mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller den Bildkalender 2022 „Historische Ansichten aus Melle“ heraus. In Zusammenarbeit zwischen dem Verein OsnabrückerLandKultur und dem Heimatverein entstand anlässlich des Jubiläums „40 Jahre Meller Jahrbuch“ eine großformatige Informationstafel mit allen Titelseiten des Sammelbandes, die inzwischen im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Melle die Blicke der Besucher auf sich lenkt.

Weiterer Höhepunkt: Die Herausgabe des von Vorstandsmitglied Bodo Zehm verfassten Buches „Landschaft erzählt Geschichte – Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“. Nicht unerwähnt ließ der Vorsitzende zudem, dass unter der Federführung des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. in Kooperation mit der Familie von Bar, der Stadt Melle und dem Heimatverein auf Schloss Bruche die Kinderveranstaltung „Jennys Sonderbare Zeitreise“ stattfand, die Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“ war und bei den seinerzeit anwesenden Mädchen und Jungen ein lebhaftes Echo fand.

Dass der Heimatverein Melle über eine solide finanzielle Basis verfügt, ließ der Bericht von Schatzmeister Heinz Garlich erkennen. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Unter der Zwischenwahlleitung von Vereinsmitglied Matthias Pietsch wurde der Vorstand wie folgt gewählt: Vorsitzender: Uwe Plaß; 1. stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Krämer; 2. stellvertretender Vorsitzender: Christian Hoffmeister; Schatzmeister: Manfred Stönner als Nachfolger von Heinz Garlich; Beisitzer: Heinz Garlich; Beisitzer: Franz Hippe; Beisitzer: Stefan Muhle; Beisitzer: Udo Oberschmidt; Beisitzer: Günther Plaß; Beisitzer: Bodo Zehm; Vertreter des Landkreises Osnabrück im Vorstand: Burkhard Fromme; Vertreter der Stadt Melle im Vorstand: Jürgen Krämer.

Mit Worten des Dankes und der Anerkennung verabschiedete Uwe Plaß Vorstandsmitglied Lieselotte Bermpohl aus dem Leitungsgremium, der es leider nicht möglich war, der Versammlung beizuwohnen. Sie hatte dem Vorstand rund 15 Jahre lang angehört, einen deutlich längeren Zeitraum als Museumsaufsicht gewirkt und darüber hinaus den Verein finanziell unterstützt. Die „gute Seele“ des Grönegau-Museums soll in Kürze mit einem Präsent bedacht werden.

Was haben sich die Heimatfreunde für die nächste Zeit auf die Fahnen geschrieben? In Zusammenarbeit mit Hon.-Prof. Dr. Fritz Gerd Mittelstädt wird der Heimatverein mit seinen Vorstandsmitgliedern Uwe Plaß, Jürgen Krämer und Christian Hoffmeister den sechsten Sonderband des Meller Jahrbuchs zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 herausbringen. In Kooperation mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri zu Melle, der Stadt Melle richtet der Heimatverein die Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals 2022“ aus – verbunden mit einer Führung durch die St.-Petri-Kirche und einem kleinen Orgelkonzert. Des Weiteren steht die Herausgabe des Bildkalenders 2023 „Historische Ansichten aus Melle“ auf dem Programm – dieses Mal mit Luftbildaufnahmen, die allesamt im Jahre 1983 entstanden. Zudem ist die Herausgabe des von den IGS-Schülerinnen Finja Gieseking und Emely Panhorst entwickelte Würfelspiel „Meller Entdeckungsreise“ geplant, das schon bald auf den Markt gelangen soll.

Im Anschluss an die Regularien hielt Uwe Plaß einen Vortrag zum Thema „Meller Kriminalfälle“ – ein interessantes Referat, das von den Anwesenden mit dankbarem Beifall aufgenommen wurde.

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