in der Stadt Melle

Schlagwort: Jahreshauptversammlung

Frischer Außenanstrich lässt Wagenremise des Grönegau-Museums in neuem Glanz erstrahlen

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle mit Rückschau, Neuwahlen und Ausblick

MELLE. Der Heimatverein Melle freut sich, dass die Wagenremise des Grönegau-Museums im Grönenbergpark in Melle-Mitte nach einem umfassenden Außenanstrich in neue Glanz erstrahlt. „Wir sind dem städtischen Gebäudemanagement zu großem Dank verpflichtet, dieses Projekt auf den Weg gebracht zu haben“, sagte Vorsitzender Uwe Plaß während der Jahreshauptversammlung, zu der sich rund 25 Mitglieder in der Alten Posthalterei an der Haferstraße in Melle-Mitte eingefunden hatten. Mit der Realisierung des Vorhabens sei der unmittelbare Zugang zu den vier Museumsgebäuden, der Landesturnschule und dem Heimathof optisch deutlich aufgewertet worden.

Sanierte Außenfassade – zufriedene Gesichter: Der Vorstand des Heimatvereins Melle mit (von links) Christian Hoffmeister, Manfred Stönner, Franz Hippe, Bodo Zehm, Uwe Plaß, Günther Plaß, Heinz Garlich, Stefan Muhle und Jürgen Krämer vor der frisch gestrichenen Wagenremise des Grönegau-Museums. Foto: Peter Schatte

„Wir haben in der von der Corona-Pandemie geprägten Zeit zahlreiche Projekte realisiert“, resümierte der Vorsitzende. Zu den Vorhaben, die Plaß in diesem Zusammenhang erwähnte, zählten unter anderem die Fortsetzung der inzwischen rund 60 Einzelbeiträge umfassenden Videoserie „Die Sagen des Grönegaus“ mit der Märchenerzählerin Christa Möller und die Umsetzung des virtuellen Rundgangs durch das Grönegau-Museum – zwei innovative Angebote, die auf der Homepage des Vereins aufgerufen können. Ferner führte der Verein in und im Umfeld der Diedrichsburg in den Meller Bergen die zentrale Veranstaltung der Stadt Melle zum „Tag des offenen Denkmals 2021“ durch und gab in Kooperation mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller den Bildkalender 2022 „Historische Ansichten aus Melle“ heraus. In Zusammenarbeit zwischen dem Verein OsnabrückerLandKultur und dem Heimatverein entstand anlässlich des Jubiläums „40 Jahre Meller Jahrbuch“ eine großformatige Informationstafel mit allen Titelseiten des Sammelbandes, die inzwischen im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Melle die Blicke der Besucher auf sich lenkt.

Weiterer Höhepunkt: Die Herausgabe des von Vorstandsmitglied Bodo Zehm verfassten Buches „Landschaft erzählt Geschichte – Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“. Nicht unerwähnt ließ der Vorsitzende zudem, dass unter der Federführung des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. in Kooperation mit der Familie von Bar, der Stadt Melle und dem Heimatverein auf Schloss Bruche die Kinderveranstaltung „Jennys Sonderbare Zeitreise“ stattfand, die Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“ war und bei den seinerzeit anwesenden Mädchen und Jungen ein lebhaftes Echo fand.

Dass der Heimatverein Melle über eine solide finanzielle Basis verfügt, ließ der Bericht von Schatzmeister Heinz Garlich erkennen. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Unter der Zwischenwahlleitung von Vereinsmitglied Matthias Pietsch wurde der Vorstand wie folgt gewählt: Vorsitzender: Uwe Plaß; 1. stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Krämer; 2. stellvertretender Vorsitzender: Christian Hoffmeister; Schatzmeister: Manfred Stönner als Nachfolger von Heinz Garlich; Beisitzer: Heinz Garlich; Beisitzer: Franz Hippe; Beisitzer: Stefan Muhle; Beisitzer: Udo Oberschmidt; Beisitzer: Günther Plaß; Beisitzer: Bodo Zehm; Vertreter des Landkreises Osnabrück im Vorstand: Burkhard Fromme; Vertreter der Stadt Melle im Vorstand: Jürgen Krämer.

Mit Worten des Dankes und der Anerkennung verabschiedete Uwe Plaß Vorstandsmitglied Lieselotte Bermpohl aus dem Leitungsgremium, der es leider nicht möglich war, der Versammlung beizuwohnen. Sie hatte dem Vorstand rund 15 Jahre lang angehört, einen deutlich längeren Zeitraum als Museumsaufsicht gewirkt und darüber hinaus den Verein finanziell unterstützt. Die „gute Seele“ des Grönegau-Museums soll in Kürze mit einem Präsent bedacht werden.

Was haben sich die Heimatfreunde für die nächste Zeit auf die Fahnen geschrieben? In Zusammenarbeit mit Hon.-Prof. Dr. Fritz Gerd Mittelstädt wird der Heimatverein mit seinen Vorstandsmitgliedern Uwe Plaß, Jürgen Krämer und Christian Hoffmeister den sechsten Sonderband des Meller Jahrbuchs zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 herausbringen. In Kooperation mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri zu Melle, der Stadt Melle richtet der Heimatverein die Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals 2022“ aus – verbunden mit einer Führung durch die St.-Petri-Kirche und einem kleinen Orgelkonzert. Des Weiteren steht die Herausgabe des Bildkalenders 2023 „Historische Ansichten aus Melle“ auf dem Programm – dieses Mal mit Luftbildaufnahmen, die allesamt im Jahre 1983 entstanden. Zudem ist die Herausgabe des von den IGS-Schülerinnen Finja Gieseking und Emely Panhorst entwickelte Würfelspiel „Meller Entdeckungsreise“ geplant, das schon bald auf den Markt gelangen soll.

Im Anschluss an die Regularien hielt Uwe Plaß einen Vortrag zum Thema „Meller Kriminalfälle“ – ein interessantes Referat, das von den Anwesenden mit dankbarem Beifall aufgenommen wurde.

Ehemaliger Archäologe für die Stadt und den Landkreis Osnabrück neu im Vorstand

Heimatverein Melle wählt Bodo Zehm einstimmig in das Leitungsgremium


Nach der Wahl im Theater Melle: (von links) der neue Beisitzer Bodo Zehm, der 2. stellvertretende Vorsitzende Christian Hoffmeister, Vorsitzender Uwe Plaß, der 1. stellvertretende Vorsitzende Jürgen Krämer und Schriftführer Günther Plaß. Foto: Peter Schatte

Die Corona-Krise hat dazu geführt, dass der Heimatverein weder im März 2020 noch im Frühjahr dieses Jahres seine traditionelle Mitgliederversammlung veranstalten konnte. Jetzt wurde die Zusammenkunft unter den geltenden Hygieneauflagen nachgeholt – allerdings nicht in der Alten Posthalterei als bewährtem Veranstaltungsort, sondern im Theater Melle.

„Die Pandemie hat unser Vereinsleben mehr als eineinhalb Jahre stark eingeschränkt“, erklärte der Vorsitzende Uwe Plaß zum Auftakt der Zusammenkunft, zu der sich lediglich 17 Interessierte eingefunden hatten. Angesichts sinkender Inzidenzzahlen und einer kontinuierlich ansteigenden Impfquote sei es inzwischen erfreulicherweise wieder möglich, öffentliche Veranstaltungen wie die Mitgliederversammlung durchzuführen. Unter dem Eindruck der Corona-Krise habe der Heimatverein bewusst das Theater Melle als Veranstaltungsort auserkoren, um den Heimatfreunden „ein Tagen auf Abstand“ zu ermöglichen.

Da die Mitgliederversammlungen sowohl im März 2020 als auch im März 2021 coronabedingt ausgefallen waren, gliederte der Redner seinen Rechenschaftsbericht in zwei Teile. In seinem Rückblick auf das Jahr 2019 erinnerte Plaß unter anderem daran, dass der Heimatverein im Berichtszeitraum zahlreiche Aktivitäten entfaltet habe – von den Monatlich stattfindenden Vortragsabenden in der Alten Posthalterei über den Frühjahrsputz im Grönegaumuseum bis hin zur Präsentation des Vereins im Rahmen einer Virtrinen-Ausstellung in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung am Schölerberg in Osnabrück.

„Es verstand sich von selbst, dass wir auch die 850-Jahr-Feier der Stadt Melle mit verschiedenen Aktivitäten begleiteten“, stellte der Redner fest. Als Beispiele hierfür nannte er unter anderem die Digitalisierung des Films, den Tom Winkler im Jahre 1969 anlässlich des 800-jährigen Stadtjubiläums gedreht hatte, und die Beteiligung an der Fotoausstellung, die die Heimatvereine aus dem Grönegau in der Schalterhalle der Kreissparkasse Melle ausrichteten. Weiterer Höhepunkt im Jahresprogramm 2019: Die in Zusammenarbeit mit Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt erfolgte Herausgabe des vierten Sonderbandes des Meller Jahrbuches „Der Grönegau“ mit historischen Beiträgen, die Uwe Plaß für das „Meller Kreisblatt“ verfasst hatte. Darüber hinaus brachte der Heimatverein in Kooperation mit der Kalender-Manufaktur in Verden an der Aller den Bildkalender „Historische Ansichten aus Melle“ heraus.

Trotz der Corona-Krise gelang es den Heimatfreunden auch im Jahre 2020 verschiedene Aktivitäten zu entfalten. Zwar war es angesichts der Pandemie ab März nicht mehr möglich, die traditionellen Vortragsabende durchzuführen. Dennoch legten die Frauen und Männer um Uwe Plaß die Hände nicht in den Schoß, sondern realisierten, das, was unter den widrigen Rahmenbedingungen verwirklicht werden konnte: Zum Beispiel die Überarbeitung der Homepage – ein Projekt das Heinz Garlich eigenverantwortlich realisierte. Ferner legte der Verein das Grönenberger Heimatheft über den großen Standbrand von Melle anno 1720 neu auf und veröffentlichte in Kooperation mit dem Autor Thomas Grove das Buch „Nationalsozialismus in Melle vor 1933“. Weiteres Gemeinschaftsprojekt: Im Verbund mit den Briefmarkenfreunden Grönegau und der Deutschen Post AG gab der Heimatverein anlässlich des 300-jährigen Stadtbrand-Jubiläums einen Schmuckbriefumschlag und einen Sonderstempel heraus, die in der Philatelisten-Szene bundesweit Beachtung fanden. Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle, dass die Heimatfreunde auch im Jahre 2020 einen Bildkalender unter dem Titel „Historische Ansichten aus Melle“ herausbrachte. „Hier gab es erneut die bewährte Kooperation mit der Kalender-Manufaktur in Verden an der Aller“, resümierte Uwe Plaß. Gemeinsam mit der Märchenerzählerin Christa Möller und der Filmerin Nina Schengber startete der Heimatverein ein weiteres Projekt, das sich bis in den Sommer 2021 erstreckte: In den Räumen des Grönegau-Museums wurden die rund 60 Sagen des Grönegaues, die im ersten Grönenberger Heimatheft aus dem Jahre 1955 veröffentlicht worden waren, als Videos aufgezeichnet. „Diese Beiträge wurden nach und nach auf unserer Homepage veröffentlicht und erfreuen sich bei den Besuchern unseres Internet-Auftritts großer Beliebtheit, wie es die Klick-Zahlen eindrucksvoll beweisen“, so der Vorsitzende.

In Vertretung des an der Teilnahme verhinderten Schatzmeisters Heinz Garlich legte Uwe Plaß im weiteren Verlauf der Versammlung die Kassenberichte für die Jahre 2019 und 2020 vor. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Dann trafen Mitglieder eine Personalentscheidung: Einstimmig wählten sie den ehemaligen Archäologen für die Stadt und den Landkreis Osnabrück, Bodo Zehm aus Hustädte, zum Nachfolger des im Spätsommer 2019 verstorbenen Beisitzers, Stadtdirektor a.D. Harald Eberhardt. Das frischgebackene Vorstandsmitglied sicherte den Anwesenden zu, sich mit ganzer Kraft für die Belange des Heimatvereins Melle einzusetzen. Im Anschluss an die Regularien hielt Uwe Plaß einen interessanten Vortrag zum Thema „Der Stadtbrand von 1720“ – und erhielt dafür reichlich Beifall

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