in der Stadt Melle

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Großes Engagement für den Erhalt und für die Weiterentwicklung der Heimatpflege gezeigt

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle e.V. als ein Spiegelbild reger Aktivitäten

Der Heimatverein Melle e.V., geführt vom Vorstand Heimatverein, blickt voller Optimismus in die Zukunft. Auf der Jahreshauptversammlung in der Alten Posthalterei in Melle-Mitte legte Vorsitzender Uwe Plaß eine Erfolgsbilanz vor. Dabei wird deutlich, dass die 108 Jahre alte Organisation lebendig und gut aufgestellt ist. Sie setzt sich mit großem Engagement für Erhalt und Weiterentwicklung der Heimatpflege in Melle ein.

„Schön, dass Ihr alle gekommen seid“, sagte Uwe Plaß. Er wandte sich 30 Heimatfreundinnen und -freunde, die an diesem Abend in eines der ältesten Häuser der Stadt gekommen waren.

Der Vorstand Heimatverein erinnerte daran, dass der Fundus des Vereins aus privaten Nachlässen und Schenkungen ausgebaut werden konnte.

„So haben wir aus Beständen der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück ein Modell der Burg Grönenberg erhalten.“ Es ist ein außergewöhnliches Exponat, das wir sehr gern angenommen haben, berichtete der Vorsitzende.

In diesem Zusammenhang ließ er nicht unerwähnt, dass auch Familien dem Heimatverein im Berichtszeitraum verschiedene Dokumente in Schriftform überließen. Dazu gehörten Fotografien, Ausstellungsstücke wie einen Melkschemel, eine Pickertplatte und mehrere Myrtenkränze.

Sie waren einst zu grünen oder silbernen Hochzeiten angeschafft worden.„Allesamt in einem sehr guten Zustand“, befand Uwe Plaß.

Im Folgenden berichtete der Vorsitzende von einem „tollen Fund im Stadthaus“. Er bezog sich dabei unter anderem auf eine Bildergalerie mit historischen Porträts der Landräte des früheren Kreises Melle wie Albert von Wehrs, Otto von Pestel und Ludwig von Bar. „Wunderbar, dass diese Bilder aufgetaucht sind. Jetzt müssen wir sehen, wo sie später einmal aufgehängt werden können – möglicherweise im neuen Stadthaus“, so Uwe Plaß.

Das Melle Stadtarchiv, das vom Heimatverein unterhalten wird, erweist sich als eine wahre Fundgrube für Heimatkundler.

„So konnten wir den Paderborner Theologieprofessor Josef Meyer zu Schlochtern für die Chronik seines Hofes mit Unterlagen aus Beständen unterstützen.“ Dazu erklärte der Redner, dass diese Unterstützung möglich war.

In diesem Zusammenhang kündigte Uwe Plaß an, dass für 2027 die Herausgabe des Kalenders „Historische Ansichten aus Melle“ geplant ist. Dazu soll er interessante Bildmotive aus dem Fundus des Stadtarchivs liefern.

Ein weiteres Aushängeschild des Heimatvereins ist das aus vier Gebäuden bestehende Grönegau-Museum. „Wir freuen uns, dass die Stadt Melle den Kotten mit neuen Leuchtmitteln ausgestattet hat, die die einzelnen Exponate jetzt buchstäblich in das richtige Licht rücken“, hob Uwe Plaß hervor, um danach festzustellen: „Leider ist das Reetdach dieses Hauses abgängig. Hier suchen wir in Zusammenarbeit mit dem städtischen Gebäudemanagement nach einer zukunftsfähigen Lösung.“

Als positiv wertete der Vorsitzende die Tatsache, dass das Grönegau-Museum nicht nur von Einzelpersonen, sondern verstärkt auch von Gruppen besucht werde – unter anderem aus Schulen und Seniorenheimen. Wortes des Dankes richtete Uwe Plaß abschließend an die Museumsaufsichten und an alle Vorstandsmitglieder für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle des Heimatvereins und seiner Mitglieder.

Was den Teilnehmern der Zusammenkunft zu einem großen Teil bislang noch nicht bekannt gewesen sein dürfte: Auf Initiative von Uwe Plaß wurde zum Gedenken an Hedwig Mahlstedt, geborene Bodenheim, in Hannover ein Stolperstein verlegt. Die Anregung dazu hatte Plaß bereits im Jahre 2012 im Zusammenhang mit der Stolpersteinverlegung für Georg Bodenheim – einem Mitbegründer des Heimatvereins Melle – im Jahre 2014 gegeben. „Somit sind die drei Geschwister Bodenheim jeweils mit einem Stolperstein an ihrem letzten Wohnort gewürdigt worden – Georg in Melle (2012), Rudolf in Bad Sooden-Allendorf (2020) und Hedwig in Hannover 2026)“, berichtete Uwe Plaß.

Dass der Heimatverein Melle über eine solide finanzielle Grundlage verfügt, ließ der Kassenbericht von Schatzmeister Manfred Schürmann erkennen. Die Entlastung des Leitungsgremiums erfolgte einstimmig

Sie stehen an der Spitze des Heimatvereins Melle e.V.: (von links) Bodo Zehm, Franz Hippe, Katja Wippermann, Christian Hoffmeister, Uwe Plaß, Günther Plaß, Erwin Niermann, Jürgen Krämer, Manfred Schürmann, Udo Oberschmidt und Johannes Muhle. Foto: Niels Wagner

Dem Vorstand gehören folgende Personen an: Vorsitzender: Uwe Plaß; 1. stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Krämer; 2. stellvertretender Vorsitzender: Christian Hoffmeister; Schatzmeister: Manfred Schürmann; Beisitzer und stellvertretender Schatzmeister: Heinz Garlich; Beisitzer: Sigrid Fischer-Eistert, Franz Hippe, Johannes Muhle, Stefan Muhle, Erwin Niermann, Udo Oberschmidt, Günther Plaß, Katja Wippermann und Bodo Zehm. Vorstandsmitglied aller Vertreter des Landkreises Osnabrück: Burkhard Fromme; Vorstandsmitglied als Vertreter der Stadt Melle: Jürgen Krämer.

Auch für das Jahr 2026 haben die Melle Heimatfreunde zahlreiche Aktivitäten geplant.

Dazu gehören Vortragsabende zu Themen unterschiedlichster Art.

Zudem beteiligen sie sich an der Einweihung des Grönenbergpark in Melle-Mitte.

Außerdem ist die Herausgabe des Bildkalenders „Historische Ansichten aus Melle“ vorgesehen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil begeisterte Uwe Plaß die Anwesenden mit einem fachlich fundierten Vortrag zum Thema „Die Burg Grönenberg und das Gasthaus zum Heiligen Geist“ – und erhielt dafür viel Beifall.

Saisonauftakt nach Maß im Grönegau-Museum

Gebäudeensemble im neugestalteten Grönenbergpark in Melle-Mitte auch in der Saison 2026 ein Anziehungspunkt

Das Grönegau-Museum in Melle-Mitte hat in den ersten Tagen des Wonnemonats Mai einen Saisonauftakt nach Maß erlebt. Strahlender Sonnenschein, stahlblauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen sorgte dafür, dass sich zahlreiche Interessierte von nah und fern in den Museumsgebäuden einfanden, um eine interessante Zeitreise in die Vergangenheit zu erleben. Ein Besuch der imposanten Fachwerkgebäude bietet Jung und Alt nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte und das Alltagsleben vergangener Jahrhunderte, sondern auch ein besonderes Freizeiterlebnis inmitten der idyllischen Atmosphäre des neugestalteten Grönenbergparks.

 

Über den gelungenen Start in die Museums-Saison 2026 freuten sich am Himmelfahrtstag die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle e.V., Sigrid Fischer-Eistert, Heinz Garlich, Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Johannes Muhle, Erwin Niermann, Manfred Schürmann und Bodo Zehm. Sie waren sich einig: „Historische Fachwerkarchitektur, liebevoll präsentierte Exponate und anschauliche Handwerkskunst machen das Museum auch in der Saison 2026 zu einem attraktiven Ausflugsziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Erholungssuchende gleichermaßen. Wer regionale Geschichte lebendig entdecken möchte, findet im Grönegau-Museum beste Gelegenheit dazu.

Ihr Herz schlägt für das Grönegau-Museum: (von links) Christian Hoffmeister, Bodo Zehm, Erwin Niermann, Heinz Garlich (sitzend), Franz Hippe, Manfred Schürmann, Sigrid Fischer-Eistert, Johannes Muhle und Jürgen Krämer. Foto: Niels Wagner

Der aus dem Jahr 1771 stammende Kornspeicher, das erste Museumsgebäude, wurde 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das mehrstöckige Fachwerkhaus befand sich ursprünglich auf dem Hof Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In seinen drei Etagen werden zahlreiche historische Exponate aus den Gemeinden des Altkreises Melle gezeigt – darunter Möbel, Porzellan, Glas, Zinn, Urkunden sowie Objekte zur Vor- und Wirtschaftsgeschichte.

Mit dem sogenannten Kotten erhielt das Museum 1979 ein weiteres bedeutendes Gebäude. Das ehemalige Heuerlingshaus – gebaut anno 1655 in Neuenkirchen – beherbergt heute unter anderem eine vollständig eingerichtete Schmiede sowie Werkstätten des Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherhandwerks. Besondere Aufmerksamkeit zieht im Dielenraum die historische Bockemühle zur Flachsverarbeitung auf sich. Im Dachgeschoss wird zudem anschaulich die traditionelle Leinenherstellung mit funktionstüchtigen Webstühlen dargestellt.

Das aus dem Jahre 1572 stammende Backhaus stand ursprünglich im heutigen Kreis Gütersloh und wurde im Jahre 1988 in den Grönenbergpark umgesetzt. Es ist derzeit verpachtet und daher nicht öffentlich zugänglich.

Die Remise ergänzt seit 1997 das Ensemble der Museumsgebäude. Das im seinerzeit Fachwerkstil neu errichtete Gebäude beherbergt eine Tischlerwerkstatt sowie zahlreiche Geräte aus der forstlichen Waldarbeit und der bäuerlichen Haus- und Gartenwirtschaft.

Mit seiner einzigartigen Verzahnung aus historischer Bausubstanz, lebendig vermittelter Alltagsgeschichte und ehrenamtlichem Engagement ist das Grönegau-Museum weit mehr als ein Ort der Erinnerung: Es ist ein kulturelles Aushängeschild der Stadt Melle und ein bedeutender Bewahrer regionaler Identität im Osnabrücker Land. Generationenübergreifend macht das Museum Geschichte erlebbar und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zur Heimatpflege in der gesamten Region.

Das Grönegau-Museum ist bis Mitte Oktober jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Führungen sind nach Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter https://heimatverein-melle.de  erhältlich

Melle punktet beim „Tag des offenen Denkmals“

Führung durch das Grönegau-Museum und Vortrag mit Bläsermusik in der St.-Petri-Kirche stießen auf eine positive Resonanz

MELLE. Was haben das Grönegau-Museum und die St.-Petri-Kirche zu Melle gemeinsam? Sie sind „WERT-voll: unbezahlbar oder unersetzlich“ – frei nach dem Leitgedanken des „Tags des offenen Denkmals 2025“, der in der Stadt Melle mit attraktiven Angeboten verbunden war. Während der Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, interessierte Besucherinnen und Besucher durch den Kotten und den Speicher des Grönegau-Museums führte, stand in der St.-Petri-Kirche ein Vortrag von Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt zum Thema „Kirchtürme im Allgemeinen und der „Meller Peter“ im Besonderen“ auf dem Programm.

Führte die Besucherinnen und Besucher fachkundig durch den Kotten und durch den Speicher des Grönegau-Museums: Uwe Plaß (Mitte). Foto: Jürgen Krämer

Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung im Gotteshaus mit einem Turmblasen, dargeboten vom Posaunenchor St. Petri und Paulus. In ihrer Begrüßungsansprache zeigte sich Pastorin Lore Julius erfreut darüber, dass nicht weniger 120 Bürgerinnen und Bürger den Weg zum „Tag des offenen Denkmals“ in die Kirche gefunden hatte, deren Turm in diesem Jahr auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken kann. Im Anschluss daran widmete sich Fritz-Gerd Mittelstädt ausführlich seinem Vortragsthema – fundierte Ausführungen, die von den Bläserinnen und Bläsern musikalisch aufgelockert werden. Dass der Vortrag des Referenten auf eine überaus positive Resonanz stieß, ließ der dankbare Beifall des Publikums zum Abschluss der Veranstaltung erkennen. Danach folgte eine Begegnung im Gemeindehaus, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit zum gegenseitigen Gedankenaustausch bot.

Auf ein lebhaftes Interesse stieß auch die von Uwe Plaß geleitete Führung durch den Kotten und durch den Speicher des Grönegau-Museums – ein Angebot, mit dem das Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Melle und der Heimatverein Melle e.V. ihren Beitrag zum Gelingen des Aktionstages leisteten. „Ziel des Museums sei die Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle besonders im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition“, erläuterte Plaß. Daher reicht die Bandbreite der ausgestellten Objekte von Alltagsgegenständen wie Kleidung, Geschirr und Möbeln bis hin zu Maschinen zur Flachsverarbeitung, einer komplett ausgestatteten Schmiede und einer Tischlerwerkstatt mit Holzbearbeitungsgeräten aus dem Forst.

Der nächste „Tag des offenen Denkmals“ findet am Sonntag, 13. September 2026, statt.

Ein Schaufenster der Denkmalpflege

„Tag des offenen Denkmals“ am 14. September 2025 mit öffentlicher Führung durch das Grönegau-Museum in Melle-Mitte und Vortrag in der St.-Petri-Kirche zu Melle

MELLE. Der „Tag des offenen Denkmals“ wirft seine Schatten voraus: Am Sonntag, 14. September, wird dieser Aktionstag, der unter dem Motto „WERT-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ steht, deutschlandweit begangen – und auch die Stadt Melle und der Heimatverein Melle e.V. sind mit von der Partie. Im Mittelpunkt des Programms steht um 14 Uhr eine Führung durch das Grönegau-Museum an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 12 in Melle-Mitte.

Sehenswert: Die historische Schmiede, die sich im Kotten des Grönegau-Museums befindet, dürfte am „Tag des offenen Denkmals ebenfalls viele Blicke auf sich lenken. Foto: Jürgen Krämer



„Das Grönegau-Museum lädt zu einer Zeitreise durch das ländliche Leben des Altkreises Melle ein. In den vier teilweise mehr als 450 Jahre alten Fachwerkhäusern – Kornspeicher, Kotten, Backhaus und Remise – entdecken Sie original eingerichtete Werkstätten, traditionelle Trachten und Alltagsgegenstände vergangener Jahrhunderte“, erläutert der Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, der die rund 60-minütige Führung leitet. Er freut sich bereits auf viele Besucherinnen und Besucher, die die Museumsgebäude am „Tag des offenen Denkmals“ besichtigen möchten – und das Ganze bei freiem Eintritt.

In der St.Petri-Kirche zu Melle hält Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt am des „Tag des offenen Denkmals“ ab 15 Uhr einen Vortrag zum Thema „Kirchtürme im Allgemeinen und der ,Meller Peter‘ im Besonderen“. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung, zu der ebenfalls alle Interessierten herzlich willkommen sind, mit Turmmusik des Posaunenchores St. Petri und Paulus unter der Leitung von Ursula-Maria Busch. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Abschluss an den offiziellen Teil findet im St.-Petri-Gemeindehaus eine Begegnung statt.

Der „Tag des offenen Denkmals“ lädt bundesweit dazu ein, historische Gebäude, Orte und Denkmale zu entdecken. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) koordiniert, die dem Aktionstag seit dem Jahr 1989 alljährlich ein neues Motto verleiht. Der „Tag des offenen Denkmals“, der Teil der European Heritage Days ist, lebt vom Engagement unzähliger Veranstalterinnen und Veranstalter – von Denkmaleigentümern über Vereine und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern.

Jedes Jahr öffnen am Aktionstag in Deutschland zwischen 5.000 und 7.000 Denkmale in rund 2.000 Städten und Gemeinden. Damit ist der „Tag des offenen Denkmals“ das größte Kulturevent der Bundesrepublik und zugleich ein wichtiges Forum, um die Bedeutung des kulturellen Erbes ins Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit zu rücken.

Mit vergrößertem Führungsteam in die Zukunft

Jahreshauptversammlung des Heimatverein Melle e.V. mit Berichten und Neuwahlen

MELLE. Der Vorstand des Heimatvereins Melle e.V. hat sich personell verstärkt, um gut für die vor ihm liegenden Zukunftsaufgaben gerüstet zu sein. Während der Jahreshauptversammlung, die jetzt in der Alten Posthalterei in Melle-Mitte stattfand, wurden gleich vier Persönlichkeiten zu neuen Beisitzern gewählt, so dass dem Leitungsgremium nunmehr 16 Männer und Frauen angehören. Um die kontinuierlichen steigenden finanziellen Aufwendungen – insbesondere im Bereich der Energiekosten für das Grönegau-Museum – tragen zu können, beschloss die Versammlung eine Beitragserhöhung ab 2026 von zwölf auf 20 Euro.

„Ich freue mich, dass heute Abend so viele Mitglieder erschienen sind“, betonte Vorsitzender Uwe Plaß in seiner Begrüßungsansprache, um danach das Jahr 2024 Revue passieren zu lassen. Seinen besonderen Fokus richtete der Redner zunächst auf das Grönegau-Museum, das im Berichtszeitraum dank der Spendenbereitschaft einiger Bürgerinnen und Bürger um schöne Exponate ergänzt werden konnte, darunter ein historischer Friseurstuhl, Hausgeräte aus längst vergangenen Zeiten und nicht zuletzt ein mehr als 100 Jahre altes Taufkleid. Außerdem habe der Verein den Nachlass des Hausfrauenbundes Melle erhalten.

„Die Zahl der Museumsbesuche hat sich,“ so Uwe Plaß weiter, „auf dem Niveau der Vorjahre gehalten.“ Als besonders erfreulich wertete er die Tatsache, dass im Jahre 2024 zu den Besuchergruppen auch Mädchen und Jungen als Meller Kindergärten gezählt hätten. Worte des Dankes richtete der Redner an das Team des Gröneau-Museums, das die Einrichtung alljährlich in der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Oktober an den Wochenenden geöffnet halte: „Dieser Einsatz verdient ein Höchstmaß an Anerkennung.“

Außer dem Grönegau-Museum im Grönenbergpark befindet sich auch der Historische Friedhof an der Friedhofskapelle in Melle-Mitte in der Obhut des Heimatvereins. Da hinsichtlich der Flächen die Kapazitäten ausgeschöpft seien, habe der Vorstand in Abstimmung der Stadt Melle entschieden, historische bedeutsame Grabmale an ihren ursprünglichen Standorten zu belassen, erläuterte der Vorsitzende. Dies betreffe erstmalig den Grabstein von Georg Bodenheim, dem Gründungsvorsitzenden des Heimatvereins Melle.

Was gab es darüber hinaus aus dem Vereinsjahr 2024 zu berichten: Uwe Plaß rief in Erinnerung, das der Verein an der Neukonzeption der „Meller Meilensteine“ beteiligt war, in bewährter Weise den Bildkalender „Melle in historischen Ansichten“ herausbrachte und ferner in regelmäßigen Abständen Vortragsabende zu Themen unterschiedlichster Art durchführte, die in der Bevölkerung ein lebhaftes Interesse gefunden hätten.

Im weiteren Verlauf der Versammlung gab Schatzmeister Manfred Schürmann einen Überblick über die Finanzlage des Vereins, dem am Stichtag 31. Dezember 2024 insgesamt 303 Mitglieder angehörten. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Während der Vorstandswahlen – die Zwischenwahlleitung hatte Erwin Gardlo inne – wurden folgende Personen einstimmig für den Zeitraum von drei Jahren in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzender: Uwe Plaß; stellvertretende Vorsitzende: Christian Hoffmeister und Jürgen Krämer; Schatzmeister: Manfred Schürmann; Beisitzer: Heinz Garlich (zugleich stellvertretender Schatzmeister), Franz Hippe, Stefan Muhle, Günther Plaß, Udo Oberschmidt und Bodo Zehm. Über ein einmütiges Votum konnten sich des Weiteren die neuen Beisitzer Sigrid Fischer-Eistert, Katja Wippermann, Johannes Muhle und Erwin Niermann freuen. Als sogenannte geborene Vorstandsmitglieder gehören dem Leitungsgremium Burkhard Fromme als Vertreter des Landkreises Melle und Jürgen Krämer als Vertreter der Stadt Melle an.

 

Nach der Wahl: Der Vorstand des Heimatvereins Melle e.V. mit (von links) Günther Plaß, Sigrid Fischer-Eistert, Manfred Schürmann, Udo Oberschmidt, Katja Wippermann, Heinz Garlich, Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Johannes Muhle, Uwe Plaß, Erwin Niermann, Bodo Zehm und Jürgen Krämer. Foto: Niels Wagner

Im Anschluss an die Regularien hielt Uwe Plaß einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Der Heimatverein Melle im Dritten Reich“.

Lob für ehrenamtliches Engagement der Autoren

Band 42 des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ im Automuseum Melle „Geschichte auf Rädern“ vor 100 geladenen Gästen vorgestellt

Choreographische Highlights, rhythmische Bläserklänge und wohlgesetzte Ansprachen: Mit einem ebenso schwungvollen wie inhaltlich gehaltvollen Programm ist der 42. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ in der neuen Ausstellungshalle des Automuseums Melle „Geschichte auf Rädern“ offiziell vorgestellt worden. Vor rund 100 geladenen Gästen, darunter die stellvertretende Landrätin des Landkreises Osnabrück, Christiane Rottmann, und die Bürgermeisterin der Stadt Melle, Jutta Dettmann, würdigte Herausgeber Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt den Sammelband als ein großartiges Gemeinschaftswerk, welches das 14-köpfige Autorenteam in ehrenamtlicher und unentgeltlicher Tätigkeit schuf. Das ganz Besondere: Melle ist die einzige Kommune im Osnabrücker Land, die mit einem solchen Jahrbuch punkten kann.

Heiner Rössler, Beiratsmitglied des Automuseums, schätzte sich in seiner Begrüßungsansprache glücklich, „eine illustre Runde“ zu dieser Präsentation in der weit über die Grenzen der Stadt Melle hinaus bekannten Einrichtung willkommen heißen zu dürfen. Das Museum und das Jahrbuch – sie passten einfach hervorragend zusammen, da sie gemeinsam für kulturelle Werte stünden.

Präsentieren den 42. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ 2024 im Automuseum Melle „Geschichte auf Rädern“: (von links) Dr. William Pollmann, Dr. Herbert F. Bäumer, Axel Rothkehl, Jutta Dettmann, Dr. Gerd-Ulrich Piesch, Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt, Babette Rüscher-Ufermann, Christiane Rottmann, Heiner Rössler und Jürgen Krämer. Foto: Stefan Gelhot

Ähnlich äußerte sich Bürgermeistern Jutta Dettmann. Sie hob hervor, dass die ganz große Stärke des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ darin bestehe, Themen aus Vergangenheit und Gegenwart in einer Publikation zu vereinen und auf diese Weise einen breiten Leserkreis zu erreichen.

Im weiteren Verlauf der Feierstunde, die von der Bläsergruppe des Gymnasiums Melle unter dem Dirigat von Stefan Sporreiter musikalisch und von der Gruppe SCrebel Dance & Trix unter der Leitung von Sarah Hensiek mit sehens- und erlebenswerten tänzerischen Darbietungen umrahme wurde, stellte Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt die am jüngsten Buchprojekt beteiligten Mitwirkenden vor:

Bodo Zehm: Oldendorf und die Diedrichsburg – Eine Ortschronik aus archäologischer Sicht

Dr. Gerd-Ulrich Piesch: Die Meller Landwehr, Teil 4: Der südliche Endabschnitt der westlichen Altenmeller Landwehr und das dortige zur Wiesengewinnung künstlich veränderte Kastental (Siek)

Dr. Ludger Stühlmeyer: Das seit 300 Jahren in St. Petri gesungene reformatorische Gloria – Anmerkungen zu seinem Dichter und seiner Bedeutung

Sebastian Olschewski: Das Altarbild der ev.-luth. Paulusgemeinde Melle

Hans-Joachim Bäumer: Rom liegt in Melle

Dr. Herbert F. Bäumer: Eine besondere Schäferhundezucht 1949 – 1956: Zwinger „von Bad Melle“

Dr. William Pollmann: Unicef-Weihnachtskonzerte als feste Institution in Melle – Gymnasium Melle seit 2007 „Schule aktiv für Unicef“

Volker Tiemeyer: 25 Obstbäume, 70 Tonnen Steine und Sand – Lokale Biodiversität gestalten – Auf einer Wiese in Markendorf entsteht ein Refugium für heimische Tierarten

Babette Rüscher-Ufermann: GenerationenWerkstatt – Ein Win-Win-Win-Projekt

Jürgen Krämer: Besonderheiten des Grönegaus auf spielerische Art entdecken – Wie das Gesellschaftsspiel „Meller Entdeckungsreise“ entstand

Heiner Rössler: „Geschichte auf Rädern“ – Neue Ausstellungshalle des Automuseums Melle

Axel Rothkehl: „Kraftwerk“ ging ihnen der Saft aus – Wie zwei Musik-Enthusiasten spätere Weltstars in den Grönegau holten

Joachim Kreienbrink: 30 Jahre Drachenfest in Melle

Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt: Das Osnabrücker Land – Raum mit einer regionalen Identität?

Abgerundet wird das Werk durch ein Grußwort von Bürgermeisterin Jutta Dettmann und durch ein Vorwort von Fritz-Gerd Mittelstädt.

Zum Gelingen der Buchvorstellung trugen auch die Meller Landfrauen bei, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit köstlichen Speisen verwöhnten.

Das Meller Jahrbuch „Der Grönegau“ 2024 wurde von Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Melle e.V. und der Stadt Melle unter dem Dach des Druck- und Verlagshauses Meinders & Elstermann in Belm herausgegeben. Dank des Engagements der ehrenamtlich tätigen Autorenschaft und heimatverbundener Sponsoren ist die in wertiger Aufmachung erschienene Publikation zu einem kostengünstigen Preis in Höhe von 19,90 Euro im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1 – 3 und in der Kretschmann Genuss Company am Markt 5 in Melle-Mitte erhältlich.


Auf dem Meller Weihnachtsmarkt Wind und Wetter getrotzt

Heimatverein Melle e.V. und Verein OsnabrückerLandKultur e.V. präsentierten sich mit einem Gemeinschaftsstand

Auf Einladung der Werbegemeinschaft Melle City e.V. haben der Heimatverein Melle e.V. und der Verein OsnabrückerLandKultur e.V. ein Wochenende lang Flagge auf dem Meller Weihnachtsmarkt 2023 gezeigt. Mit einem großen Gemeinschaftsstand, der den beiden Organisationen von der Kaufmannschaft kostenlos zur Verfügung gestellt worden war, erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot.

So bot der Heimatverein den siebenten Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ zum Thema „Sagen des Grönegaus und angrenzender Gebiete“ und das ebenfalls in diesem Jahr herausgebrachte Gesellschaftsspiel „Meller Entdeckungsreise“ zum Kauf an, während der bekannte Osnabrücker Maler, Grafiker und Illustrator Reinhard Klink auf Einladung des Vereins OsnabrückerLandKultur eine Auswahl seiner Kunstpostkarten und Druckgrafiken feilbot.

Botschafter der Kunst: Reinhard Klink im Gemeinschaftsstand des Heimatvereins Melle e.V. und des Vereins OsnabrückerLandKultur e.V. auf dem Meller Weihnachtsmarkt. Foto: Gabriele Niehaus

Obwohl die Resonanz auf dieses Angebot bei ungemütlichem Wetter mit Wind und Dauerregen nur verhältnismäßig gering ausfiel, zeigten sie der Heimatverein und der Verein OsnabrückerLandKultur dennoch mit ihrer Teilnahme zufrieden. „Dank der Einladung der Werbegemeinschaft war es uns zwei Tage lang möglich, auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte im nordwestdeutschen Raum mit einem Stand vertreten zu sein“, sagte der Heimatvereinsvorsitzende, Uwe Plaß, während der Vorstandsvorsitzende des Vereins OsnabrückerLandKultur und stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Jürgen Krämer, Weihnachtsmarktorganisator Michael Sutmöller für die freundliche Einladung dankte: „Wir haben dieses Angebot sehr gern angenommen – es zeugt von der engen Verbundenheit zwischen der Werbegemeinschaft Melle City, dem Heimatverein Melle und dem Verein OsnabrückerLandKultur. Freuen wir uns auf eine weiterhin angenehme Zusammenarbeit.“

Bildkalender „Historische Ansichten aus Melle“ für das Jahr 2024

Bürgermeisterin Jutta Dettmann erhielt das erste Exemplar aus den Händen von Uwe Plaß und Jürgen Krämer vom Heimatverein

MELLE. In Kooperation mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller hat der Heimatverein Melle e.V. zum nunmehr sechsten einen Bildkalender herausgegeben. „Historische Ansichten aus Melle“ lautet der Begleiter durch das Jahr 2024, der eine interessante visuelle Zeitreise in die Vergangenheit ermöglicht. Als besonderer Blickfang ist auf der Titelseite ein Blick auf das Stadtzentrum zu sehen – mit der damaligen Windmühle an der Meyer-zum-Gottesberge-Straße und den beiden Stadtkirchen St. Matthäus und St. Petri in der Mitte, aufgenommen um das Jahr 1960. Das erste druckfrisch erschienene Exemplar des Bildkalenders überreichten jetzt der Heimatvereinsvorsitzende Uwe Plaß und dessen Stellvertreter Jürgen Krämer an Bürgermeisterin Jutta Dettmann.

Das Motiv für den Monat April 2024 zeigt ein Foto von der oberen Haferstraße, das um das Jahr 1960 entstand. Anlass genug für Uwe Plaß (links) und Jürgen Krämer (rechts), Bürgermeisterin Jutta Dettmann das erste druckfrisch erschienene Exemplar des neuen Kalenders in diesem bekannten Bereich der Meller Innenstadt zu überreichen. Foto: Gabriele Niehaus

Nachdem die beiden ersten fünf Ausgaben der Kalenderreihe „Historisches aus Melle“ für die Jahre 2019, 2020, 2021, 2022 und 2023 auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen waren, hatte der Vorstand des Heimatvereins den Beschluss gefasst, für das Jahr 2024 erneut schöne alte Fotos mit den jeweiligen Monatsübersichten zu kombinieren. Um den Kalender visuell mit Leben zu erfüllen, begaben sich Uwe Plaß und Jürgen Krämer im Spätsommer dieses Jahres im Stadtarchiv auf die Suche nach geeigneten Motiven. Aus Hunderten von Fotografien wählten die beiden Heimatkenner 13 Aufnahmen aus der Zeit zwischen 1956 und 2006 aus, die nun im neuen Druckwerk veröffentlicht wurden.

Zu sehen sind dabei folgende Motive: Januar: Die im Jahre 1998 geschlossene Diskothek „Cartoon“ in der ehemaligen Heinschen Mühle (2006); Februar: Die Kreuzung am Marktplatz mit dem Central-Kaufhaus, heute Modehaus Böckmann (1984); März: Die Nebenstelle der Kreissparkasse Melle an der Plettenberger Straße (Mitte der 1980er Jahre); April: Die Haferstraße in Blickrichtung Markt (1960); Mai: Der Marktplatz mit dem Café Budde und der St.-Petri-Kirche im Hintergrund (Anfang der 1970-er Jahre); Juni: Der Festumzug anlässlich des Kreissängerfestes im Bereich der Mühlenstraße (1962); Juli: Konzert im Kurpark, heute Friedensgarten beziehungsweise Forum Melle (um 1960); August: Die Brücke über die Else mit Blick auf den Speicher des Grönegau-Museums (um 1960); September: Spielende Kinder auf dem Spielplatz im Grönenbergpark (um 1960); Oktober: Gut Engelgarten mit dem Kiosk von Paul Bürgel (um 1960); November: Fleischwarenfabrik Kortschack zwischen der Kleinen Masch und der Breslauer Straße (1992); Dezember: Das Ehrenmal im Grönenbergpark (Winter 1956/57).

Der im DIN A-3-Format erschienene Bildkalender ist im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1 – 3 und im Zeitschriften- und Tabakwarengeschäft Kretschmann am Markt 5 in Melle-Mitte erhältlich. Er kostet 22 Euro.

Ausstellung „Sagenhaftes Melle“

Anlässlich der Aktionstage „Fabelhaftes Melle“ in der Stadtbibliothek Melle

Anlässlich der Aktionstage „Fabelhaftes Melle“, die in der Zeit vom 1. bis zum 5. November 2023 Tausende von Menschen in ihren Bann ziehen dürften, findet in der Stadtbibliothek Melle an der Weststraße 2 in Melle-Mitte die Ausstellung „Sagenhaftes Melle“ statt – und zwar anlässlich der Herausgabe des siebenten Sonderbandes des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ zum Thema „Sagen des Grönegaus und angrenzender Gebiete“, das Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Fritz-Gerd Mittelstädt und Uwe Plaß unlängst unter dem Dach des Heimatvereins Melle e.V. herausgegeben haben.

In dieser ungefähr 180 Seiten umfassenden Publikation hat Jürgen Krämer rund 80 Sagen aus dem heimischen Raum zusammengefasst, von denen insgesamt zwölf vom bekannten Osnabrücker Maler und Grafiker Reinhard Klink illustriert wurden. Diese Original-Illustrationen – es handelt sich hierbei unter anderem um die Motive „Der Kampf mit dem Drachen im Riemsloher Wald“, „Die Schatzgräber auf der Hünenburg“, „Die Sage von der Auburg“, „Der tolle Herr auf Schloss Gesmold“, „Die Sage von der Hasegabelung“, „Die Sage von der Martmühle“, „Die Engel-Eiche bei Wellingholzhausen“ und „Der Spuk am Violenbach“ – werden während der Ausstellung ebenso gezeigt wie Exemplare des siebenten Jahrbuch-Sonderbandes.

Verschafften sich während der Eröffnung einen Eindruck von der Ausstellung „Sagenhaftes Melle“: (von links) Andrea Wedegärtner (Leiterin der Stadtbibliothek Melle), Astrid Menke (Mitarbeiterin der Stadtbibliothek Melle und Märchenerzählerin), Jürgen Krämer (Vorstandsvorsitzender des Vereins OsnabrückerLandKultur e.V. und stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Melle e.V.), Fritz-Gerd Mittelstädt (Geograph und Herausgeber), Reinhard Klink (Künstler) und Uwe Plaß (Vorsitzender des Heimatvereins Melle e.V.). Foto: Gabriele Niehaus

Doch damit nicht genug: Seit dem Jahre 2005 hat Reinhard Klink insgesamt 26 Radierungen mit einem Bezug zu Melle geschaffen – davon allein 18 Motive auf Initiative von Anna-Margaretha Stascheit, Erdmute Wobker und Jürgen Krämer als Vorstandsmitglieder des in Melle ansässigen Vereins OsnabrückerLandKultur e.V. Auch eine Auswahl dieser Kunstwerke, die allesamt in limitierten Kleinstauflagen erschienen sind, sind im Rahmen der Ausstellung „Sagenhaftes Melle“ zu sehen: Beispielsweise die Radierungen „Buer – Glockendorf im Grönegau“, „100 Jahre Heimatverein Melle – Ein Netzwerk für die Zukunft spinnen“, „Melle international“, „850 Jahre St. Matthäus Melle – eine Gemeinde unterwegs durch die Zeit“ und „Neuenkirchen: Im steten Wandel liegt die Kraft“.

Zum Rahmenprogramm der Ausstellung zählt eine Lesung für Erwachsene, die am Samstag, 4. November, 18 Uhr, mit der Märchenerzählerin Astrid Menke in der Stadtbibliothek Melle stattfindet. Im Mittelpunkt dieses Abends stehen Sagen, die im siebenten Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ veröffentlicht wurden. Und da pünktlich zu den Aktionstagen „Fabelhaftes Melle“ der 42. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ erscheinen wird, soll auch diese Publikation in die Ausstellung eingebunden werden

Veranstaltet wird die Ausstellung „Sagenhaftes Melle“ vom Heimatverein Melle e.V. und vom Verein OsnabrückerLandKultur e.V., der seinen Sitz ebenfalls in Melle hat, in Kooperation mit der Stadtbibliothek Melle. Die Schau ist bis Mittwoch, 8. November 2023, während der jeweiligen regulären Öffnungszeiten und während der Sonderöffnungszeiten der Bibliothek zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

Geschichte der Heimatforschung als Schwerpunktthema

Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2024 offiziell vorgestellt – Auch zwei Autoren aus den Reihen des Heimatvereins Melle sind mit von der Partie

MELLE/BRAMSCHE. In Anwesenheit von rund 50 geladenen Gästen ist jetzt im Tuchmacher-Museum in Bramsche das Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2024 offiziell vorgestellt worden. Vom Heimatbund Osnabrücker Land e.V. (HBOL) und vom Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. (KHBB) herausgegeben, umfasst die nahezu 300 Seiten starke Publikation eine Vielzahl von Beiträgen zu unterschiedlichsten Themen aus der Region. Zu den insgesamt 35 Autorinnen und Autoren, die Abhandlungen für diesen Sammelband verfassten, zählen aus dem Bereich der Stadt Melle Uwe Plaß und Jürgen Krämer aus den Reihen des Heimatvereins Melle e.V., die der Präsentation ebenfalls beiwohnten.

Freuen sich in den Räumlichkeiten des Tuchmacher-Museums über die Neuerscheinung: Die Heimatjahrbuch-Autoren Uwe Plaß (Zweiter von links) und Jürgen Krämer (Zweiter von rechts), hier zusammen mit dem Vorsitzenden des Heimatbundes Osnabrücker Land e.V., Jürgen-Eberhard Niewedde (rechts), und dem Vorsitzenden des Kreisheimatbundes Bersenbrück e.V., Franz Buitmann (links). Foto: Heiko Bockstiegel

Uwe Plaß – neben Maria Kohrmann-Unfeld, Lothar Schmalen und Tim Wagemester eines der vier Redaktionsmitglieder – gab während der Feierstunde eine interessante Einführung in die Inhalte des Sammelbandes, der in diesem Jahr als Schwerpunktthema die Geschichte der Heimatforschung im Osnabrücker Land umfasst. Seit Generationen beschäftigt sich eine Vielzahl von Menschen und Dörfern mit dieser Thematik. Die zahlreichen Heimatvereine und -museen, die teilweise mehr als hundert Jahre zählen, sind daraus hervorgegangen. Aus diesem Grunde werden in dem neuen Buch nicht nur Heimatforscher und bekannte Medien der Heimatforschung in den Blick genommen – auch der Stellenwert von Heimatforschung wird in dieser Publikation aufgegriffen und an unterschiedlichen Beispielen dargelegt.

 Außer dem Schwerpunktthema hält das Heimatjahrbuch wieder ein breites Spektrum von Beiträgen zu anderen Themenfeldern bereit. Neben Geschichte und Persönlichkeiten finden auch Natur und Plattdeutsch ihren Platz. Zudem ist in dem neuen Werk ein aktueller Bericht über die archäologischen Befunde aus dem Osnabrücker Land enthalten.

Wie gewohnt schließt auch dieser Band mit Berichten über die Arbeit der beiden Heimatbünde sowie mit einem Verzeichnis von Neuerscheinungen regionaler Literatur ab.

Das Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2024 ist unter anderem im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1 – 3 in Melle-Mitte zu einem Stückpreis in Höhe von 14,90 Euro erhältlich.

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