in der Stadt Melle

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Ein Leuchtturmprojekt für mehr Artenvielfalt

Heimatverein Melle e.V. besichtigt das SON-Artenschutzhaus in Melle-Mitte

 

MELLE. Mitten in Melle steht ein bundesweit nahezu einzigartiges Bildungs- und Demonstrationszentrum für den praktischen Artenschutz: das SON-Artenschutzhaus. Die Einrichtung der Stiftung für Ornithologie und Naturschutz (SON) zeigt eindrucksvoll, wie sich Artenvielfalt direkt vor der eigenen Haustür fördern lässt – an Gebäuden, in Gärten und im öffentlichen Raum. In diesen Tagen verschafften sich Mitglieder des Heimatvereins Melle e.V. im Rahmen einer von SON-Mitarbeiterin Ann-Kathrin Tobien geleiteten Führung einen Eindruck von der Einrichtung, die weit und breit ihresgleichen sucht.

Auftakt der Führung durch das SON-Artenschutzhaus in Melle-Mitte für Mitglieder des Heimatvereins Melle e.V. Foto: Jürgen Krämer

Das im Sommer 2020 fertiggestellte Gebäude an der Mühlenstraße wurde konsequent nach ökologischen Gesichtspunkten errichtet. Auf rund 80 Quadratmetern und zweieinhalb Geschossen präsentiert das Artenschutzhaus eine Vielzahl praxisbewährter Maßnahmen, die Bauherren, Architekten, Handwerker, Kommunen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger unmittelbar umsetzen können. Dazu gehören integrierte Nistmöglichkeiten für Vögel, Quartiere für Fledermäuse, Nisthilfen für Wildbienen sowie Beispiele für naturnahe Freiflächengestaltung.

Das Konzept folgt dem Grundsatz „Aus der Praxis für die Praxis“. Zahlreiche Anschauungsmodelle in Originalgröße verdeutlichen, wie Artenschutz bereits bei Neubauten oder Sanierungen berücksichtigt werden kann. Von Dach- und Fassadenlösungen bis hin zu Schornsteinen und Kellerräumen erhalten Besucher konkrete Anregungen für die Förderung heimischer Tierarten.

Auch das Außengelände dient als lebendiges Lernfeld. Themenbeete, Trockenstrukturen, Tümpel, Futterstellen und spezielle Lebensräume für Vögel, Fledermäuse und Insekten machen die Zusammenhänge zwischen Lebensraumangebot und Artenvielfalt unmittelbar erlebbar. Besucher können zahlreiche Tierarten beobachten und erfahren, welche Bedeutung selbst kleine Maßnahmen für den Erhalt der Biodiversität haben.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Umweltbildung. Schulklassen nutzen das Artenschutzhaus als außerschulischen Lernort, bauen im hauseigenen Werkraum Nisthilfen und setzen sich praxisnah mit den Lebensbedingungen heimischer Tiere auseinander. Bereits mehrere tausend Schülerinnen und Schüler aus der Region haben im Rahmen verschiedener Projekte Erfahrungen im aktiven Artenschutz gesammelt.

Darüber hinaus bietet die SON Führungen, Vorträge, Workshops und Beratungen an. Ziel ist es, Wissen zu vermitteln und Menschen dazu zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Denn viele Maßnahmen lassen sich mit überschaubarem Aufwand umsetzen und können einen wichtigen Beitrag gegen den Rückgang von Vogel-, Fledermaus- und Insektenarten leisten.

Das SON-Artenschutzhaus ist damit weit mehr als eine Ausstellung. Es versteht sich als Impulsgeber für einen alltagstauglichen Naturschutz und zeigt, dass Artenschutz nicht nur in Schutzgebieten stattfindet, sondern direkt im Lebensumfeld der Menschen beginnt.

Kontakt:
Stiftung für Ornithologie und Naturschutz
Mühlenstraße 48
49324 Melle
Telefon 05422/9289328
E-Mail kontakt@son-net.de

Saisonauftakt nach Maß im Grönegau-Museum

Gebäudeensemble im neugestalteten Grönenbergpark in Melle-Mitte auch in der Saison 2026 ein Anziehungspunkt

Das Grönegau-Museum in Melle-Mitte hat in den ersten Tagen des Wonnemonats Mai einen Saisonauftakt nach Maß erlebt. Strahlender Sonnenschein, stahlblauer Himmel und frühlingshafte Temperaturen sorgte dafür, dass sich zahlreiche Interessierte von nah und fern in den Museumsgebäuden einfanden, um eine interessante Zeitreise in die Vergangenheit zu erleben. Ein Besuch der imposanten Fachwerkgebäude bietet Jung und Alt nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte und das Alltagsleben vergangener Jahrhunderte, sondern auch ein besonderes Freizeiterlebnis inmitten der idyllischen Atmosphäre des neugestalteten Grönenbergparks.

 

Über den gelungenen Start in die Museums-Saison 2026 freuten sich am Himmelfahrtstag die Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle e.V., Sigrid Fischer-Eistert, Heinz Garlich, Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Johannes Muhle, Erwin Niermann, Manfred Schürmann und Bodo Zehm. Sie waren sich einig: „Historische Fachwerkarchitektur, liebevoll präsentierte Exponate und anschauliche Handwerkskunst machen das Museum auch in der Saison 2026 zu einem attraktiven Ausflugsziel für Familien, Geschichtsinteressierte und Erholungssuchende gleichermaßen. Wer regionale Geschichte lebendig entdecken möchte, findet im Grönegau-Museum beste Gelegenheit dazu.

Ihr Herz schlägt für das Grönegau-Museum: (von links) Christian Hoffmeister, Bodo Zehm, Erwin Niermann, Heinz Garlich (sitzend), Franz Hippe, Manfred Schürmann, Sigrid Fischer-Eistert, Johannes Muhle und Jürgen Krämer. Foto: Niels Wagner

Der aus dem Jahr 1771 stammende Kornspeicher, das erste Museumsgebäude, wurde 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das mehrstöckige Fachwerkhaus befand sich ursprünglich auf dem Hof Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In seinen drei Etagen werden zahlreiche historische Exponate aus den Gemeinden des Altkreises Melle gezeigt – darunter Möbel, Porzellan, Glas, Zinn, Urkunden sowie Objekte zur Vor- und Wirtschaftsgeschichte.

Mit dem sogenannten Kotten erhielt das Museum 1979 ein weiteres bedeutendes Gebäude. Das ehemalige Heuerlingshaus – gebaut anno 1655 in Neuenkirchen – beherbergt heute unter anderem eine vollständig eingerichtete Schmiede sowie Werkstätten des Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherhandwerks. Besondere Aufmerksamkeit zieht im Dielenraum die historische Bockemühle zur Flachsverarbeitung auf sich. Im Dachgeschoss wird zudem anschaulich die traditionelle Leinenherstellung mit funktionstüchtigen Webstühlen dargestellt.

Das aus dem Jahre 1572 stammende Backhaus stand ursprünglich im heutigen Kreis Gütersloh und wurde im Jahre 1988 in den Grönenbergpark umgesetzt. Es ist derzeit verpachtet und daher nicht öffentlich zugänglich.

Die Remise ergänzt seit 1997 das Ensemble der Museumsgebäude. Das im seinerzeit Fachwerkstil neu errichtete Gebäude beherbergt eine Tischlerwerkstatt sowie zahlreiche Geräte aus der forstlichen Waldarbeit und der bäuerlichen Haus- und Gartenwirtschaft.

Mit seiner einzigartigen Verzahnung aus historischer Bausubstanz, lebendig vermittelter Alltagsgeschichte und ehrenamtlichem Engagement ist das Grönegau-Museum weit mehr als ein Ort der Erinnerung: Es ist ein kulturelles Aushängeschild der Stadt Melle und ein bedeutender Bewahrer regionaler Identität im Osnabrücker Land. Generationenübergreifend macht das Museum Geschichte erlebbar und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur kulturellen Vielfalt und zur Heimatpflege in der gesamten Region.

Das Grönegau-Museum ist bis Mitte Oktober jeweils samstags und sonntags in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Führungen sind nach Absprache auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter https://heimatverein-melle.de  erhältlich

Melle punktet beim „Tag des offenen Denkmals“

Führung durch das Grönegau-Museum und Vortrag mit Bläsermusik in der St.-Petri-Kirche stießen auf eine positive Resonanz

MELLE. Was haben das Grönegau-Museum und die St.-Petri-Kirche zu Melle gemeinsam? Sie sind „WERT-voll: unbezahlbar oder unersetzlich“ – frei nach dem Leitgedanken des „Tags des offenen Denkmals 2025“, der in der Stadt Melle mit attraktiven Angeboten verbunden war. Während der Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, interessierte Besucherinnen und Besucher durch den Kotten und den Speicher des Grönegau-Museums führte, stand in der St.-Petri-Kirche ein Vortrag von Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt zum Thema „Kirchtürme im Allgemeinen und der „Meller Peter“ im Besonderen“ auf dem Programm.

Führte die Besucherinnen und Besucher fachkundig durch den Kotten und durch den Speicher des Grönegau-Museums: Uwe Plaß (Mitte). Foto: Jürgen Krämer

Musikalisch eröffnet wurde die Veranstaltung im Gotteshaus mit einem Turmblasen, dargeboten vom Posaunenchor St. Petri und Paulus. In ihrer Begrüßungsansprache zeigte sich Pastorin Lore Julius erfreut darüber, dass nicht weniger 120 Bürgerinnen und Bürger den Weg zum „Tag des offenen Denkmals“ in die Kirche gefunden hatte, deren Turm in diesem Jahr auf eine 300-jährige Geschichte zurückblicken kann. Im Anschluss daran widmete sich Fritz-Gerd Mittelstädt ausführlich seinem Vortragsthema – fundierte Ausführungen, die von den Bläserinnen und Bläsern musikalisch aufgelockert werden. Dass der Vortrag des Referenten auf eine überaus positive Resonanz stieß, ließ der dankbare Beifall des Publikums zum Abschluss der Veranstaltung erkennen. Danach folgte eine Begegnung im Gemeindehaus, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Gelegenheit zum gegenseitigen Gedankenaustausch bot.

Auf ein lebhaftes Interesse stieß auch die von Uwe Plaß geleitete Führung durch den Kotten und durch den Speicher des Grönegau-Museums – ein Angebot, mit dem das Amt für Kultur und Tourismus der Stadt Melle und der Heimatverein Melle e.V. ihren Beitrag zum Gelingen des Aktionstages leisteten. „Ziel des Museums sei die Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle besonders im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition“, erläuterte Plaß. Daher reicht die Bandbreite der ausgestellten Objekte von Alltagsgegenständen wie Kleidung, Geschirr und Möbeln bis hin zu Maschinen zur Flachsverarbeitung, einer komplett ausgestatteten Schmiede und einer Tischlerwerkstatt mit Holzbearbeitungsgeräten aus dem Forst.

Der nächste „Tag des offenen Denkmals“ findet am Sonntag, 13. September 2026, statt.

Ein Schaufenster der Denkmalpflege

Tag des offenen Denkmals“ am 14. September 2025 mit öffentlicher Führung durch das Grönegau-Museum in Melle-Mitte und Vortrag in der St.-Petri-Kirche zu Melle

MELLE. Der „Tag des offenen Denkmals“ wirft seine Schatten voraus: Am Sonntag, 14. September, wird dieser Aktionstag, der unter dem Motto „WERT-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ steht, deutschlandweit begangen – und auch die Stadt Melle und der Heimatverein Melle e.V. sind mit von der Partie. Im Mittelpunkt des Programms steht um 14 Uhr eine Führung durch das Grönegau-Museum an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße 12 in Melle-Mitte.

Sehenswert: Die historische Schmiede, die sich im Kotten des Grönegau-Museums befindet, dürfte am „Tag des offenen Denkmals ebenfalls viele Blicke auf sich lenken. Foto: Jürgen Krämer



„Das Grönegau-Museum lädt zu einer Zeitreise durch das ländliche Leben des Altkreises Melle ein. In den vier teilweise mehr als 450 Jahre alten Fachwerkhäusern – Kornspeicher, Kotten, Backhaus und Remise – entdecken Sie original eingerichtete Werkstätten, traditionelle Trachten und Alltagsgegenstände vergangener Jahrhunderte“, erläutert der Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, der die rund 60-minütige Führung leitet. Er freut sich bereits auf viele Besucherinnen und Besucher, die die Museumsgebäude am „Tag des offenen Denkmals“ besichtigen möchten – und das Ganze bei freiem Eintritt.

In der St.Petri-Kirche zu Melle hält Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt am des „Tag des offenen Denkmals“ ab 15 Uhr einen Vortrag zum Thema „Kirchtürme im Allgemeinen und der ,Meller Peter‘ im Besonderen“. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung, zu der ebenfalls alle Interessierten herzlich willkommen sind, mit Turmmusik des Posaunenchores St. Petri und Paulus unter der Leitung von Ursula-Maria Busch. Die Teilnahme ist kostenlos. Im Abschluss an den offiziellen Teil findet im St.-Petri-Gemeindehaus eine Begegnung statt.

Der „Tag des offenen Denkmals“ lädt bundesweit dazu ein, historische Gebäude, Orte und Denkmale zu entdecken. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) koordiniert, die dem Aktionstag seit dem Jahr 1989 alljährlich ein neues Motto verleiht. Der „Tag des offenen Denkmals“, der Teil der European Heritage Days ist, lebt vom Engagement unzähliger Veranstalterinnen und Veranstalter – von Denkmaleigentümern über Vereine und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern.

Jedes Jahr öffnen am Aktionstag in Deutschland zwischen 5.000 und 7.000 Denkmale in rund 2.000 Städten und Gemeinden. Damit ist der „Tag des offenen Denkmals“ das größte Kulturevent der Bundesrepublik und zugleich ein wichtiges Forum, um die Bedeutung des kulturellen Erbes ins Bewusstsein von Politik und Öffentlichkeit zu rücken.

Mit vergrößertem Führungsteam in die Zukunft

Jahreshauptversammlung des Heimatverein Melle e.V. mit Berichten und Neuwahlen

MELLE. Der Vorstand des Heimatvereins Melle e.V. hat sich personell verstärkt, um gut für die vor ihm liegenden Zukunftsaufgaben gerüstet zu sein. Während der Jahreshauptversammlung, die jetzt in der Alten Posthalterei in Melle-Mitte stattfand, wurden gleich vier Persönlichkeiten zu neuen Beisitzern gewählt, so dass dem Leitungsgremium nunmehr 16 Männer und Frauen angehören. Um die kontinuierlichen steigenden finanziellen Aufwendungen – insbesondere im Bereich der Energiekosten für das Grönegau-Museum – tragen zu können, beschloss die Versammlung eine Beitragserhöhung ab 2026 von zwölf auf 20 Euro.

„Ich freue mich, dass heute Abend so viele Mitglieder erschienen sind“, betonte Vorsitzender Uwe Plaß in seiner Begrüßungsansprache, um danach das Jahr 2024 Revue passieren zu lassen. Seinen besonderen Fokus richtete der Redner zunächst auf das Grönegau-Museum, das im Berichtszeitraum dank der Spendenbereitschaft einiger Bürgerinnen und Bürger um schöne Exponate ergänzt werden konnte, darunter ein historischer Friseurstuhl, Hausgeräte aus längst vergangenen Zeiten und nicht zuletzt ein mehr als 100 Jahre altes Taufkleid. Außerdem habe der Verein den Nachlass des Hausfrauenbundes Melle erhalten.

„Die Zahl der Museumsbesuche hat sich,“ so Uwe Plaß weiter, „auf dem Niveau der Vorjahre gehalten.“ Als besonders erfreulich wertete er die Tatsache, dass im Jahre 2024 zu den Besuchergruppen auch Mädchen und Jungen als Meller Kindergärten gezählt hätten. Worte des Dankes richtete der Redner an das Team des Gröneau-Museums, das die Einrichtung alljährlich in der Zeit von Anfang Mai bis Mitte Oktober an den Wochenenden geöffnet halte: „Dieser Einsatz verdient ein Höchstmaß an Anerkennung.“

Außer dem Grönegau-Museum im Grönenbergpark befindet sich auch der Historische Friedhof an der Friedhofskapelle in Melle-Mitte in der Obhut des Heimatvereins. Da hinsichtlich der Flächen die Kapazitäten ausgeschöpft seien, habe der Vorstand in Abstimmung der Stadt Melle entschieden, historische bedeutsame Grabmale an ihren ursprünglichen Standorten zu belassen, erläuterte der Vorsitzende. Dies betreffe erstmalig den Grabstein von Georg Bodenheim, dem Gründungsvorsitzenden des Heimatvereins Melle.

Was gab es darüber hinaus aus dem Vereinsjahr 2024 zu berichten: Uwe Plaß rief in Erinnerung, das der Verein an der Neukonzeption der „Meller Meilensteine“ beteiligt war, in bewährter Weise den Bildkalender „Melle in historischen Ansichten“ herausbrachte und ferner in regelmäßigen Abständen Vortragsabende zu Themen unterschiedlichster Art durchführte, die in der Bevölkerung ein lebhaftes Interesse gefunden hätten.

Im weiteren Verlauf der Versammlung gab Schatzmeister Manfred Schürmann einen Überblick über die Finanzlage des Vereins, dem am Stichtag 31. Dezember 2024 insgesamt 303 Mitglieder angehörten. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Während der Vorstandswahlen – die Zwischenwahlleitung hatte Erwin Gardlo inne – wurden folgende Personen einstimmig für den Zeitraum von drei Jahren in ihren Ämtern bestätigt: Vorsitzender: Uwe Plaß; stellvertretende Vorsitzende: Christian Hoffmeister und Jürgen Krämer; Schatzmeister: Manfred Schürmann; Beisitzer: Heinz Garlich (zugleich stellvertretender Schatzmeister), Franz Hippe, Stefan Muhle, Günther Plaß, Udo Oberschmidt und Bodo Zehm. Über ein einmütiges Votum konnten sich des Weiteren die neuen Beisitzer Sigrid Fischer-Eistert, Katja Wippermann, Johannes Muhle und Erwin Niermann freuen. Als sogenannte geborene Vorstandsmitglieder gehören dem Leitungsgremium Burkhard Fromme als Vertreter des Landkreises Melle und Jürgen Krämer als Vertreter der Stadt Melle an.

 

Nach der Wahl: Der Vorstand des Heimatvereins Melle e.V. mit (von links) Günther Plaß, Sigrid Fischer-Eistert, Manfred Schürmann, Udo Oberschmidt, Katja Wippermann, Heinz Garlich, Franz Hippe, Christian Hoffmeister, Johannes Muhle, Uwe Plaß, Erwin Niermann, Bodo Zehm und Jürgen Krämer. Foto: Niels Wagner

Im Anschluss an die Regularien hielt Uwe Plaß einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Der Heimatverein Melle im Dritten Reich“.

Entdeckungsreise in die Stadtgeschichte

Uwe Plaß und Jürgen Krämer vom Heimatverein übergaben das erste Exemplar des Kalenders „Historische Ansichten aus Melle“ an Bürgermeisterin Jutta Dettmann

Unter dem Leitgedanken „Historische Ansichten aus Melle – Ein Bildkalender für das Jahr 2025“ hat der Heimatverein Melle e.V. in Zusammenarbeit mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller einen weiteren Jahresweiser herausgebracht. Das erste druckfrische Exemplar überreichten der Vereinsvorsitzende Uwe Plaß und dessen Stellvertreter Jürgen Krämer jetzt an Bürgermeisterin Jutta Dettmann – und zwar vor der Kulisse, die das Kalenderblatt für den Monat April ziert: Die sogenannte „Beinker“-Kreuzung am Markt in einer Ansicht aus dem Jahre 1970.

Offizielle Präsentation des Kalenders „Historische Ansichten aus Melle – Ein Bildkalender für das Jahr 2025“ mit (von links) Uwe Plaß, Jutta Dettmann und Jürgen Krämer. Foto: Niels Wagner

Nachdem die bisherigen sechs Ausgaben der Kalenderreihe „Historische Ansichten aus Melle“ für die Jahre 2019, 2020, 2021, 2022, 2023 und 2024 in der Bevölkerung auf ein lebhaftes Interesse gestoßen waren, hatte der Vorstand des Heimatvereins bereits im Frühjahr beschlossen, auch für das Jahr 2025 einen Begleiter durch das Jahr herauszubringen und darin schöne Fotos aus längst vergangenen Zeiten mit den jeweiligen Monatsübersichten zu kombinieren. Um für den Kalender geeignete Motive auszuwählen, begab sich Uwe Plaß im Stadtarchiv am Wallgarten auf Spurensuche und stellte dabei insgesamt 13 Aufnahmen aus den 1950er und aus den 1960er Jahren sowie ein weiteres Foto aus dem Jahre 1970 zusammen.

Der neue Bildkalender punktet mit folgenden interessanten Motiven: Titelseite: Melle – eine deutsche Kleinstadt.

  1. Januar: Die Haferstraße mit der Bäckerei Wilhelm Unnerstall um 1960.
  2. Februar: Demonstration auf dem Meller Marktplatz im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1972. Die Demonstranten fordern die Einheit des Grönegaus in einer Stadt Melle.
  3. März: Steg im Grönenbergpark um 1960.
  4. April: Die Kreuzung am Markt im Jahre 1970. Ein Jahr zuvor war dort Melles erste Verkehrsampel errichtet worden. Links die Bäckerei Beinker, rechts das Bauunternehmen Bücker.
  5. Mai: Der Grönenbergpark mit der Landesturnschule (Haus Braunschweig) im Jahre 1970. Der Fachwerkbau stand früher auf der Hofstelle Borgmeyer in Sondermühlen und wurde in den Jahren 1954 und 1955 hier wiederaufgebaut.
  6. Juni: Die Gesmolder Straße in Richtung Innenstadt um 1960.
  7. Juli: Das alte Meller Wellenfreibad (um 1969), welches bis zur Einweihung des Wellenfreibades im Jahre 1974 in Betrieb war.
  8. August: Heuernte (1950-er Jahre). Im Hintergrund die Türme von St. Matthäus und St. Petri. In der linken Bildhälfte der Schornstein der Firma Hotho, der im Jahre 1958 gesprengt wurde.
  9. September: Blüten- und Trachtenfest im Grönenbergpark in den 1960-er Jahren.
  10. Oktober: Pavillon im Kurpark. Im Hintergrund die Terrasse des Kurhotels „Grönenberger Hof“ in den 1960-er Jahren.
  11. November: Das Modegeschäft Wichmann an der Plettenberger Straße mit Weihnachtsbeleuchtung um 1960.
  12. Dezember: Das von Franz Szalinski geschaffene Ehrenmal im Grönenbergpark im Winter 1956/1957).

Der im DIN A-3-Format erschienen Bildkalender ist im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1 – 3 in Melle-Mitte erhältlich. Er kostet 22,80 Euro.

Entstanden ist der neue Begleiter durch das Jahr in Zusammenarbeit mit der Kalender-Manufaktur in Verden an der Aller, die Bildkalender, Vereinskalender und Firmenkalender herstellt. Den größten Teil machen die Ortskalender mit überwiegend historischen Bildern oder alten Postkartenmotiven aus. Unter dem Dach der Manufaktur entstehen Jahr für Jahr rund 280 solcher Ortskalender. Die Gestaltung erfolgt stets in enger Abstimmung mit den Ansprechpartnern in den jeweiligen Orten.

Grönegau-Museum wieder im Normalbetrieb

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle e.V. mit Satzungsänderung und Nachwahlen zum Vorstand

MELLE. In einem der ältesten Gebäude der Stadt – der Alten Posthalterei an der Haferstraße in Melle-Mitte – hat der Heimatverein Melle e.V. jetzt seine Jahreshauptversammlung durchgeführt. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft standen eine Rückschau auf das Jahr 2023 und ein Ausblick auf das Jahr 2024. Außerdem gab es eine Satzungsänderung und Nachwahlen zum Vorstand.

Ein „herzliches Willkommen“ rief der Vereinsvorsitzende Uwe Plaß den etwa 25 Mitgliedern zu, die an diesem Abend den Weg in die Alte Posthalterei gefunden hatten. Traditionsgemäß sei das Vereinsjahr von mehreren Vortragsabenden geprägt gewesen, die allesamt eine positive Resonanz gefunden hätten, führte der Redner aus. Nur eine Vortragsveranstaltung habe – infolge Eisregens – abgesagt werden müssen. Sie sei jedoch inzwischen bereits nachgeholt worden.

Einen weiteren Höhepunkt im Spektrum der Aktivitäten habe die Herausgabe des siebenden Sonderbandes des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ zum Thema „Sagen des Grönegaus und angrenzender Gebiete“ – zusammengestellt von Jürgen Krämer und illustriert von Reinhard Klink – gebildet, erläuterte der Vorsitzende, um danach auf das Grönegau-Museum im Grönenbergpark in Melle-Mitte einzugehen. „Nach den coronabedingten bedingten Einschränkungen der Vorjahre ist im Museum im Jahre 2023 wieder der Normalbetrieb eingekehrt – und die Besucherzahlen haben sich wieder auf Normalniveau eingependelt“, erläuterte Uwe Plaß, der in diesem Zusammenhang allen Aufsichtskräften für deren Engagement dankte.

In Zusammenarbeit mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller brachte der Heimatverein Melle nach den Vorjahreserfolgen auch für das Jahr 2024 einen Bildkalender mit dem Titel „Historische Ansichten aus Melle“ heraus, für den in bewährter Weise Uwe Plaß und Jürgen Krämer die Bilder ausgewählt hatten. „Da Meller Motive nach wie vor sehr gefragt sind, werden wir die Serie auch für das Jahr 2025 fortsetzen“, kündigte der Vorsitzende an.

Des Weiteren sorgte ein weiteres Kooperationsprojekt für eine positive Außenwirkung: Im Zusammenwirken mit der Stadtbibliothek Melle, dem Verein OsnabrückerLandKultur e.V. und dem Heimatverein Melle lenkte die Ausstellung „Sagenhaftes Melle“ in der Stadtbibliothek die Blicke ungezählter Besucher auf sich.

Im weiteren Verlauf der Versammlung legte der kommissarische Schatzmeister Heinz Garlich den Kassenbericht für das abgelaufene Jahr vor. Die Entlastung des Leitungsgremiums erfolgte einstimmig. Zum neuen Schatzmeister und damit zum Nachfolger von Manfred Stönner wählten die Anwesenden in einem einmütigen Votum Manfred Schürmann. Ebenfalls einstimmig erfolgte die Verabschiedung der leicht veränderten Satzung, die nunmehr auch einen stellvertretenden Schatzmeister vorsieht. Dazu heißt es in den Staturen, dass dem Vorstand auch mindestens drei Beisitzer angehören, „von denen einer als stellvertretender Schatzmeister fungiert“. Mit dieser Position betraute die Versammlung Heinz Garlich – und zwar ebenfalls einstimmig

Der Vorstand setzt sich nunmehr wie folgt zusammen: 1. Vorsitzender: Uwe Plaß; 1. stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Krämer; 2. stellvertretender Vorsitzender: Christian Hoffmeister; Schatzmeister: Manfred Schürmann; Beisitzer: Franz Hippe; Beisitzer und stellvertretender Schatzmeister: Heinz Garlich; Beisitzer: Stefan Muhle, Beisitzer: Udo Oberschmidt; Beisitzer: Günther Plaß; Beisitzer: Bodo Zehm; Vertreter des Landkreises Osnabrück: Burkhard Fromme; Vertreter der Stadt Melle: Jürgen Krämer.

Gruppenbild vor der Alten Posthalterei in Melle-Mitte: Der Vorstand des Heimatvereins Melle mit (von links) Heinz Garlich, Christian Hoffmeister, Udo Oberschmidt, Bodo Zehm, Uwe Plaß, Manfred Schürmann, Günther Plaß und Jürgen Krämer. Foto: Andrea Barkmeyer

Auch für das laufende Jahr hat der Heimatverein Melle zahlreiche Aktivitäten geplant, darunter in bewährter Weise die Durchführung des Museumsbetriebes und die Ausrichtung von Vortragabenden, die einmal im Monat durchgeführt werden.

Nach Abschluss der Regularien hielt Uwe Plaß einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Melle in historischen Landkarten“, der von den Anwesenden mit Beifall aufgenommen wurde.

Frühjahrsputz bei sommerlichen Temperaturen

Heimatverein Melle bereitetet Grönegau-Museum für den Saisonauftakt am 4. und 5. Mai 2024 vor

Beim Frühjahrsputz in Aktion: (von links) Jürgen Krämer, Werner Pottebaum, Uwe Plaß, Stefan Muhle, Günther Plaß und Franz Hippe. Foto: Niels Wagner

MELLE. Sommerliche Temperaturen beim Frühjahrsputz im Grönegau-Museum in Melle-Mitte: Als sich jetzt Aufsichtskräfte und Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle trafen, um das aus vier Fachwerkgebäuden bestehende Museumsensembles zum bevorstehenden Saisonauftakt in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, zeigte das Thermometer bemerkenswerte 25 Grad Celsius an. Eine Temperatur, die es in der Vergangenheit bei vergleichbaren Terminen bislang noch nicht gegeben hat. Am Ende der mehrstündigen Aktion freuten sich die ehrenamtlichen Helfer Franz Hippe, Jürgen Krämer, Stefan Muhle, Uwe Plaß, Günther Plaß und Werner Pottebaum über ein besenreines Grönegau-Museum, das am Wochenende, 4. und 5. Mai 2024, nach den dunklen Herbst- und Wintermonaten erstmalig wieder seine Tore öffnen wird.

 

Die vier Ausstellungsgebäude, bestehend aus Speicher, Kotten, Backhaus und Remise, stammen aus den Jahren 1572, 1655, 1771 und 1997. Sie stellen Anziehungspunkte im weitläufigen Grönenbergpark dar, der zudem Teiche, ein Damwild-Gehege, eine Minigolfanlage und einen Kinderspielplatz umfasst. Das Hauptziel des Grönegau-Museums besteht in der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle – insbesondere im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition. Entsprechend vielfältig fallen die Exponate aus, die in den Häusern ansprechend präsentiert werden.

 

Das erste Museumsgebäude, der Kornspeicher, konnte am 13. September 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei diesem Fachwerkhaus handelt es sich um einen mehrstöckigen Speicher mit reichgeschnitzten Knaggen und Inschriftbalken aus dem Jahre 1771. Dieses Gebäude stand früher auf dem Hofe des Bauern Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In drei Etagen des Speichers sind aus den Gemeinden des Altkreises Melle stammende alte, schöne bäuerliche, bürgerliche und handwerkliche Gegenstände, Zinn, Porzellan, Glas, Möbel, wertvolles Material der Vorgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte, Urkunden, Bilder etc. ausgestellt.

 

Im Jahre 1979 stellte der Landkreis Osnabrück dem Heimatverein ein weiteres Gebäude, den sogenannt „Kotten“, für Museumszwecke zur Verfügung. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1655 und stand früher auf dem Hofe des Bauern Fritz Hoffmeister in Neuenkirchen und hatte dort lange Zeit als Heuerlingshaus gedient. Am 16. Mai 1979 konnte auch dieses Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kotten beinhaltet insbesondere alte Geräte, bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, die durch Fortschritt der Technik entbehrlich geworden waren. Im Erdgeschoss befinden sich eine komplett eingerichtete Schmiede sowie eine Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherwerkstatt. Ein besonderer Blickfang im Dielenraum ist die zur Flachsverarbeitung benötigte Bockemühle, während im Dachgeschoss die Flachsverarbeitung und Leinenherstellung dargestellt wird – beispielsweise unter Präsentation voll funktionstüchtiger Webstühle.

 

Das Backhaus, das ebenfalls zum Museumsensemble gehört, wurde bereits anno 1572 errichtet. Es befand sich ursprünglich im Kreis Gütersloh, ehe es im Jahre 1988 abgetragen und im Grönenbergpark wiedererrichtet wurde. Das Haus hat der Heimatverein zurzeit an die Goldschmiedin Birgit von Lindern verpachtet. Im wiederhergestellten Backofen können bei Bedarf Brot und Kuchen gebacken werden.

 

Im Jahre 1997 erhielt das Grönegau-Museum schließlich die Remise, die seinerzeit im Fachwerkstil neu gebaut wurde. In diesem Gebäude ist eine Tischlerwerkstatt untergebracht, die durch Geräte der forstlichen Waldarbeit ergänzt wird. Darüber hinaus sind dort einige Geräte der bäuerlichen Garten- und Hauswirtschaft zu sehen.

 

Das Grönegau-Museum ist in diesem Jahr vom ersten Wochenende im Mai bis Mitte Oktober samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – und zwar bei freiem Eintritt. Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

 

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter https://heimatverein-melle.de erhältlich.

 

Lob für ehrenamtliches Engagement der Autoren

Band 42 des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ im Automuseum Melle „Geschichte auf Rädern“ vor 100 geladenen Gästen vorgestellt

Choreographische Highlights, rhythmische Bläserklänge und wohlgesetzte Ansprachen: Mit einem ebenso schwungvollen wie inhaltlich gehaltvollen Programm ist der 42. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ in der neuen Ausstellungshalle des Automuseums Melle „Geschichte auf Rädern“ offiziell vorgestellt worden. Vor rund 100 geladenen Gästen, darunter die stellvertretende Landrätin des Landkreises Osnabrück, Christiane Rottmann, und die Bürgermeisterin der Stadt Melle, Jutta Dettmann, würdigte Herausgeber Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt den Sammelband als ein großartiges Gemeinschaftswerk, welches das 14-köpfige Autorenteam in ehrenamtlicher und unentgeltlicher Tätigkeit schuf. Das ganz Besondere: Melle ist die einzige Kommune im Osnabrücker Land, die mit einem solchen Jahrbuch punkten kann.

Heiner Rössler, Beiratsmitglied des Automuseums, schätzte sich in seiner Begrüßungsansprache glücklich, „eine illustre Runde“ zu dieser Präsentation in der weit über die Grenzen der Stadt Melle hinaus bekannten Einrichtung willkommen heißen zu dürfen. Das Museum und das Jahrbuch – sie passten einfach hervorragend zusammen, da sie gemeinsam für kulturelle Werte stünden.

Präsentieren den 42. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ 2024 im Automuseum Melle „Geschichte auf Rädern“: (von links) Dr. William Pollmann, Dr. Herbert F. Bäumer, Axel Rothkehl, Jutta Dettmann, Dr. Gerd-Ulrich Piesch, Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt, Babette Rüscher-Ufermann, Christiane Rottmann, Heiner Rössler und Jürgen Krämer. Foto: Stefan Gelhot

Ähnlich äußerte sich Bürgermeistern Jutta Dettmann. Sie hob hervor, dass die ganz große Stärke des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ darin bestehe, Themen aus Vergangenheit und Gegenwart in einer Publikation zu vereinen und auf diese Weise einen breiten Leserkreis zu erreichen.

Im weiteren Verlauf der Feierstunde, die von der Bläsergruppe des Gymnasiums Melle unter dem Dirigat von Stefan Sporreiter musikalisch und von der Gruppe SCrebel Dance & Trix unter der Leitung von Sarah Hensiek mit sehens- und erlebenswerten tänzerischen Darbietungen umrahme wurde, stellte Herausgeber Fritz-Gerd Mittelstädt die am jüngsten Buchprojekt beteiligten Mitwirkenden vor:

Bodo Zehm: Oldendorf und die Diedrichsburg – Eine Ortschronik aus archäologischer Sicht

Dr. Gerd-Ulrich Piesch: Die Meller Landwehr, Teil 4: Der südliche Endabschnitt der westlichen Altenmeller Landwehr und das dortige zur Wiesengewinnung künstlich veränderte Kastental (Siek)

Dr. Ludger Stühlmeyer: Das seit 300 Jahren in St. Petri gesungene reformatorische Gloria – Anmerkungen zu seinem Dichter und seiner Bedeutung

Sebastian Olschewski: Das Altarbild der ev.-luth. Paulusgemeinde Melle

Hans-Joachim Bäumer: Rom liegt in Melle

Dr. Herbert F. Bäumer: Eine besondere Schäferhundezucht 1949 – 1956: Zwinger „von Bad Melle“

Dr. William Pollmann: Unicef-Weihnachtskonzerte als feste Institution in Melle – Gymnasium Melle seit 2007 „Schule aktiv für Unicef“

Volker Tiemeyer: 25 Obstbäume, 70 Tonnen Steine und Sand – Lokale Biodiversität gestalten – Auf einer Wiese in Markendorf entsteht ein Refugium für heimische Tierarten

Babette Rüscher-Ufermann: GenerationenWerkstatt – Ein Win-Win-Win-Projekt

Jürgen Krämer: Besonderheiten des Grönegaus auf spielerische Art entdecken – Wie das Gesellschaftsspiel „Meller Entdeckungsreise“ entstand

Heiner Rössler: „Geschichte auf Rädern“ – Neue Ausstellungshalle des Automuseums Melle

Axel Rothkehl: „Kraftwerk“ ging ihnen der Saft aus – Wie zwei Musik-Enthusiasten spätere Weltstars in den Grönegau holten

Joachim Kreienbrink: 30 Jahre Drachenfest in Melle

Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt: Das Osnabrücker Land – Raum mit einer regionalen Identität?

Abgerundet wird das Werk durch ein Grußwort von Bürgermeisterin Jutta Dettmann und durch ein Vorwort von Fritz-Gerd Mittelstädt.

Zum Gelingen der Buchvorstellung trugen auch die Meller Landfrauen bei, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit köstlichen Speisen verwöhnten.

Das Meller Jahrbuch „Der Grönegau“ 2024 wurde von Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Melle e.V. und der Stadt Melle unter dem Dach des Druck- und Verlagshauses Meinders & Elstermann in Belm herausgegeben. Dank des Engagements der ehrenamtlich tätigen Autorenschaft und heimatverbundener Sponsoren ist die in wertiger Aufmachung erschienene Publikation zu einem kostengünstigen Preis in Höhe von 19,90 Euro im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1 – 3 und in der Kretschmann Genuss Company am Markt 5 in Melle-Mitte erhältlich.


Auf dem Meller Weihnachtsmarkt Wind und Wetter getrotzt

Heimatverein Melle e.V. und Verein OsnabrückerLandKultur e.V. präsentierten sich mit einem Gemeinschaftsstand

Auf Einladung der Werbegemeinschaft Melle City e.V. haben der Heimatverein Melle e.V. und der Verein OsnabrückerLandKultur e.V. ein Wochenende lang Flagge auf dem Meller Weihnachtsmarkt 2023 gezeigt. Mit einem großen Gemeinschaftsstand, der den beiden Organisationen von der Kaufmannschaft kostenlos zur Verfügung gestellt worden war, erwartete die Besucher ein abwechslungsreiches Angebot.

So bot der Heimatverein den siebenten Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ zum Thema „Sagen des Grönegaus und angrenzender Gebiete“ und das ebenfalls in diesem Jahr herausgebrachte Gesellschaftsspiel „Meller Entdeckungsreise“ zum Kauf an, während der bekannte Osnabrücker Maler, Grafiker und Illustrator Reinhard Klink auf Einladung des Vereins OsnabrückerLandKultur eine Auswahl seiner Kunstpostkarten und Druckgrafiken feilbot.

Botschafter der Kunst: Reinhard Klink im Gemeinschaftsstand des Heimatvereins Melle e.V. und des Vereins OsnabrückerLandKultur e.V. auf dem Meller Weihnachtsmarkt. Foto: Gabriele Niehaus

Obwohl die Resonanz auf dieses Angebot bei ungemütlichem Wetter mit Wind und Dauerregen nur verhältnismäßig gering ausfiel, zeigten sie der Heimatverein und der Verein OsnabrückerLandKultur dennoch mit ihrer Teilnahme zufrieden. „Dank der Einladung der Werbegemeinschaft war es uns zwei Tage lang möglich, auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte im nordwestdeutschen Raum mit einem Stand vertreten zu sein“, sagte der Heimatvereinsvorsitzende, Uwe Plaß, während der Vorstandsvorsitzende des Vereins OsnabrückerLandKultur und stellvertretende Vorsitzende des Heimatvereins Melle, Jürgen Krämer, Weihnachtsmarktorganisator Michael Sutmöller für die freundliche Einladung dankte: „Wir haben dieses Angebot sehr gern angenommen – es zeugt von der engen Verbundenheit zwischen der Werbegemeinschaft Melle City, dem Heimatverein Melle und dem Verein OsnabrückerLandKultur. Freuen wir uns auf eine weiterhin angenehme Zusammenarbeit.“

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