Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle e.V. als ein Spiegelbild reger Aktivitäten

Der Heimatverein Melle e.V., geführt vom Vorstand Heimatverein, blickt voller Optimismus in die Zukunft. Auf der Jahreshauptversammlung in der Alten Posthalterei in Melle-Mitte legte Vorsitzender Uwe Plaß eine Erfolgsbilanz vor. Dabei wird deutlich, dass die 108 Jahre alte Organisation lebendig und gut aufgestellt ist. Sie setzt sich mit großem Engagement für Erhalt und Weiterentwicklung der Heimatpflege in Melle ein.

„Schön, dass Ihr alle gekommen seid“, sagte Uwe Plaß. Er wandte sich 30 Heimatfreundinnen und -freunde, die an diesem Abend in eines der ältesten Häuser der Stadt gekommen waren.

Der Vorstand Heimatverein erinnerte daran, dass der Fundus des Vereins aus privaten Nachlässen und Schenkungen ausgebaut werden konnte.

„So haben wir aus Beständen der Stadt- und Kreisarchäologie Osnabrück ein Modell der Burg Grönenberg erhalten.“ Es ist ein außergewöhnliches Exponat, das wir sehr gern angenommen haben, berichtete der Vorsitzende.

In diesem Zusammenhang ließ er nicht unerwähnt, dass auch Familien dem Heimatverein im Berichtszeitraum verschiedene Dokumente in Schriftform überließen. Dazu gehörten Fotografien, Ausstellungsstücke wie einen Melkschemel, eine Pickertplatte und mehrere Myrtenkränze.

Sie waren einst zu grünen oder silbernen Hochzeiten angeschafft worden.„Allesamt in einem sehr guten Zustand“, befand Uwe Plaß.

Im Folgenden berichtete der Vorsitzende von einem „tollen Fund im Stadthaus“. Er bezog sich dabei unter anderem auf eine Bildergalerie mit historischen Porträts der Landräte des früheren Kreises Melle wie Albert von Wehrs, Otto von Pestel und Ludwig von Bar. „Wunderbar, dass diese Bilder aufgetaucht sind. Jetzt müssen wir sehen, wo sie später einmal aufgehängt werden können – möglicherweise im neuen Stadthaus“, so Uwe Plaß.

Das Melle Stadtarchiv, das vom Heimatverein unterhalten wird, erweist sich als eine wahre Fundgrube für Heimatkundler.

„So konnten wir den Paderborner Theologieprofessor Josef Meyer zu Schlochtern für die Chronik seines Hofes mit Unterlagen aus Beständen unterstützen.“ Dazu erklärte der Redner, dass diese Unterstützung möglich war.

In diesem Zusammenhang kündigte Uwe Plaß an, dass für 2027 die Herausgabe des Kalenders „Historische Ansichten aus Melle“ geplant ist. Dazu soll er interessante Bildmotive aus dem Fundus des Stadtarchivs liefern.

Ein weiteres Aushängeschild des Heimatvereins ist das aus vier Gebäuden bestehende Grönegau-Museum. „Wir freuen uns, dass die Stadt Melle den Kotten mit neuen Leuchtmitteln ausgestattet hat, die die einzelnen Exponate jetzt buchstäblich in das richtige Licht rücken“, hob Uwe Plaß hervor, um danach festzustellen: „Leider ist das Reetdach dieses Hauses abgängig. Hier suchen wir in Zusammenarbeit mit dem städtischen Gebäudemanagement nach einer zukunftsfähigen Lösung.“

Als positiv wertete der Vorsitzende die Tatsache, dass das Grönegau-Museum nicht nur von Einzelpersonen, sondern verstärkt auch von Gruppen besucht werde – unter anderem aus Schulen und Seniorenheimen. Wortes des Dankes richtete Uwe Plaß abschließend an die Museumsaufsichten und an alle Vorstandsmitglieder für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit zum Wohle des Heimatvereins und seiner Mitglieder.

Was den Teilnehmern der Zusammenkunft zu einem großen Teil bislang noch nicht bekannt gewesen sein dürfte: Auf Initiative von Uwe Plaß wurde zum Gedenken an Hedwig Mahlstedt, geborene Bodenheim, in Hannover ein Stolperstein verlegt. Die Anregung dazu hatte Plaß bereits im Jahre 2012 im Zusammenhang mit der Stolpersteinverlegung für Georg Bodenheim – einem Mitbegründer des Heimatvereins Melle – im Jahre 2014 gegeben. „Somit sind die drei Geschwister Bodenheim jeweils mit einem Stolperstein an ihrem letzten Wohnort gewürdigt worden – Georg in Melle (2012), Rudolf in Bad Sooden-Allendorf (2020) und Hedwig in Hannover 2026)“, berichtete Uwe Plaß.

Dass der Heimatverein Melle über eine solide finanzielle Grundlage verfügt, ließ der Kassenbericht von Schatzmeister Manfred Schürmann erkennen. Die Entlastung des Leitungsgremiums erfolgte einstimmig

Sie stehen an der Spitze des Heimatvereins Melle e.V.: (von links) Bodo Zehm, Franz Hippe, Katja Wippermann, Christian Hoffmeister, Uwe Plaß, Günther Plaß, Erwin Niermann, Jürgen Krämer, Manfred Schürmann, Udo Oberschmidt und Johannes Muhle. Foto: Niels Wagner

Dem Vorstand gehören folgende Personen an: Vorsitzender: Uwe Plaß; 1. stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Krämer; 2. stellvertretender Vorsitzender: Christian Hoffmeister; Schatzmeister: Manfred Schürmann; Beisitzer und stellvertretender Schatzmeister: Heinz Garlich; Beisitzer: Sigrid Fischer-Eistert, Franz Hippe, Johannes Muhle, Stefan Muhle, Erwin Niermann, Udo Oberschmidt, Günther Plaß, Katja Wippermann und Bodo Zehm. Vorstandsmitglied aller Vertreter des Landkreises Osnabrück: Burkhard Fromme; Vorstandsmitglied als Vertreter der Stadt Melle: Jürgen Krämer.

Auch für das Jahr 2026 haben die Melle Heimatfreunde zahlreiche Aktivitäten geplant.

Dazu gehören Vortragsabende zu Themen unterschiedlichster Art.

Zudem beteiligen sie sich an der Einweihung des Grönenbergpark in Melle-Mitte.

Außerdem ist die Herausgabe des Bildkalenders „Historische Ansichten aus Melle“ vorgesehen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil begeisterte Uwe Plaß die Anwesenden mit einem fachlich fundierten Vortrag zum Thema „Die Burg Grönenberg und das Gasthaus zum Heiligen Geist“ – und erhielt dafür viel Beifall.