in der Stadt Melle

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Heimatverein Melle befindet sich wieder auf Erfolgskurs

370-Mitglieder-Organisation knüpft an erfolgreiche Zeiten vor der Corona-Krise an

MELLE. Der Heimatverein Melle e. V. befindet sich wieder auf Erfolgskurs. Trotz einiger Einschränkungen – hervorgerufen durch die Nachwirkungen der Pandemie – entfaltete die 370 Mitglieder zählende Organisation im Berichtsjahr 2022/2023 eine Vielzahl an Aktivitäten und knüpfte damit an die erfolgreichen Zeiten vor dem Beginn der Corona-Krise an. Die Freude über diese überaus positive Entwicklung kam während der Jahreshauptversammlung zum Ausdruck, zu der Vorsitzender Uwe Plaß jetzt rund 30 Heimatfreunde in der Alten Posthalterei in Melle-Mitte begrüßen konnte.

„Es ist aus unserer Sicht im Berichtszeitraum einiges Geschehen“, stellte der Vorsitzende einleitend fest, um danach einige Vorhaben und Projekte schlaglichtartig hervorzuheben – von der Herausgabe des Melle-Kalenders 2023 mit historischen Luftbildaufnahmen über die Veröffentlichung des sechsten Sonderbandes des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebietsreform von 1972 bis zur Herausgabe des Gesellschaftsspiels „Meller Entdeckungsreise“, das von den Schülerinnen Finja Gieseking und Emely Panhorst im Zuge einer Projektarbeit an der Integrierten Gesamtschule Melle entwickelt und von einer örtlichen Kommunikationsagentur unter Federführung des Heimatvereins zur Marktreife gebracht worden war.

Des Weiteren ließ der Heimatverein Melle im Berichtszeitraum das marode Brunnenhaus am Speicher des Grönegau-Museums durch ein neues aus massivem Eichenholz ersetzen. Zudem führte er in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Melle eine Lesung von Dr. Christof Haferkamp aus dessen neuem Buch „Bruno Fabeyer – Waldmensch und Moormörder“ durch. Doch damit nicht genug: Pünktlich zum Saisonstart widmeten sich Vorstandsmitglieder und Aufsichtskräfte dem traditionellen Frühjahrsputz im Grönegau-Museum. „Nun hoffen wir, dass wir in diesem Jahr die Vor-Corona-Frequenz bei den Besucherzahlen wieder erreichen“, stellte Uwe Plaß fest.

Was hat der Heimatverein Melle für die nächste Zeit geplant? Zunächst die Herausgabe des siebenten Sonderbandes des Meller Jahrbuchs zum Thema „Sagen des Grönegaus und angrenzender Gebiete“ – eine Publikation, die bereits in Kürze gedruckt werden und nach dem Ende der Sommerferien auf den Markt gelangen soll. Ferner plant der Verein in bewährter Weise in Kooperation mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller die Herausgabe eines weiteren Bildkalenders „Historische Ansichten aus Melle“. „Dieses Format hat sich bewährt und soll auch für das Jahre 2024 herausgebracht werden“, kündigte der Vorsitzende an. Darüber hinaus werde es ab sofort wieder die monatlichen Vortragsveranstaltungen geben, „obwohl es nach der Corona-Krise immer schwieriger wird, geeignete Referenten zu finden“.

Dass der Heimatverein Melle über eine solide finanzielle Basis verfügt, ließ der Kassenbericht von Schatzmeister Manfred Stönner erkennen. Die einstimmige Entlastung des Vorstandes erwies sich als reine Formsache.

Das Werk ist gelungen: Vor der Jahreshauptversammlung nahmen die Vorstandsmitglieder (von links) Jürgen Krämer, Franz Hippe, Manfred Stönner, Christian Hoffmeister, Günther Plaß, Uwe Plaß, Heinz Garlich und Bodo Zehm das neuerbaute Brunnenhaus am Speicher des Grönegau-Museums in Augenschein. Foto: Hermann Pentermann

Dem Leitungsgremium gehören folgende Personen an: Uwe Plaß (Vorsitzender); Jürgen Krämer (1. stellvertretender Vorsitzender); Christian Hoffmeister (2. stellvertretender Vorsitzender); Manfred Stönner (Schatzmeister); Heinz Garlich (Beisitzer); Franz Hippe (Beisitzer); Stefan Muhle (Beisitzer), Udo Oberschmidt (Beisitzer); Günther Plaß (Beisitzer); Bodo Zehm (Beisitzer); Burkhard Fromme (Vertreter des Landkreises Osnabrück); Jürgen Krämer (Vertreter der Stadt Melle).

Zum Abschluss des offiziellen Teils dankte Uwe Plaß allen ehrenamtlichen Mitstreiterinnen und Mitstreitern für deren Engagement zum Wohle des Vereins. In diesen Dank schloss der Vorsitzende ausdrücklich „auch alle diejenigen ein, die uns im Berichtszeitraum finanziell und ideell unterstützt haben“.

Zum Ausklang des Jahreshauptversammlung führte Uwe Plaß historische Filme aus Melle vor, die von den Anwesenden mit Beifall aufgenommen wurden.

Grönegau-Museum öffnet nach dem traditionellen Frühjahrsputz wieder seine Tore

Saisonauftakt am 6. und 7. Mai 2023 – Gebäudeensemble lädt zu interessanter Entdeckungsreise ein

MELLE. Herbstliche Temperaturen beim Frühjahrsputz im Grönegau-Museum im Grönenbergpark in Melle-Mitte: Eine Woche vor dem offiziellen Saisonauftakt haben Heike Dahech, Sigrid Fischer-Eistert, Heinz Garlich, Franz Hippe, Jürgen Krämer, Udo Oberschmidt, Uwe Plaß, Werner Pottebaum, Uschi Selchow und Bodo Zehm vom Heimatverein Melle das vier Fachwerkhäuser umfassende Gebäudeensemble auf Vordermann gebracht und auf diese Weise dafür gesorgt, dass die Ausstellungsgebäude nach dem langen Winter pünktlich am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Mai 2023, jeweils um 1530 Uhr wieder seine Tore für den Publikumsverkehr öffnen können.

Staub, Spinnengewebe, Wollmäuse & Co. hatten während des Arbeitseinsatzes keine Chance. Denn die Heimatfreundinnen und Heimatfreunde legten sich kräftig ins Zeug, um sowohl den Innenräumen der markanten Fachwerkgebäude als auch den Außenbereichen unter Einsatz von Besen, Handfegern, Kehrblechen und einem Hochleistungsstaubsauger neuen Glanz zu verleihen.

Legten sich beim Frühjahrsputz mächtig ins Zeug: (von links) Sigrid Fischer-Eistert, Uschi Selchow, Heike Dahech, Franz Hippe, Bodo Zehm, Jürgen Krämer, Werner Pottebaum, Uwe Plaß, Heinz Garlich und Udo Oberschmidt. Foto: Hermann Pentermann

Das Grönegau-Museum, bestehend aus Speicher, Kotten, Backhaus und Remise, stammen aus den Jahren 1572, 1655, 1771 und 1997 und stellen Anziehungspunkte im weitläufigen Grönenbergpark dar, der zudem Teiche, ein Damwild-Gehege, eine Minigolfanlage und einen Kinderspielplatz umfasst.

Das Hauptziel des Grönegau-Museums besteht in der Bewahrung und Dokumentation der Geschichte des Altkreises Melle – insbesondere im Hinblick auf seine bäuerliche und handwerkliche Tradition. Aus diesem Grunde reicht die Bandbreite der ausgestellten Objekte von Alltagsgegenständen wie Kleidung, Geschirr und Möbeln bis hin zu Maschinen zur Flachsverarbeitung, einer komplett ausgestatteten Schmiede und einer Tischlerwerkstatt mit Holzbearbeitungsgeräten aus dem Forst.

Das erste Museumsgebäude, der Kornspeicher, konnte am 13. September 1960 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Bei diesem Fachwerkhaus handelt es sich um einen mehrstöckigen Speicher mit reichgeschnitzten Knaggen und Inschriftbalken aus dem Jahre 1771. Dieses Gebäude stand früher auf dem Hofe des Bauern Bartelsmann in Schlochtern bei Wellingholzhausen. In drei Etagen des Speichers sind aus den Gemeinden des Altkreises Melle stammende alte, schöne bäuerliche, bürgerliche und handwerkliche Gegenstände, Zinn, Porzellan, Glas, Möbel, wertvolles Material der Vorgeschichte, Wirtschaftsgeschichte, politische Geschichte, Urkunden, Bilder etc. ausgestellt.

Im Jahre 1979 stellte der Landkreis Osnabrück dem Heimatverein ein weiteres Gebäude, den sogenannt „Kotten“, für Museumszwecke zur Verfügung. Dieses Gebäude stammt aus dem Jahre 1655 und stand früher auf dem Hofe des Bauern Fritz Hoffmeister in Neuenkirchen und hatte dort lange Zeit als Heuerlingshaus gedient. Am 16. Mai 1979 konnte auch dieses Haus der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der Kotten beinhaltet insbesondere alte Geräte, bäuerliche und handwerkliche Gebrauchsgegenstände und Arbeitsgeräte, die durch Fortschritt der Technik entbehrlich geworden waren. Im Erdgeschoss befinden sich eine komplett eingerichtete Schmiede sowie eine Schlosser-, Holzschuhmacher- und Schuhmacherwerkstatt. Ein besonderer Blickfang im Dielenraum ist die zur Flachsverarbeitung benötigte Bockemühle, während im Dachgeschoss die Flachsverarbeitung und Leinenherstellung dargestellt wird – beispielsweise unter Präsentation voll funktionstüchtiger Webstühle.

Das Backhaus, das ebenfalls zum Museumsensemble gehört, wurde bereits anno 1572 errichtet. Es befand sich ursprünglich im Kreis Gütersloh, ehe es im Jahre 1988 abgetragen und im Grönenbergpark wiedererrichtet wurde. Das Haus hat der Heimatverein gegenwärtig verpachtet. Im wiederhergestellten Backofen können bei Bedarf jederzeit Brot und Kuchen gebacken werden.

Im Jahre 1997 erhielt das Grönegau-Museum schließlich die Remise, die seinerzeit im Fachwerkstil neu gebaut wurde. In diesem Gebäude ist eine Tischlerwerkstatt untergebracht, die durch Geräte der forstlichen Waldarbeit ergänzt wird. Darüber hinaus sind dort einige Geräte der bäuerlichen Garten- und Hauswirtschaft zu sehen.

Das Grönegau-Museum ist in diesem Jahr vom ersten Wochenende im Mai bis Mitte Oktober samstags und sonntags jeweils in der Zeit von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet – und zwar bei freiem Eintritt. Führungen sind auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich.

Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0172-8606237 oder im Internet unter Grönegau-Museum erhältlich.

Sechster Sonderband des Meller Jahrbuchs ist ab sofort im Handel erhältlich

Publikation ist dem 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 gewidmet

MELLE. Dem 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 haben die Herausgeber Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt sowie Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer und Uwe Plaß als Vorstandsmitglieder des Heimatvereins Melle e.V. den sechsten Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ gewidmet.

In dieser Publikation, die heute im Stadthaus in Melle-Mitte im Beisein von Bürgermeisterin Jutta Dettmann offiziell vorgestellt wurde, werden die Gebietsreform von 1970 sowie die Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 dargelegt, die zur Bildung der heutigen Flächenstadt Melle führten

Präsentieren den sechsten Sonderband des Meller Jahrbuchs in der Vorstandsetage der Stadtverwaltung Melle: (von links) Fritz-Gerd Mittelstädt, Siegfried Göhner, Hartwig Grobe, Stefan Muhle, Jutta Dettmann, Christian Hoffmeister, Jürgen Krämer, Uwe Plaß und Peter Schatte. Foto: Hermann Pentermann

Außerdem enthält das Druckwerk ein Interview mit dem Zeitzeugen Josef Stock sowie Porträts aller ehrenamtlichen Bürgermeister und hauptamtlichen Stadtdirektoren, die seit 1972 wirkten; ferner Beschreibungen der hauptamtlichen Bürgermeister, die seit 1997 amtierten. Auch ein Porträt der derzeitigen hauptamtlichen Verwaltungschefin darf nicht fehlen. Weitere Abhandlungen befassen sich unter anderem mit räumlichen Annäherungen und Verflechtungen zur Lagebestimmung des Grönegaus und Einordnungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen und mit dem Thema „Die Stadt Melle als Lebensraum mit Zukunft“.

Abgerundet wird das Ganze durch eine Auflistung aller Räte, die seit 1972 existierten, und durch einen ausführlichen Bericht über den Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle in ihrer heutigen Form mit Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil als Ehrengast. Illustriert wird der ungefähr 400 Seiten umfassende Sonderband, der vom renommierten Druck- und Verlagshaus Meinders & Elstermann in Belm produziert wurde, mit rund 350 Abbildungen, so dass sich ein ausgewogenes Text-/Bildverhältnis ergibt.

Nachfolgend der Inhalt des Buches im Überblick:

Anna Kebschull: „Wir feiern gemeinsam! Auf die 50!“ – Grußwort Grußwort der Landrätin

Jutta Dettmann: Räumliche Vielfalt und heimatliche Bindungen – Geleitwort der Bürgermeisterin

Fritz-Gerd Mittelstädt: 50 Jahre Stadt Melle (1972 – 2022): 13 Räumliche Annäherungen und Verflechtungen zur Lagebestimmung des Grönegaus und Einordnungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen

Jürgen Krämer: Die Reform vor der Reform war beispielhaft in Niedersachsen – Als sich die Samtgemeinden Melle, Wellingholzhausen und Riemsloh-Hoyel zum 1. Januar 1970 zu den Einheitsgemeinden Melle, Wellingholzhausen und Riemsloh zusammenschlossen

Jürgen Krämer: Vom kleinen Kreis zu einer der größten Flächenstädte in Niedersachsen – Wie im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 die Stadt Melle in ihrer heutigen Form entstand

Jürgen Krämer: „Die große Lösung war mir zu jenem Zeitpunkt nicht bürgernah genug“ – Ein Interview mit dem Zeitzeugen Josef Stock zum 50-jährigen Jubiläum der Gebietsreform

Jürgen Krämer: Regional und international ein Brückenbauer von Format – Clemens Schwertmann wurde in Würdigung seiner Verdienste zum ersten Ehrenbürgermeister der Stadt Melle ernannt

Jürgen Krämer: „Das Wohl der Gemeinde – das höchste Gesetz“ als Maxime – Burckhardt Schleef fungierte in der Zeit vom 1. November 1996 bis zum 31. Juli 1997 als letzter ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Melle

Uwe Plaß: Ein Mann des Übergangs in prägenden Jahren für Melle – Stadtdirektor Joachim Kreft wirkte in einer Zeit enormer Herausforderungen und Veränderungen

Uwe Plaß: Hohe fachliche und soziale Kompetenz als Markenzeichen – Stadtdirektor Dr. Klaus-Detlev Surberg galt als Partner des Rates und der Meller Bürger

Jürgen Krämer: Als die Konfession den Ausschlag zur Wahl des Stadtdirektors gab – Melles letzter Stadtdirektor Harald Eberhardt war als anerkannter Verwaltungsfachmann in der Bevölkerung beliebt und geschätzt

Jürgen Krämer: Trotz hoher Ämter in Niedersachsen stets nah bei den Menschen in Melle – Josef Stock: Vom einstigen Gegner der Einheitsgemeinde zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister und späteren Ehrenbürger der Stadt

Peter Schatte: Ein politischer Leistungsträger mit zielorientiertem Sachverstand – Dr. André Berghegger: Vom Bürgermeister der Stadt Melle zum Abgeordneten im Deutschen Bundestag und zum Vorsitzenden des Kreistages in Osnabrück

Stefan Muhle: Ein Mann mit Sinn und Gespür für die Belange der Gemeinschaft: Reinhard Scholz – ein Verfechter des Subsidiaritäts-Prinzips

Siegfried Göhner: Die Überraschung war amWahlabend perfekt – Jutta Dettmann gewinnt die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Melle

Die Räte der Stadt Melle im Spiegelbild der Wahlperioden – Von 1972 bis heute: Zusammensetzung im Überblick

Arnold Beuke: Eine effiziente Verwaltung als Dienstleister für den Bürger errichtet – Die Verwaltungs- und Gebietsreform im Osnabrücker Land mit dem besonderen Blick auf Melle

Jutta Dettmann und Jürgen Krämer: Die Stadt Melle als Lebensraum mit Zukunft – Von den Stärken einer Flächenstadt, die mit ihren acht Stadtteilen für „Vielfalt in der Einheit“ steht

Hartwig Grobe: Die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Melle – Konzepte und Strategien der Wirtschaftsförderung

Malte Stakowski: Der Rat der Stadt Melle im 21. Jahrhundert – Demokratie auf kommunaler Ebene

Jürgen Krämer: „Melle ist eine Stadt, in der Vielfalt in der Einheit gelebt wird“ – Festakt zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 mit Ministerpräsident Stephan Weil als Ehrengast

Der sechste Sonderband des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ – erschienen in einer Auflage von 400 Exemplaren – ist ab sofort im Handel zu einem Preis in Höhe von 24,90 Euro erhältlich.

Flagge für Regionalliteratur aus Melle gezeigt

Jürgen Krämer und Bodo Zehm stellten an einem Gemeinschaftsstand des Heimatvereins Melle e.V. und des Vereins OsnabrückerLandKultur e.V. im Kreishaus in Osnabrück Bücher aus dem Grönegau vor

OSNABRÜCK/MELLE. An einem Gemeinschaftsstand haben der Heimatverein Melle e.V. und der Verein OsnabrückerLandKultur e.V. jetzt während der Regionalen Bücherbörse im Kreishaus am Schölerberg in Osnabrück Flagge für Regionalliteratur aus dem Grönegau gezeigt.

Dieser Termin hat Tradition: Während der 20. Regionalen Bücherbörse überreichten Bodo Zehm (links) und Jürgen Krämer (rechts) Kreisrat Matthias Selle Regionalliteratur aus dem Grönegau für die Bibliothek des Kreishauses. Foto: Franz Buitmann

Das Veranstalterkleeblatt, bestehend aus dem Landschaftsverband Osnabrücker Land e.V (LVO), dem Heimatbund Osnabrücker Land e.v. (HBOL), dem Kreisheimatbund Bersenbrück e.V. (KHBB) und dem Kulturbüro des Landkreises Osnabrück, war dankbar dafür, dass der beliebte Büchermarkt in diesem Jahr nach den coronabedingten Absagen in den Jahren 2020 und 2021 nun erneut stattfinden konnte.

Dieses Mal verzichten die Gastgeber auf das sonst übliche Motto und zeigten sich erfreut über das vielfältige Angebot, das in bewährter Weise aus Sachbüchern aller Art, Belletristik, Druckgrafik, Ansichtskarten, Landkarten und Briefmarken sowie Münzen, Gemälden und neuen Medien bestand – und zwar alles mit regionalem Hintergrund.

Bodo Zehm, Vorstandsmitglied des Heimatvereins Melle e.V., präsentierte während der Börse sein neues Buch „Landschaft erzählt Geschichte: Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“ sowie die von Uwe Plaß verfassten Sonderbände 4 und 5 des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ mit Abhandlungen über historische Begebenheiten, die zunächst im „Meller Kreisblatt“ veröffentlicht und danach in den beiden Sammelbänden zusammengefasst worden waren.

Jürgen Krämer, einer der beiden Vorstandsvorsitzenden des Vereins OsnabrückerLandKultur e.V. und stellvertretender Vorsitzender des Heimatvereins Melle e.V., trat im Rahmen der Veranstaltung mit den Publikationen „850 Jahre Melle – Stadtgeschichte aus der Vogelperspektive“ und „Der Grönegau – Entdeckungsreise in Luftbildern durch die Stadtteile von Melle“ sowie mit dem Band I des Buches „Natur. Umwelt. Melle.“ an die Öffentlichkeit – drei Werke, die von der OsnabrückerLandKultur herausgebracht worden waren.

Für ein farbenfrohes Bild am Stand sorgte der bekannte Osnabrücker Maler, Grafiker und Illustrator Reinhard Klink, der auf Einladung des Vereins OsnabrückerLandKultur eine Auswahl seiner Kunstpostkarten, Radierungen und Kunstdrucke vorstellte.

Auf großes Interesse stießen bei den Besuchern auch die Stände des Heimatbundes Osnabrücker Land und des Kreisheimatbundes Bersenbrück, an denen unter anderem das druckfrisch erschienene Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2023 sowie die von Jürgen-Eberhard Niewedde (Venne) verfasste und vom Fotografen Hermann Pentermann (Osnabrück) illustrierte Neuerscheinung „Zwischen Tradition und Moderne – Markante Bauernhöfe im Osnabrücker Land“ feilgeboten wurde.

Traditionsgemäß bot die Regionale Bücherbörse, die von Kreisrat Mattias Selle eröffnet worden war, Herausgebern, Autoren, Heimatforschern, Bücherfreunden und Sammlern ein Forum zum Austausch, das die Beteiligten einmal mehr gern und intensiv nutzten.

Auch in diesem Jahr stellte das Pächter-Ehepaar des Kreishaus-Restaurants, Dietrich und Kerstin Lampe, den Osnabrücker LandFrauen sein Küchen-Equipment zur Verfügung, so dass für das leibliche Wohl der Besucher und Anbieter in bester Weise gesorgt war.

Freude über einen nahtlosen Übergang bei der Produktion

Der 41. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ wurde im Fachunternehmen Meinders & Elstermann in Belm gedruckt

BELM/MELLE. Der Druck ist erfolgt. In Kürze soll die Weiterverarbeitung in einer Buchbinderei in Oelde erfolgen – und danach kann das Werk auf den Markt gelangen: Im Druck- und Verlagshaushaus Meinders & Elstermann in Belm jetzt der 41. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ gedruckt worden.

Sowohl Herausgeber Hon.-Prof. Dr. Fritz-Gerd Mittelstädt als auch Jürgen Krämer als Vertreter der Autorenschaft zeigten sich hocherfreut darüber, dass die Produktion des Sammelbandes nach der altersbedingten Aufgabe des Druckhauses Steinbecher in Sutthausen durch die Brüder Michael und Markus Steinbacher weiterhin von einem Fachunternehmen aus der Region in der altbewährten Qualität hergestellt werden kann. „Auch das Haus Meinders & Elstermann steht für höchste Qualitätsansprüche. Insofern freuen wir uns auf den nahtlosen Übergang der Produktion und hoffen auf viele Jahre der gemeinsamen Zusammenarbeit“, so Fritz-Gerd Mittelstädt und Jürgen Krämer gegenüber Geschäftsführer Jens Rauschen und Roger Schulte von der Produktionsleitung des Druckhauses in Belm.

Druck des 41. Bandes des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ im Fachunternehmen Meinders & Elstermann in Belm mit (von links) Carsten Menzel, Jürgen Krämer, Fritz-Gerd Mittelstädt und Roger Schulte. Foto: Nils Pape

Der 41. Band des Meller Jahrbuchs, der von Mediengestalterin Antje Neumann layoutet und von Drucker Carsten Menzel mit einer Heidelberg-Hochleistungsdruckmaschine produziert wurde, umfasst insgesamt 256 Seiten. In das Buchprojekt brachten sich die Autoren Sabine Bredemeyer, Hartwig Grobe, Thomas Grove, Peter Hansen, Wolfgang Ischinger, Hasnain Kazim, Jürgen Krämer, Fritz-Gerd Mittelstädt, Andreas Mölder, Florian Stockmann, Ludger Stühlmeyer, Malin Tiebel, Volker Tiemeyer und Bodo Zehm ehrenamtlich ein.

 Themen, die in der neuen Publikation in Wort und Bild beleuchtet werden, sind unter anderem „Der Wandel in der Meller Vogelwelt am Beispiel Hustädtes“, „Wald und Waldbesitzende im Gebiet der Stadt Melle – Geschichte und Gegenwart“, „Die Diedrichsburg – ein Sehnsuchtsort des 19. Jahrhunderts“, „Küchen aus Melle – Entwicklung und wirtschaftliche Bedeutung in unserer Region“ , „Die Kunst ist nämlich mein Lebenssinn: Reinhard Klink – oder wie ein Osnabrücker Grafiker, Illustrator und Maler die Stadt Melle künstlerisch für sich entdeckte“.

 Nach seiner Fertigstellung wird der 41. Band des Meller Jahrbuchs „Der Grönegau“ im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“ an der Plettenberger Straße 1- 3 und im Fachgeschäft „Kretschmann Genuss Company“ am Markt 5 in Melle-Mitte zu einem Preis in Höhe von 19.90 Euro erhältlich sein.

Übrigens: Der Heimatverein Melle e.V. fördert auch in diesem Jahr die Herstellung des Sammelbandes mit einem Druckkostenzuschuss. Damit bringt der Verein erneut seine Wertschätzung gegenüber dem Herausgeber und den ehrenamtlich tätigen Autoren entgegen.

Luftbilder als Zeitdokumente: So sah Melle im Jahre 1983 aus der Vogelperspektive aus

Heimatverein Melle gibt Bildkalender für das Jahr 2023 heraus – Bürgermeisterin Jutta Dettmann erhielt das erste Exemplar

MELLE. Eine Luftbildaufnahme von der Meller Innenstadt aus den 1980er Jahren ziert die Titelseite des Kalenders „Historische Ansichten aus Melle – Ein Bildkalender für das Jahr 2023“, den der Heimatverein Melle in Zusammenarbeit mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller herausgegeben hat. Das erste druckfrische Exemplar dieses Begleiters durch das neue Jahr überreichten heute Heimatvereinsvorsitzender Uwe Plaß und dessen Stellvertreter Jürgen Krämer im Garten des Stadthauses in Melle-Mitte an Bürgermeisterin Jutta Dettmann.

Offizielle Vorstellung des Kalenders „Historische Ansichten aus Melle – Ein Bildkalender für das Jahr 2023“ mit (von links) Uwe Plaß, Jutta Dettmann und Jürgen Krämer. Foto: Gabriele Niehaus

Nachdem die bisherigen Ausgaben der Kalender „Historische Ansichten aus Melle“ für die Jahre 2019, 2020, 2021 und auf eine äußerst positive Resonanz gestoßen waren, hatte der Vorstand des Heimatvereins den Beschluss gefasst, auch für das Jahr 2023 ein solches Druckwerk herauszubringen.

Um den Kalender visuell mit Leben zu erfüllen, begaben sich Uwe Plaß und Jürgen Krämer im Juli dieses Jahres im Stadtarchiv auf die Suche nach geeigneten Motiven – und stießen dabei auf eine Zusammenstellung von Luftbildern, die Aerophot-Demus im Jahre 1983 schwerpunktmäßig von Teilen Melle-Mittes und angrenzender Bereiche angefertigt hatte. Da die Fotos im Jahre 2023 40 Jahre alt werden, bot es sich aus Sicht der beiden Vorstandsmitglieder geradezu an, einen Teil dieser Aufnahmen für den neuen Kalender zu verwenden.

Der Begleiter durch das Jahr ermöglicht eine Rückblende in die „gute alte Zeit“. Zu sehen sind dabei folgende Motive: Januar: Blick auf die sogenannte „Beinker“-Kreuzung mit dem damaligen Central-Kaufhaus (heute Modehaus Böckmann) und früheren Betriebsgebäuden der Firma Starcke (heute Starcke-Carree mit der Volksbank und der Stadtbibliothek); Februar: nördlicher Teil der Plettenberger Straße aus östlicher Richtung mit dem Einmündungsbereich Grönenberger Straße; März: Herrenteich von Südosten mit der damaligen Gärtnerei Münch (heute Parkdeck Dürrenberger Ring); April: Blick von Südosten auf Breslauer Straße, Osterkamp und Haferstraße, in der Bildmitte Auto Specht, die Baustoffhandlung Hollenberg (heute Lebensmittelmarkt K+K) und das Grill-Eck; Mai: Die Gärtnerei Barkmeyer aus südöstlicher Richtung, im Vordergrund die Bundesautobahn A30, links die Neuenkirchener Straße und oben rechts die Straße Am Friedhof; Juni: Das Autohaus Wichtrup an der Einmündung Gesmolder Straße, Allendorfer Straße und Kosakenallee, im Hintergrund ist die Bodelschwinghstraße zu sehen; Juli: Altenmelle aus südöstlicher Richtung mit dem Marion-Bekleidungszentrum, dem Raiffeisenmarkt und dem Unternehmen Schomäcker; August: Das Wellenfreibad mit der Else im Hintergrund; September: Die Firmen Allkauf (heute Marktkauf), Möbel Bussdieker, Elektro Stein und Frye in Gerden, im Vordergrund der Maschweg, im Hintergrund die Ostumgehung und die Bundesautobahn A30; Oktober: Die Tennishalle (heute Bauking), der Fahrzeugservice Rösner (heute Lidl-Markt), das damalige Musterhaus sowie im Hintergrund die Ostumgehung und die Bundesautobahn A30; November: Der Porenbetonhersteller Hebel in der Euer Heide. Heute befindet sich dort das Hochregallager der Firma Thomas Philipps; Dezember: Die Siedlung Elf Stücken in Drantum aus Südosten mit dem damaligen Autohaus Heitling in der Bildmitte, vorne befindet sich die Auffahrt zur Bundesautobahn A30 in Richtung Hannover.

Der im DIN A-3-Format erschienene Bildkalender ist ab sofort im Fachgeschäft Sutmöller „Bücher & mehr“, Plettenberger Straße 1 – 3, 49324 Melle-Mitte, und im Stadtarchiv, Wallgarten 1, 49324 Melle-Mitte, erhältlich. Er kostet pro Exemplar 19 Euro.

Zwei Sonderbriefmarken, ein Schmuckumschlag und ein Sonderstempel

Briefmarkenfreunde Grönegau und Heimatverein Melle stellen Erinnerungsstücke zum Jubiläum „50 Jahre eine Stadt“ Bürgermeisterin Jutta Dettmann vor

MELLE. Anlässlich des Jubiläums „50 Jahre Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972“ haben die Briefmarkenfreunde Grönegau e.V. und der Heimatverein e.V. in Kooperation mit der Deutschen Post AG zwei Sonderbriefmarken, einen Schmuckumschlag und einen Sonderstempel herausgegeben. Sowohl die beiden individuell gestalteten Postwertzeichen als auch der Umschlag und der Stempel tragen die „Aufschrift 50 Jahre eine Stadt“. Die offizielle Vorstellung der Erinnerungsstücke erfolgte jetzt im Beisein von Bürgermeisterin Jutta Dettmann durch den stellvertretenden Vorsitzenden der Briefmarkenfreunde, Joachim Weiß, sowie durch den Vorsitzenden des Heimatvereins Melle, Uwe Plaß, und dessen Stellvertreter Jürgen Krämer. Die Vereinsrepräsentanten wiesen bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass es sich bei Herausgabe der neuen Edition um das inzwischen dritte Kooperationsprojekt zwischen den Briefmarkenfreunden, dem Heimatverein und der Deutschen Post handele. So habe es bereits gemeinsame Sonderbriefmarken, Schmuckumschläge und Sonderstempel im Jahre 2018 zum 100-jährigen Jubiläum des Heimatvereins Melle und im Jahre 2020 zum 300-jährigen Gedenken an den großen Stadtbrand von Melle aus dem Jahre 1720 gegeben.

Freuen sich über die „50 Jahre Stadt Melle“-Edition, bestehend aus zwei Sonderbriefmarken, einem Schmuckumschlag und einem Sonderstempel: (von links) Uwe Plaß, Joachim Weiß, Jutta Dettmann und Jürgen Krämer. Foto: Gabriele Niehaus

Die neue Edition ist am Wochenende, 24. und 25. September, anlässlich des Stadtfestes „Meller Herbsttöne“ in einem Stand der Briefmarkenfreunde und des Heimatvereins auf dem Markt in Melle-Mitte erhältlich.

Wer losgelöst von dieser Veranstaltung Interesse an den Erinnerungsstücken zum Stadtjubiläum hat, kann sich ab sofort an Joachim Weiß, Telefon 05422/43670, E-Mail joachim.weiss@osnanet.de, wenden. Die Abstempelung erfolgt über die Deutsche Post AG, Niederlassung Multikanalvertrieb, Sonderstempelstelle, 92627 Weiden. Der Sonderstempel ist nach dem 24. September 2022 noch für vier Wochen in der Sonderstempelstelle verfügbar. Dort können auf dem Postweg individuelle Erinnerungsbelege eingereicht werden, die – mit dem Sonderstempel versehen – wieder retourniert werden.

„Tag des offenen Denkmals“: Führung durch St. Petri fand großen Anklang

Auf „KulturSpur“ mit dem Historiker Uwe Plaß – Kirchenmusiker Andreas Opp gab Konzert an der Christian-Vater Orgel

Unter dem Leitgedanken „KulturSpur – Ein Fall für den Denkmalschutz“ stand der „Tag des offenen Denkmals 2022“, der auch im Grönegau Interessierte dazu einlud, sich auf Spurensuche zu begeben und sich mit Geschichte auseinanderzusetzen. Im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri zu Melle, der Stadt Melle und des Heimatvereins Melle e.V. fand an diesem Aktionstag unter der Leitung des Historikers Uwe Plaß eine interessante Führung durch die St.-Petri-Kirche statt – ein Angebot, das rund 35 Bürgerinnen und Bürger nutzen.

„Tag des offenen Denkmals 2022“ in Melle: Führung durch die St.-Petri-Kirche mit Uwe Plaß.
Foto: Jürgen Krämer

Bereits im Jahre 1721, ein Jahr nach dem großen Stadtbrand, begannen die Bauarbeiten für ein neues größeres Kirchengebäude, das 1723 eingeweiht wurde und mit dem vollständigen Inventar bis 1724 fertiggestellt war. Die Kirche ist eine dreischiffige Hallenkirche in gotisierenden Formen mit feingegliederten Pfeilern und einem Chor in Fünfachtelschluss. Der Westturm hat als Abschluss einen barocken Buckelhelm. Das Kircheninnere ist mit durchlaufenden Emporen und Adelslogen ausgestattet. Das bemalte Gewölbe ist im Osnabrücker Raum singulär. Die Gewölbemalerei trägt das Wappen des Bauherrn Ernst August II. mit der Herzogswürde von York und Albany, die ihm von seinem Bruder König Georg I. von England verliehen wurde. Das vierpassige Wappen in Kartuschenrahmen mit Blüten und Fruchtgehängen ist von acht Engeln begleitet. Es zeigt den gespaltenen Wappenschild von England, gehalten von dem englischen Löwen und dem schottischen Einhorn. Ein weiteres Wappen im Gewölbe mit einer roten Pflugschar ist das Wappen des Osnabrücker Bischöflichen Geheimen Rats Jobst Itel von Vincke. Er war vom Landesherrn mit dem Wiederaufbau der Stadt Melle und der evangelischen Kirche beauftragt worden.

Der barocke Altaraufsatz von Ernst Dietrich Bartels (1723) ist in mehrere Zonen gegliedert und trägt im Zentrum das Bild des Abendmahls und der Auferstehung. Er ist mit dem Wappen des Freiherrn auf Schloss Gesmold Christoph Ludolf von Hammerstein und seiner Gattin Johanna Sophia Schenk von Winterstedt zu Diek geschmückt. Besonders unterstützte den Kirchneubau der damalige Osnabrücker Fürstbischof Ernst-August II von Braunschweig-Lüneburg. Erster evangelischer Pfarrer an St. Petri war der zuvor an der katholischen Meller St.-Matthäus-Kirche wirkende Pastor Anton Seumenicht, dessen Grabplatte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Führung in Augenschein nahmen.

Zum Abschluss des Aktionstages gab Kirchenmusiker Andreas Opp ein Konzert an der Christian-Vater-Orgel, die in der Zeit von 1722 bis 1724 mit ursprünglich 27 Registern geschaffen worden war.

Frischer Außenanstrich lässt Wagenremise des Grönegau-Museums in neuem Glanz erstrahlen

Jahreshauptversammlung des Heimatvereins Melle mit Rückschau, Neuwahlen und Ausblick

MELLE. Der Heimatverein Melle freut sich, dass die Wagenremise des Grönegau-Museums im Grönenbergpark in Melle-Mitte nach einem umfassenden Außenanstrich in neue Glanz erstrahlt. „Wir sind dem städtischen Gebäudemanagement zu großem Dank verpflichtet, dieses Projekt auf den Weg gebracht zu haben“, sagte Vorsitzender Uwe Plaß während der Jahreshauptversammlung, zu der sich rund 25 Mitglieder in der Alten Posthalterei an der Haferstraße in Melle-Mitte eingefunden hatten. Mit der Realisierung des Vorhabens sei der unmittelbare Zugang zu den vier Museumsgebäuden, der Landesturnschule und dem Heimathof optisch deutlich aufgewertet worden.

Sanierte Außenfassade – zufriedene Gesichter: Der Vorstand des Heimatvereins Melle mit (von links) Christian Hoffmeister, Manfred Stönner, Franz Hippe, Bodo Zehm, Uwe Plaß, Günther Plaß, Heinz Garlich, Stefan Muhle und Jürgen Krämer vor der frisch gestrichenen Wagenremise des Grönegau-Museums. Foto: Peter Schatte

„Wir haben in der von der Corona-Pandemie geprägten Zeit zahlreiche Projekte realisiert“, resümierte der Vorsitzende. Zu den Vorhaben, die Plaß in diesem Zusammenhang erwähnte, zählten unter anderem die Fortsetzung der inzwischen rund 60 Einzelbeiträge umfassenden Videoserie „Die Sagen des Grönegaus“ mit der Märchenerzählerin Christa Möller und die Umsetzung des virtuellen Rundgangs durch das Grönegau-Museum – zwei innovative Angebote, die auf der Homepage des Vereins aufgerufen können. Ferner führte der Verein in und im Umfeld der Diedrichsburg in den Meller Bergen die zentrale Veranstaltung der Stadt Melle zum „Tag des offenen Denkmals 2021“ durch und gab in Kooperation mit der Kalendermanufaktur in Verden an der Aller den Bildkalender 2022 „Historische Ansichten aus Melle“ heraus. In Zusammenarbeit zwischen dem Verein OsnabrückerLandKultur und dem Heimatverein entstand anlässlich des Jubiläums „40 Jahre Meller Jahrbuch“ eine großformatige Informationstafel mit allen Titelseiten des Sammelbandes, die inzwischen im Eingangsbereich der Stadtbibliothek Melle die Blicke der Besucher auf sich lenkt.

Weiterer Höhepunkt: Die Herausgabe des von Vorstandsmitglied Bodo Zehm verfassten Buches „Landschaft erzählt Geschichte – Ein Dorf im Wiehengebirge – 800 Jahre Hustädte“. Nicht unerwähnt ließ der Vorsitzende zudem, dass unter der Federführung des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land e.V. in Kooperation mit der Familie von Bar, der Stadt Melle und dem Heimatverein auf Schloss Bruche die Kinderveranstaltung „Jennys Sonderbare Zeitreise“ stattfand, die Bestandteil der Veranstaltungsreihe „Meller Sommer – Kunst und Kultur auf dem Lande“ war und bei den seinerzeit anwesenden Mädchen und Jungen ein lebhaftes Echo fand.

Dass der Heimatverein Melle über eine solide finanzielle Basis verfügt, ließ der Bericht von Schatzmeister Heinz Garlich erkennen. Die Entlastung des Vorstandes erfolgte einstimmig.

Unter der Zwischenwahlleitung von Vereinsmitglied Matthias Pietsch wurde der Vorstand wie folgt gewählt: Vorsitzender: Uwe Plaß; 1. stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Krämer; 2. stellvertretender Vorsitzender: Christian Hoffmeister; Schatzmeister: Manfred Stönner als Nachfolger von Heinz Garlich; Beisitzer: Heinz Garlich; Beisitzer: Franz Hippe; Beisitzer: Stefan Muhle; Beisitzer: Udo Oberschmidt; Beisitzer: Günther Plaß; Beisitzer: Bodo Zehm; Vertreter des Landkreises Osnabrück im Vorstand: Burkhard Fromme; Vertreter der Stadt Melle im Vorstand: Jürgen Krämer.

Mit Worten des Dankes und der Anerkennung verabschiedete Uwe Plaß Vorstandsmitglied Lieselotte Bermpohl aus dem Leitungsgremium, der es leider nicht möglich war, der Versammlung beizuwohnen. Sie hatte dem Vorstand rund 15 Jahre lang angehört, einen deutlich längeren Zeitraum als Museumsaufsicht gewirkt und darüber hinaus den Verein finanziell unterstützt. Die „gute Seele“ des Grönegau-Museums soll in Kürze mit einem Präsent bedacht werden.

Was haben sich die Heimatfreunde für die nächste Zeit auf die Fahnen geschrieben? In Zusammenarbeit mit Hon.-Prof. Dr. Fritz Gerd Mittelstädt wird der Heimatverein mit seinen Vorstandsmitgliedern Uwe Plaß, Jürgen Krämer und Christian Hoffmeister den sechsten Sonderband des Meller Jahrbuchs zum 50-jährigen Bestehen der Stadt Melle nach der Niedersächsischen Gebiets- und Verwaltungsreform von 1972 herausbringen. In Kooperation mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri zu Melle, der Stadt Melle richtet der Heimatverein die Veranstaltung zum „Tag des offenen Denkmals 2022“ aus – verbunden mit einer Führung durch die St.-Petri-Kirche und einem kleinen Orgelkonzert. Des Weiteren steht die Herausgabe des Bildkalenders 2023 „Historische Ansichten aus Melle“ auf dem Programm – dieses Mal mit Luftbildaufnahmen, die allesamt im Jahre 1983 entstanden. Zudem ist die Herausgabe des von den IGS-Schülerinnen Finja Gieseking und Emely Panhorst entwickelte Würfelspiel „Meller Entdeckungsreise“ geplant, das schon bald auf den Markt gelangen soll.

Im Anschluss an die Regularien hielt Uwe Plaß einen Vortrag zum Thema „Meller Kriminalfälle“ – ein interessantes Referat, das von den Anwesenden mit dankbarem Beifall aufgenommen wurde.

„Tag des offenen Denkmals“ am 11. September 2022 in der St.-Petri-Kirche zu Melle

Kooperation zwischen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri, der Stadt Melle und dem Heimatverein Melle e.V.

MELLE. Am Sonntag, 11. September 2022, ist es wieder soweit: Anlässlich des „Tags des offenen Denkmals“ öffnen in ganz Deutschland tausende Denkmale ihre Türen und laden dazu ein, Unbekanntes zu entdecken. In diesem Jahr finden im Vergleich zu den vergangenen beiden Corona-Jahren wieder mehr Veranstaltungen vor Ort statt: Rund 5.000 Denkmale sind bundesweit für den Aktionstag angemeldet – davon über 400 Denkmale in Niedersachsen.

In einem Kooperationsprojekt zwischen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde St. Petri zu Melle, der Stadt Melle und des Heimatvereins Melle e.V. findet am „Tag des offenen Denkmals“ um 16 Uhr eine Führung durch die St.-Petri-Kirche am Markt in Melle-Mitte statt. Interessierte haben dann die Möglichkeit, sich zusammen mit dem Historiker Uwe Plaß auf eine interessante Entdeckungsreise durch das Gotteshaus zu begeben. Im Anschluss daran wird in der Zeit von 17 bis 18 Uhr Kirchenmusiker Andreas Opp an der Orgel zu hören sein. Auch hierzu sind alle Interessierten herzlich willkommen. Die Teilnahme an beiden Angeboten ist kostenlos. Jetzt hoffen Kirchengemeinde, Stadt und Heimatverein auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

Viele interessante Eindrücke werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Kirchenführung mit dem Historiker Uwe Plaß gewinnen. Foto: Harald Kirchhoff 

Der „Tag des offenen Denkmals“ ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert. Die DSD ist für das Konzept des Aktionstags verantwortlich, legt das jährliche Motto fest und stellt ein umfassendes Online-Programm sowie zahlreiche kostenlose Werbemedien zur Verfügung. Sie unterstützt die Veranstalter mit bundesweiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie einem breiten Serviceangebot.

Der „Tag des offenen Denkmals“ ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days. Mit diesem Tag schafft die Stiftung große Aufmerksamkeit für die Denkmalpflege in Deutschland. Vor Ort gestaltet wird der Tag von unzähligen Veranstaltern – von Denkmaleigentümern, Vereinen und Initiativen bis hin zu hauptamtlichen Denkmalpflegern –, ohne die die Durchführung des Tags des offenen Denkmals nicht möglich wäre. Übrigens: Der „Tag des offenen Denkmals“ ist eine geschützte Marke der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

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